Erlebnisbedingte Störungen / Traumafolgestörungen

Im Verlauf unseres Lebens werden wir immer wieder mit belastenden Ereignissen und Situationen konfrontiert. In der Regel gelingt es uns, diese in absehbarer Zeit angemessen zu bewältigen. Manchmal fehlen uns aber die Fähigkeiten, diese schwierigen Situationen, die sowohl im privaten oder beruflichen Bereich vorkommen können, angemessen zu bewältigen. Auch können Ereignisse für einen Menschen so dramatisch oder bedrohlich sein, dass keine Bewältigungsstrategien zur Verfügung stehen. Dann sind seelische Störungen die Folge, die einer psychiatrisch/psychotherapeutischen Behandlung bedürfen. Auch für diese Störungsbilder bieten wir Ihnen kompetente therapeutische Hilfen an.

Für diese erlebnisbedingten Störungsbilder bieten wir Ihnen Hilfe an:

  • Angsterkrankungen
  • Zwangsstörungen
  • Somatoforme Störungen
  • Anpassungsstörungen
  • Akute traumatische Reaktionen
  • Posttraumatische Belastungsstörungen
  • Dissoziative – und konversionsneurotische Störungen

Der erste Schritt: Die richtige Diagnostik

Vielleicht hat Sie Ihr Hausarzt zu uns geschickt, weil er hinter Ihren Symptomen eine psychische Erkrankung vermutet? Möglicherweise haben Sie selbst festgestellt, dass Sie unter seelischen Beschwerden leiden und wollen sich untersuchen lassen?

Wir wissen, dass Sie sich in Ihrer Situation viele Gedanken machen und dass es Ihnen möglicherweise unangenehm ist, über Ihre Erkrankung zu sprechen. Deshalb nehmen wir uns gerade beim ersten Gespräch viel Zeit, um mit Ihnen über Ihre Beschwerden zu reden.

Dabei versuchen wir gemeinsam mit Ihnen, die seelische Störung so exakt wie möglich zu beschreiben und die Krankengeschichte (Anamnese) zu erarbeiten. Wenn Sie möchten, können Sie sich auch von einem Angehörigen begleiten lassen – Menschen, die Ihnen nahestehen, haben Sie im Alltag beobachtet und geben uns wertvolle Hinweise für eine profunde Diagnose.

Gleichzeitig führen wir mehrere körperliche Untersuchungen durch: u.a. Bluttests, Elektrokardiogrammm, Elektroenzephalogramm, sogenannte bildgebende Verfahren wie CT oder MRT. So schließen wir aus, dass die seelischen Beschwerden keine körperliche Erkrankung als Ursache haben, die anders behandelt werden müsste.

Testpsychologische Untersuchungen ergänzen die Diagnostik.

Typische Symptome erlebnisbedingter Störungen können u. a. sein:

  • Niedergedrückte und verzweifelte Stimmung
  • Heftige Ängste in normalen Alltagssituationen
  • Verschiedene, zum Teil wechselnde körperliche Beschwerden, die große Sorgen und Ängste auslösen
  • Wiedererinnern traumatischer Erlebnisse
  • Vermeiden des Wiedererinnerns
  • Allgemeine erhöhte Erregung und Schreckhaftigkeit
  • Schlafstörungen mit Alpträumen
  • Starke Erschöpfung, Antriebsmangel
  • Verlust der Lebensfreude
  • Ohnmachts- und Hilflosigkeitsgefühle
  • Schmerzen, Appetitstörungen
  • Selbstzweifel und Verlust des Selbstwertgefühls
  • Zwangshandlungen
  • Sozialer Rückzug

Ganz auf Sie abgestimmt: Unser Behandlungsangebot

Ganz allgemein gilt auch hier: Je früher die Behandlung beginnt, desto größer sind die Heilungschancen.

Ziel unseres ganz auf Sie zugeschnittenen Behandlungsangebotes ist, akute Beschwerden und Symptome zu lindern, Sie über die Erkrankung zu informieren und bei Ihnen Verständnis für die Symptomatik, das Erkrankungsbild und die notwendigen therapeutischen Schritte zu entwickeln.

Dabei finden folgende Verfahren Anwendung:

  • Psychoedukation
  • Therapeutische Einzelgespräche
  • Angstbewältigungsgruppe
  • Imaginative Stabilisierungsverfahren (sicherer innerer Ort)
  • Pharmakotherapie
  • Entspannungsverfahren
  • Ergotherapie
  • Achtsamkeitstraining
  • Soziales Kompetenztraining
  • Sozialtherapeutische Beratung und Unterstützung

Auch vermitteln wir bei entsprechender Indikation störungsspezifische psychotherapeutische Angebote.

 

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