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Eierstockkrebs (Ovarialkarzinom)

Ein Ovarialkarzinom wird oft erst spät erkannt weil es lange Zeit keine oder nur unspezifische Symptome hervorruft. Bei unklaren gynäkologischen Beschwerden, wie Blutungen und Unterbauchschmerzen, die außerhalb der Regel auftreten, sollten Sie einen Gynäkologen aufsuchen. Dort kann eine gynäkologische Untersuchung sowie ein vaginaler Ultraschall Aufschluss über mögliche Erkrankungen geben. Zurzeit gibt es keine spezielle Vorsorgeuntersuchung zur Früherkennung von Eierstockkrebs bei gesunden Frauen ohne Beschwerden.

Die Therapie hängt davon ab, wie weit das Ovarialkarzinom fortgeschritten ist, ob es sich bereits im Bauchraum ausgebreitet hat und ob weitere Organe betroffen sind.

Es wird unterschieden zwischen Tumore, die vom Oberflächenepithel des Eierstocks oder des Eileiters ausgehen (Ovarialkarzinom, häufigste Form), Tumore, die von Keimzellen des Eierstocks (Keimzelltumoren) ihren Ursprung nehmen, sowie jene die vom Eierstockbindegewebe (Keimstrang-Stromatumoren) ausgehen. Ovarialkarzinome mit niedrigem biologischen Potential (Borderline-Tumor) stellen eine Sonderform des Ovarialkarzinoms dar.

Frauen mit der Diagnose Keimzelltumor, Keimstrang-Stromatumor oder Borderline-Tumor haben eine bessere Heilungschance als Frauen mit Ovarialkarzinom und erhalten eine modifizierte chirurgische und medikamentöse Behandlung.

Bestimmte Genveränderungen (Mutationen) erhöhen das Risiko, an Eierstockkrebs zu erkranken: Frauen, die das BRCA-1-Gen tragen, erkranken sehr viel häufiger an Brust- und Eierstockkrebs als Frauen ohne dieses Gen. Eine weitere erbliche Disposition stellt das Gen BRCA-2 dar - das damit verbundene Erkrankungsrisiko für ein Ovarialkarzinom ist aber geringer als bei BRCA-1.

Der erste Schritt: Die richtige Diagnostik

Am Beginn des Diagnoseverfahrens steht eine die körperliche Untersuchung mit Abtasten der inneren Organe und eine vaginale Ultraschall-Untersuchung (Sonografie) durch den Gynäkologen.  Zudem klärt er in einem Gespräch, ob die Patientin möglicherweise familiär vorbelastet ist, also ob Verwandte ersten Grades an Eierstock- und/oder Brustkrebs erkrankt sind.

Zur Konkretisierung einer Diagnose, ist die sicherste bildgebende diagnostische Methode die Ultraschall-Untersuchung. Besteht jedoch ein Verdacht, dass sich der Krebs bereits in Körperbereiche außerhalb des Beckens ausgebreitet hat, kann ein MRT oder eine CT durchgeführt werden.

Eine Blut-Untersuchung gibt Aufschluss über sogenannte Tumormarker im Blut, die bei Eierstockkrebs auftreten können. Dieser Wert ist bei Vorliegen eines Ovarialkarzinoms oft deutlich erhöht, kann aber auch bei anderen Erkrankungen, wie etwa einer Entzündung im Becken, ansteigen. Deshalb reicht dieser Tumormarker alleine nicht aus.

Um ein Ovarialkarzinom eindeutig nachweisen zu können, ist eine Operation notwendig. Das Vorliegen eines Ovarialkarzinoms muss durch eine feingewebliche Untersuchung des entnommenen Tumorgewebes bestätigt werden.

Ganz auf Sie abgestimmt: Unser Behandlungsangebot

Die Behandlung von Eierstockkrebs (Ovarialkarzinom) hängt davon ab, wie weit der Krebs fortgeschritten ist und welche Organe im Körper davon betroffen sind.

Die Operation ist die wichtigste Behandlungsmaßnahme. Ziel dabei ist den Tumor, einschließlich seiner Metastasen in der Bauchhöhle, komplett zu entfernen. Dafür muss der Chirurg – in Abhängigkeit vom Tumorstadium – außer der Gebärmutter und den Eierstöcken zum Teil auch weitere befallene Organe entnehmen. Dazu können zum Beispiel das Bauchfell oder befallene Darmabschnitte gehören.

Üblicherweise schließt sich an die Operation eine Chemotherapie an, um noch vorhandene Krebszellen zu vernichten. Zum Einsatz kommt meist die Kombination eines sogenannten platinhaltigen Zytostatikums mit einem Taxan.

Die Heilungschancen sind bei der Erkennung von Eierstockkrebs in einem frühen Stadium gut.

Weiterhin gut versorgt: Ihre Weiterbehandlung / Nachsorge

Nach der Entlassung, empfehlen wir eine Anschlussheilbehandlung oder eine Kur, um den Erholungs- und Genesungsprozess zu beschleunigen. Dafür gibt es speziell eingerichtete Nachsorgekliniken, in denen man wieder zu Kräften kommen kann und in denen ganz gezielt auf die individuelle Situation eingegangen wird.

Ist die Therapie abgeschlossen, sollte sich die Patientin regelmäßig beim Frauenarzt vorstellen. Die Nachsorgeuntersuchungen finden in den ersten drei Jahren in der Regel alle drei Monate, in den folgenden zwei Jahren alle sechs Monate und danach jährlich statt.

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