Das Syndrom der Guyon-Loge

In der Guyon Loge an der Beugseite des Handgelenkes kommt es zu einer Druckschädigung des Ellennervs (Nervus ulnaris). Der Boden der Guyon Loge wird von einem derben Band sowie einem Handwurzelknochen und ihr Dach von einer Sehnenplatte gebildet. Die Erkrankung beginnt meist mit einer langsam zunehmenden Schwäche des Ring- und Kleinfingers sowie des Daumen, im fortgeschrittenen Stadium kann sich eine typische „Krallhand“ ausbilden. Empfindungsstörungen treten selten auf.

Operativ wird der Nerv in örtlicher Betäubung im Handgelenksbereich freigelegt, einengende Strukturen werden entfernt. Der Eingriff kann ambulant durchgeführt werden, die Fäden werden nach 10-12 Tagen entfernt.

Komplikationen wie Nervenschäden, Nachblutung oder Wundinfektionen treten sehr selten auf.

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