Hodentumore

In unserer urologischen Abteilung haben wir uns auf die Behandlung urologischer Tumorerkrankungen spezialisiert – Sie können bei dieser Diagnose auf unsere Erfahrung vertrauen. Unser interdisziplinäres Team aus verschiedenen medizinischen Fachrichtungen und speziell ausgebildeten onkologischen Krankenpflegern kümmert sich intensiv um die medizinischen und menschlichen Belange rund um Ihre Erkrankung.

Wir helfen Ihnen

Hodentumore sind gut- oder bösartige Veränderungen des Hodengewebes, die am häufigsten bei jungen Männern zwischen 20 und 40 Jahren auftreten. Meist werden die betroffenen Männer selber beim Abtasten ihrer Hoden auf sie aufmerksam. In der Mehrheit der Fälle sind die Knoten bösartig. Dann bezeichnet man sie auch als Hodenkrebs. Die gute Nachricht ist aber, dass dieser heutzutage in über 95 % der Fälle heilbar ist.

Der erste Schritt: Die richtige Diagnostik

Wenn Sie eine Verhärtung am Hoden spüren, sollte diese ein erfahrener Urologe untersuchen und abklären. Der Arzt tastet sie bei der Erstkontrolle ab und macht eine für Sie völlig harmlose und schmerzlose Ultraschalluntersuchung. Diese beiden Checks verraten schon sehr schnell und zuverlässig, ob eine Erkrankung des Hodens vorliegt.

Sollte sich der Verdacht bestätigen, bieten wir Ihnen verschiedene Therapieansätze an: Als erste Maßnahme ist in der Regel immer eine Operation erforderlich, bei der der Hoden über die Leiste freigelegt und die Diagnose gesichert wird. Bestätigt sich auch hier der Verdacht, müssen wir den Hoden entfernen und von unserem Pathologen feingeweblich untersuchen lassen.

Ein wichtiges Prinzip bei der Diagnostik der Tumorerkrankung ist auch bei Hodenkrebs die korrekte Ausbreitungsdiagnostik, auch „Staging“ genannt. Hierzu gehören die Bestimmung von sogenannten Hodentumormarkern im Blut und die Untersuchung des Bauchraumes und der Lunge mit modernen Schnittbilduntersuchungen wie Computertomografie (CT) oder Kernspintomografie (MRT). Neben zahlreichen radiologischen Praxen bietet auch unsere Abteilung für Radiologie alle modernen Bildgebungsverfahren an.

Mit diesen Informationen ermitteln wir ein exaktes Gesamtstadium, in dem sich der Tumor befindet. In vielen Fällen ist die Therapie schon mit der Operation beendet, und es schließt sich ein Tumornachsorgeprogramm an. Wenn die Krankheit jedoch mit dem Eingriff noch nicht vollständig behoben ist, können unterschiedliche Therapieansätze zum Einsatz kommen, zum Beispiel Bestrahlung und Chemotherapie. Welche Behandlung für unseren jeweiligen Patienten geeignet ist, besprechen wir interdisziplinär im Tumorboard unserer Klinik. Hier wägen wir gemeinsam mit den Experten der unterschiedlichen Fachrichtungen ab und fällen anhand von Leitlinien-Empfehlungen und neuesten Entwicklungen der Wissenschaft eine Entscheidung.

 

Weiterhin gut versorgt: Ihre Weiterbehandlung/ Nachsorge

Sollte eine Folgetherapie notwendig sein, begleiten wir Sie mit einem erfahrenen Team aus Ärzten und fachonkologischer Krankenpflege während der gesamten Behandlung. Oft treten dabei Fragen auf, die die Erkrankung selber, Therapien und Nebenwirkungen, aber auch sensible Themen wie Fruchtbarkeit und Sexualität betreffen. Zögern Sie nicht, uns anzusprechen. Wir möchten alle Ihre Fragen klären.

Die Mitbetreuung während der Therapie und auch die spezifische Tumornachsorge erfolgt in der Regel durch die niedergelassenen Kollegen, mit denen wir in engem fachlichen Kontakt stehen.

Zweitmeinungsportal

Ein wichtiges Projekt zur Behandlung von Patieten mit Hodentumor ist das „Zweitmeinungsportal Hodentumor“ der deutschen Hodentumor Studiengruppe (GTCSG, www.zm-hodentumor.de ). Dieses Netzwerk bietet eine externe Begutachtung des entsprechenden (anonymen) Patientenfalls durch anerkannte bundesweite Experten. Unsere Klinik nutzt diese Webseite insbesondere bei komplizierteren Fällen regelmäßig, um den Patienten die bestmögliche Behandlung zu gewährleisten.

Weiterführende Informationen

Prof. Dr. Wülfing im Interview zur optimalen Behandlung bei Hodenkrebs

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