Myombehandlung

Myome sind gutartige Muskelknoten, die bei etwa 40 bis 80 Prozent aller Frauen in der Gebärmutter vorhanden sind. In der Regel verursachen Myome keine Beschwerden und müssen deshalb auch nicht behandelt werden. Erst wenn die Myome Beschwerden wie Schmerzen oder verstärkte Regelblutungen verursachen oder stark wachsen, wird eine weitergehende Therapie notwendig.

Willkommen in unserem Myomzentrum

Team des Myomzentrums

Myome sind einer der am häufigsten vorkommenden gutartigen Tumore der Frau im gebärfähigen Alter und allein kein Grund zur Sorge oder Therapie. Verursachen Myome jedoch Beschwerden, kann dies zu einer erheblichen Einschränkung der Lebensqualität führen.

Die häufigsten Symptome sind: 

  • starke Regelschmerzen und verstärkte Monatsblutungen
  • häufiger Harndrang
  • Rückenschmerzen
  • Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
  • Verstopfung 
  • ungewollte Kinderlosigkeit

In unserem Myomzentrum beraten Sie unsere Expert:innen gern über das komplette Therapiespektrum der modernen Myombehandlung. Nach einer ausführlichen Besprechung Ihrer Vorgeschichte und Untersuchung erstellt unser Team spezialisierter Ärztinnen gemeinsam mit Ihnen einen individuellen Therapieplan. Dabei stehen für uns immer die jeweiligen Beschwerden, Wünsche und Lebensumstände unserer Patientinnen im Vordergrund. Unser Ziel ist es, Ihnen Beschwerdefreiheit zu ermöglichen.

Profitieren Sie von unserer langjährigen Erfahrung und modernsten Therapieverfahren.  

Eine Therapieform: Radiofrequenzablation mit Sonata

Eine wichtige Therapiemöglichkeit ist die sogenannte Sonata-Behandlung. Als einzige Klinik in Hamburg bieten wir Ihnen diese sichere und schonende Therapie an, die ohne Skalpell und Röntgenstrahlen auskommt – auf diese Weise ist es uns möglich, eine Vielzahl von Myomen unter Erhalt der Gebärmutter zu behandeln.

Tine Cadenbach-Blome, Leitende Oberärztin der Gynäkologie und Leitende Ärztin der Urogynäkologie, und ihr Team erklären das neue, schnittfreie und besonders schonende Verfahren zur Behandlung von Myomen.

Myomsprechstunde

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Was sind Myome?

Myome sind gutartige Geschwulste in oder an der Gebärmutterwand – sie bestehen aus Muskelzellen und Bindegewebe. Dabei treten Myome in unterschiedlichen Größen, Formen und Lagen auf. Je nach Lage unterscheiden unsere Expert:innen folgende Myome:

  •  in der Gebärmutterwand = intramurale Myome
  • an der Außenwand der Gebärmutter = subseröse Myome
  • an der Innenwand der Gebärmutterhöhle = submuköse Myome
  • Seltener treten Myome an den Haltebändern der Gebärmutter (intraligamentäre Myome) oder am Gebärmutterhals auf (Zervixmyom)

Der erste Schritt: Die richtige Diagnostik

Ultraschallbild von einem Myom

Zunächst erfolgt eine umfangreiche Diagnostik durch unsere Ärzt:innen. Neben der ausführlichen Anamnese, also der Erhebung Ihrer Krankengeschichte, gehört die gynäkologische Untersuchung mit einem Vaginalultraschall zu den Hauptpfeilern der Diagnostik. Bei Bedarf können auch eine Computertomografie oder eine Magnetresonanztomografie nötig bzw. sinnvoll sein. So können unsere Expert:innen Ihre Beschwerden besser einordnen und vorhandene Myome kategorisieren.

GANZ AUF SIE ABGESTIMMT: UNSER BEHANDLUNGSANGEBOT

Myom-OP

Mit Hilfe der gesammelten Informationen erarbeiten unsere Expert:innen mit Ihnen ein individuelles Therapiekonzept – denn nicht bei allen Patientinnen ist eine Behandlung notwendig. Sollten Sie allerdings unter anhaltenden Beschwerden wie Blutungsstörungen, Schmerzen, ungewollter Kinderlosigkeit oder einer ungünstigen Myomlage leiden, bieten wir Ihnen alle medikamentösen, minimal-invasiven Verfahren – wie Sonata – und offene operative Verfahren an.

Dabei steht für uns immer der Wunsch unserer Patientinnen im Vordergrund!
 

Wie wird ein Myom behandelt?

Medikamentöse Therapie

Mittels Hormonbehandlung können wir Ihre Regelblutung abschwächen oder die Bildung von Östrogen hemmen – das gelingt vor allem über hormonelle Verhütungsmittel.

Seit einigen Jahren steht mit Esmya (Ulipristalacetat) ein Medikament zur Behandlung von Myomen zur Verfügung. Esmya ist ein Hormonpräparat, das für drei bis sechs Monate eingenommen wird und meist sowohl die Myomgröße reduziert als auch starke Blutungen stoppt.

Sonata-Behandlung

Als erste Hamburger Klinik bieten wir Ihnen dieses schonende Verfahren mit dem Sonata-Gerät an – unsere Expert:innen nennen das transcervikale Radiofrequenzablation mit dem Sonata-System. Auf diese Weise werden Ihre Myhome minimal-invasiv und ganz ohne Skalpell oder Röntgenstrahlen behandelt.

