Spezialisierte Pflege in unserer Klinik

Spezialisierte Pflegekräfte für Schmerzpatienten (Pain-Nurses)

Um Patienten nach operativen Eingriffen, chronischen Krankheiten oder bei nicht mehr heilbaren Erkrankungen auf der Palliativstation angemessen versorgen zu können, ist eine professionelle Schmerztherapie sehr wichtig. Um dies zu gewährleisten bietet Ihnen unsere Abteilung für Anästhesie eine Schmerztherapie an. Wichtiger Bestandteil des professionellen Schmerzmanagements sind die Pain-Nurses: Speziell weitergebildete Pflegekräfte, die Schmerzpatienten betreuen.

Zu den Aufgaben unserer Pain-Nurses gehört es unter anderem, Konzepte zur planmäßigen Durchführung der Schmerztherapie zu erarbeiten und umzusetzen. Hierfür arbeiten sie eng mit den ärztlichen Mitarbeitern der Anästhesie zusammen. Um die Patienten, die unter akuten oder chronischen Schmerzzuständen leiden, professionell betreuen zu können, führen die Pain-Nurses täglich Visiten auf den Stationen durch.

Ein wichtiger Bestandteil ist dabei die so genannte Patientenedukation: Die Pain-Nurses schulen insbesondere Patienten mit pumpen- und katheter-gestützten Schmerztherapieverfahren, beraten zum richtigen Umgang mit Schmerzmedikamenten und informieren auch über nicht-medikamentöse Maßnahmen zur Linderung von Schmerzen.

Eine weitere Aufgabe der Pain-Nurses besteht darin, regelmäßige Fortbildungen für Pflegekräfte zu organisieren. Die Ausbildung zur Pain-Nurse wird im Bildungszentrum für Gesundheitsberufe (BZG) der Asklepios Hamburg angeboten.

Spezialisierte Pflegekräfte für Parkinsonpatienten (Parkinson-Nurses)

Morbus Parkinson ist eine komplexe Erkrankung und stellt besonders in der Spätphase eine große Herausforderung in der therapeutischen Versorgung dar. Um Parkinsonpatienten nach aktuellen medizinischen und pflegerischen Standards behandeln zu können, hat unser Haus weitergebildete Pflegekräfte zur Parkinson-Nurse. Die Weiterbildung richtet sich nach der Deutsche Parkinson-Gesellschaft und ihrem Ausbildungskonzept für Parkinson-Nurses in Deutschland.

Parkinson-Nurses arbeiten sowohl im Bereich der Patientenversorgung als auch in der Betreuung klinischer Studien. Besondere Schwerpunkte der Parkinson-Nurses liegen in der Betreuung von Patienten mit tiefen Hirnstimulatoren oder Medikamentenpumpen, in der Demenzpflege, der sozialmedizinischen Beratung und in der psychologischen Betreuung von Patienten und deren Angehörigen. Die Parkinson-Nurse ist befähigt, selbständig und vermittelnd an den Schnittstellen von Patienten, Angehörigen, sozialen Hilfsdiensten, Kliniken und niedergelassenen Ärzten tätig zu werden. Wo erforderlich (z. B. Kontrolle oder Einstellung der tiefen Hirnstimulation und Medikamentenpumpen) unterstützt die Parkinson-Nurse den Arzt bei der technischen Durchführung und Therapieoptimierung.

Spezialisierte Pflegekräfte für Patienten mit chronischen Wunden

Chronische oder schlecht heilende Wunden wie z. B. Ulcera können die Lebensqualität der betroffenen Patienten durch Schmerzen, Einschränkungen der Mobilität oder Geruchsbildung erheblich einschränken. Eine sachgerechte Beurteilung, Dokumentation und Beratung sowie eine moderne, phasengerechte Wundversorgung durch unsere zertifizierten Wundexperten und in Zusammenarbeit mit den Ärzten, trägt dazu bei die Heilung solcher Wunden zu fördern.

Spezialisierte Pflegekräfte für inkontinente Patienten (Inkontinenzberatung)

Harn-/ Stuhlinkontinenz ist ein tabuisiertes Thema mit einem hohen Leidensdruck bei Betroffenen und deren Angehörigen. Daher benötigen Betroffene im Alltag Unterstützung durch ausgebildete Fachpflegekräfte  der Inkontinenzversorgung.

Die Arbeitsgrundlage nach dem unsere fachweitergebildeten Pflegekräfte arbeiten, ist der verbindlichen Expertenstandard in der Pflege zur Förderung der Harnkontinenz. Um für unsere Patienten die bestmögliche Therapie zu erzielen sind unsere Pflegekräfte ein zentrales Bindeglied zwischen medizinischer und therapeutischer Versorgung.

Die Hauptaufgaben dieser spezialisierten Pflegekräfte sind die Begleitung und die Beratung von Patienten sowie deren Angehörigen. Des Weiteren gehört die Weitergabe von Informationen, Schulung über das sachgerechte Anwenden der Inkontinenzhilfsmittel und Mithilfe bei der Inkontinenzanalyse auch zu den Aufgaben. Mit Hilfe dieser pflegerischen Leistungen verbessern sich die Versorgungsqualität sowie das Selbstmanagement der Betroffenen.

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