Psychologie

Klinische Neuropsychologie & Psychotherapie

Die Neuropsychologie befasst sich mit Veränderungen des Denkens, des Handelns und des Erlebens nach Hirnschädigungen. Eine hirnorganische Erkrankung, zum Beispiel ein Schlaganfall, eine Schädel-Hirn-Verletzung oder ein Hirntumor, kann folgende kognitive Beeinträchtigungen nach sich ziehen:

  • Aufmerksamkeits- und Konzentrationsstörungen
  • Gedächtnisstörungen
  • visuelle Wahrnehmungsstörungen
  • räumlich-kognitive Störungen
  • Störungen des problemlösenden Denkens und der Handlungsplanung
  • Zahlenverarbeitungs- und Rechenstörungen

    Darüber hinaus können die körperlichen und kognitiven Beeinträchtigungen im Rahmen der Krankheitsverarbeitung zu Anpassungsstörungen und emotional-affektiven Veränderungen wie Depression und Angst führen.

Unsere Aufgaben

Aufgabe der klinischen Neuropsychologie ist die diagnostische Erfassung und Therapie dieser Störungen mit dem Ziel, für den Rehabilitanden wieder eine größtmögliche Teilhabe am gesellschaftlichen und beruflichen Leben zu erreichen.
 

Diagnostik

Als diagnostische Instrumente werden eine Vielzahl standardisierter und wissenschaftlich geprüfter Testverfahren, auch computergestützt, eingesetzt. Bei Rehabilitanden, die sich im Beruf oder in der Ausbildung befinden, können wir einen mehrstündigen Belastungstest vornehmen.

 

Therapieformen

Die neuropsychologische Therapie erfolgt in Einzel- oder Gruppentherapie. Sie dient der Verbesserung kognitiver und sozialer Fertigkeiten und dem Erwerb von Kompensationsstrategien. Bei der Therapie kommen neben klassischen Verfahren auch computergestützte

Therapieprogramme wie zum Beispiel RehaCom, Cogpack, das NOVAVISION-Gesichtsfeldtraining sowie musikunterstützte Therapie zur Anwendung.

Darüber hinaus gehören auch klinisch-psychologische Diagnostik, Psychotherapie, Entspannungstraining, Vorträge zu Stressbewältigung und Krankheitsverarbeitung, Angehörigenberatung sowie die Vermittlung einer ambulanten Weiterbehandlung zu den Aufgaben unserer Abteilung.

Spezielle Therapiemöglichkeiten

Musiktherapie

Therapie am Klavier

Die musikunterstützte Therapie ist eine aktive Musiktherapie. Das heißt, die Patienten üben drei Wochen lang täglich 20 Minuten. In unserer Klinik wird als Therapieinstrument das Klavier eingesetzt.

Die Wirkung ist komplexer Art, da das Gehirn auf sensorischer (die Reizwahrnehmung betreffender) Ebene, motorisch (den Bewegungsablauf betreffend), perzeptiv-kognitiv (die flüchtige Wahrnehmung und das Erkennen betreffend) sowie auf emotionaler Ebene stimuliert wird.

Auf der motorischen Ebene kommt es zu einer deutlichen Verbesserung der Feinmotorik und Tiefensensibilität und zur Reduktion eines spastisch erhöhten Muskeltonus (Spannungszustand der Muskeln). Gleichzeitig werden Kraft und Ausdauer gefördert.

Weiterführende Informationen

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