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Kavernome

Kavernome sind sehr langsam von Blut durchflossene und häufig sehr dünnwandige Gefäßfehlbildungen, die von Gehirn- bzw. Rückenmarksgewebe umgeben sind. Dabei fließen sehr kleine Arterien in das kavernöse Gefäßgebilde hinein und ebenfalls sehr kleine Venen aus diesem Gefäßknäuel hinaus. Meist haben Kavernome einen Durchmesser von weniger als 1 cm. Kavernome können sich im Laufe der Zeit entwickeln und werden meistens als Zufallsbefund entdeckt.

Je nach Lokalisation können sie bestimme Symptome auslösen. Bedingt durch ihre brüchige dünne Wand können sie in das Nervengewebe hineinbluten und somit akute Symptome verursachen. Insbesondere im Hirnstamm können schwerwiegende Symptome bei Kavernomeinblutung auftreten. Die internationale Literatur geht von 0,25 bis 0,7 % Blutungsrisiko pro Jahr für einen Kavernompatienten aus. Familiäre Anhäufungen sowie multiples Vorkommen sind beschrieben.

Mit Hilfe moderner Bildgebung, hier insbesondere der Kernspintomographie, lassen sich Kavernome zuverlässig und präzise diagnostizieren. Anhand recht typischer Charakteristiken kann ein Kavernom mit hoher Wahrscheinlichkeit als solches auf diesen Bildern identifiziert werden. Auch zur direkten Vorbereitung einer möglichen Operation ist die Kernspintomographie erforderlich, da diese Bilddaten nicht nur der sorgfältigen Eingriffsplanung dient, sondern auch während der Operation selbst zur exakten Auffindung des Kavernoms mittels sog. Neuronavigation herangezogen werden kann.

Kavernome können bisher ausschließlich durch eine Operation behandelt werden. Es ist weder möglich, sie über einen Katheter durch die Gefäße zu verschließen (Embolisation), noch ist eine Strahlentherapie der Cavernome sinnvoll. Unten finden Sie einen Hinweis auf Kavernombilder und einige typische Fallbeispiele.

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