Klassische Chemotherapie

Unter der „klassischen Chemotherapie“ versteht man eine medikamentöse Behandlung von Krebserkrankungen. In Abhängigkeit des Tumorstadiums und der Tumorart kann sie in Kombination mit einer Operation (davor oder danach = (neo-) adjuvant) oder einer Strahlentherapie verabreicht werden, aber auch die alleinige Behandlungsform sein. Auch die Gabe der Chemotherapie (als Tablette oder als Infusion) hängt von der Tumorform ab.

Im Unterschied zur Operation und Bestrahlung ermöglicht die Chemotherapie eine systemische Behandlung, die den ganzen Körper umfasst. Die Wirkstoffe verteilen sich in den verschiedenen Organen und erreichen und zerstören so auch potenziell verstreute Tumorzellen.

Eine Chemotherapie richtet sich gegen alle sich schnell teilenden Zellen wie die Tumorzellen, aber auch gesunde Gewebe wie Knochenmark, Haarwurzelzellen oder Schleimhäute werden von ihr angegriffen – dies bedingt die häufigsten Nebenwirkungen wie Blutbildveränderungen, Haarausfall, Übelkeit, Durchfälle oder Schleimhautentzündungen. In vielen Fällen können wir diese Nebenwirkungen durch unterstützende Medikamente verhindern oder die Symptome lindern. Andere, z.T. auch längere anhaltende Folgen wie das chronische Müdigkeitssyndrom (Fatigue) oder Nervenschädigungen (Polyneuropathie) bedürfen einer zusätzlichen Physio-, Bewegungs- und Psychotherapie.

Welche Chemotherapie in Ihrem individuellen Fall die beste ist, welche Zielsetzung wir mit ihr verfolgen, welche Nebenwirkungen auftreten, und was sie für sich selbst an unterstützenden Maßnahmen dagegen ergreifen können, erläutern wir Ihnen gerne gemeinsam mit Ihren Angehörigen in ausführlichen Gesprächen.

Sie können sich jederzeit zu einem individuellen Beratungsgespräch bei uns vorstellen. Einen Termin können Sie unter der Telefonnummer (010) 18 18 81-1211 vereinbaren. Wir sind gerne für Sie da.

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