Bei dieser Methode führt Ihre behandelnde Ärzt:in unter Teil- oder Vollnarkose eine schmale Sonde über die Scheide in die Gebärmutter ein. Hier angekommen, gibt die Sonde Ultraschallwellen ab und ermittelt so die Position des Myoms. Jetzt wird der Gewebeknoten mithilfe von Radiofrequenzwellen über die Sonde gezielt erhitzt. Das dauert nur wenige Minuten pro Myom. Auch wenn es mehrere Monate dauert, bis die Myome im Ultraschall nicht mehr darstellbar sind, schrumpfen so behandelte Myome im Laufe der nächsten Regelblutungen so deutlich, dass sie bei den Frauen meist keine Beschwerden mehr verursachen.

Die Therapiezeit mit Sonata ist im Vergleich zu den operativen Therapien deutlich kürzer, blutärmer und umliegendes Gewebe wird dabei nicht verletzt – und Sie erholen sich sehr schnell von dem Eingriff. Anders als andere Verfahren hinterlässt Sonate weder Narben in der Gebärmuttermuskulatur noch führt es zu einer Minderdurchblutung der Gebärmutter. Gerade Patientinnen mit Kinderwunsch können daher von Sonata profitieren. 

Sprechen Sie uns gerne darauf an, ob dieses Verfahren bei Ihnen in Frage kommt.

Myomembolisation

Hierbei handelt es sich um ein gebärmuttererhaltendes Verfahren. Über einen Katheter, der über die rechte oder linke Leistenarterie eingeführt wird, wird mit Hilfe von Kontrastmittel die Gefäßversorgung des Myoms dargestellt. Das myomversorgende Gefäß wird aufgesucht und mit sehr kleinen Partikeln verschlossen. Dadurch wird die Sauerstoffversorgung des Muskelknotens (Myom) unterbrochen und das Gewebe stirbt ab. Über einen Zeitraum von drei bis sechs Monaten nimmt die Größe des Myoms ab und die entsprechenden Beschwerden lassen nach oder verschwinden ganz. Der Eingriff wird von unseren Ärzt:innen aus der Radiologie durchgeführt.

Eine Embolisation wird bei Kinderwunsch nicht empfohlen.

Operative Verfahren

Unsere Expert:innen haben verschiedene Möglichkeiten Ihr Myom operativ zu entfernen – im Vordergrund stehen dabei immer Ihre Wünsche als Patientin:

  • hysteroskopische Entfernung 
    Im Rahmen einer Gebärmutterspiegelung öffnen unsere Gynäkologinnen mittels einer elektrischen Schlinge oder eines Schnitts die Gebärmutterschleimhaut und entfernen das dahinterliegende Myom.
  • Myomenukleation 
    Hierbei handelt es sich um die Entfernung oder Ausschälung von Myomen unter Erhaltung der Gebärmutter –  teilweise ist dann auch die Rekonstruktion der Gebärmutterhöhle notwendig. Diese Verfahren wird in der Regel laparoskopisch durchgeführt, also über kleine Schnitte in Ihrer Bauchdecke.

    Unsere Chirurg:innen öffnen während der OP die Wand der Gebärmutter, entfernen die Myome und rekonstruieren die Gebärmutter. Da die Gebärmutter ein sehr gut durchblutetes Organ ist, kann es hierbei zu einem vermehrten Blutverlust kommen.

    Sollen Sie sich ein Kind wünschen, empfehlen wir Ihnen nach dieser Operation mindestens ein Jahr mit einer Schwangerschaft zu warten. 
  • totale oder supracervikale Hysterektomie
    Während dieser OP entfernen unsere Expert:innen Ihre Gebärmutter vollständig – nur der Gebärmutterhals bleibt erhalten. Die Gebärmutter kann entweder durch die Scheide, per Laparoskopie – also durch kleine Schnitte in der Bauchdecke – oder durch einen Bauchschnitt entfernt werden. 

Myome und Schwangerschaft

Häufig haben Myome in der Schwangerschaft keine Bedeutung. Gelegentlich können sie aber auch schnell wachsen, so dass es manchmal zu Schmerzen und Druckgefühlen kommen kann.

Große Myome können auch ungünstig liegen, so dass eine vaginale Geburt nicht möglich ist. Dann müsste ein Kaiserschnitt gemacht werden. Eine Entfernung von Myomen bei einem Kaiserschnitt ist in den wenigsten Fällen zu empfehlen, da ein deutliches Blutungsrisiko besteht und die Myome nach der Schwangerschaft in der Regel wieder schrumpfen.

Myome können durch ihre Lage den Eintritt einer Schwangerschaft verhindern oder das Austragen über das 1. Drittel der Schwangerschaft hinaus erschweren.

Wird das 2. Drittel der Schwangerschaft erreicht, verläuft die Entwicklung des Kindes in der Regel ungestört.

Weiterhin gut versorgt: Ihre Weiterbehandlung und Nachsorge

Ja nach Behandlung bleiben Sie unterschiedlich lang bei uns in der Klinik – und von der Therapie ist auch Ihre Nachsorge abhängig. Daher besprechen wir mit Ihnen individuell am Tag Ihrer Entlassung, worauf Sie achten müssen. Zudem informieren wir Ihre niedergelassene Gynäkolo:in über die empfohlene Weiterbehandlung.

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