Die Behandlung von Patienten nach entzündlichen Erkrankungen im Rahmen der Neurologischen Frührehabilitation

Häufigkeit und Schweregrad von entzündlichen Erkrankungen sind erfreulicherweise auf dem Rückzug. Doch auch wenn bakterielle Hirnhautentzündungen, einst stark gefürchtete Erkrankungen im Kindes- und Erwachsenenalter, deutlich seltener geworden sind – vor viralen Hirnleiden wie der Herpes-simplex-Enzephalitis ist die Bevölkerung heutzutage leider nach wie vor nicht gefeit. Typisch an dieser Erkrankung, die wie ein banaler Schnupfen anfängt, sind regelmäßige gravierende Ausfälle im Bereich des Sprachzentrums. Zwar ist es heute möglich, die Erkrankung mit sogenannten Virostatika (virenhemmenden Arzneimitteln) zu behandeln. Doch bei dieser Erkrankung zählt jede Minute. Unter Umständen können Patienten schwere Veränderungen des Bewusstseins aufweisen.

Eine Rehabilitation sollte in solchen Fällen beginnen, sobald die Akutphase der Erkrankung (die virostatische Behandlung) zu Ende gegangen ist. Patienten, die noch am Respirator (Beatmungsgerät) behandelt werden, können wir direkt auf unsere Weaning-Einheit übernehmen, die der Entwöhnung von maschineller Atemunterstützung dient. Komplizierend kommen gelegentlich Krampfanfälle dazu, die einer antiepileptischen Therapie und eventuell einer Elektroenzephalografie (EEG) bedürfen, bei der wie den Hirnaktionsströme-Verlauf aufzeichnen.

Der Weg zurück in ein normales Leben kann langwierig sein. Und so viel die moderne Medizin heutzutage auch zu leisten vermag – manchen Patienten bleibt ein Gesundheitszustand wie vor ihrer Erkrankung leider nicht vergönnt. Umso wichtiger ist es, ein möglichst selbstbestimmtes Leben für unsere Patienten mit Unterstützung der Angehörigen zu ermöglichen. Seien Sie gewiss, dass wir stets unser Bestmögliches tun, um Ihnen und Ihrer Familie zu helfen.

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