Darmzentrum Weißenfels erneut zertifiziert: Entscheidend sind klare Abläufe in der Krebsbehandlung“
Das Darmzentrum der Asklepios Klinik Weißenfels ist zum wiederholten Mal von der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) zertifiziert worden. Für die Klinik ist das eine Bestätigung ihrer Arbeit. Für Patientinnen und Patienten in der Region bedeutet es vor allem eins: Sie erhalten in der Klinik von der Diagnose bis zur Nachsorge eine strukturierte und abgestimmte Behandlung. Das ist inbesondere bei der Behandlung von Darmkrebs entscheidend.
Darmkrebs gehört in Deutschland weiterhin zu den häufigsten Krebserkrankungen. Jährlich erkranken bis zu 60 000 Menschen neu, etwa 25 000 sterben an den Folgen der Erkrankung. Trotz Fortschritten in der Vorsorge und Therapie ist Darmkrebs damit nach Lungenkrebs die zweithäufigste krebsbedingte Todesursache. Wichtig für den Behandlungserfolg ist, wie früh die Erkrankung erkannt wird und wie gut die einzelnen Behandlungsschritte aufeinander abgestimmt sind.
Genau hier setzt die Arbeit zertifizierter Zentren an. Sie müssen nachweisen, dass Diagnostik, Therapie und Nachsorge klar organisiert sind. Dies wird regelmäßig überprüft.. „Entscheidend sind klare Abläufe in der Krebsbehandlung“, sagt Dr. med. Ralf-Michael Wilke, Chefarzt der Klinik für Allgemein-, Viszeralchirurgie und Robotische Chirurgie. „Nur wenn alle Schritte ineinandergreifen, können wir verlässlich und ohne Verzögerungen behandeln.“
Im Darmzentrum Weißenfels werden jährlich rund 100 Patientinnen und Patienten mit Darmkrebs behandelt. Alle Fälle werden interdisziplinär besprochen. Fachbereiche wie Gastroenterologie, Chirurgie und Onkologie stimmen sich regelmäßig ab und legen gemeinsam fest, welche Therapie im individuellen Fall am sinnvollsten ist. Auch begleitende Behandlungen und die Nachsorge werden frühzeitig mitgedacht und koordiniert.
Schonendere Eingriffe und enge Begleitung
Ein Schwerpunkt des Zentrums liegt auf möglichst schonenden Operationsverfahren. Wo es medizinisch sinnvoll ist, werden Eingriffe minimal-invasiv oder robotergestützt mit dem Da-Vinci-System durchgeführt. Diese Verfahren ermöglichen häufig kleinere Schnitte, eine geringere körperliche Belastung und eine schnellere Erholung nach dem Eingriff. Allein 2025 wurden an der Asklepios Klinik Weißenfels über 30 Darmkrebs-Patienten mit dem Da-Vinci-System operiert.
Gleichzeitig geht es nicht nur um die Operation selbst, sondern um den gesamten Behandlungsverlauf. Von der ersten Diagnose über die Therapie bis zur Nachsorge werden Erkrankte eng begleitet. Die Abstimmung zwischen den beteiligten Fachbereichen sorgt dafür, dass Untersuchungsergebnisse schnell vorliegen und Therapieentscheidungen ohne unnötige Verzögerungen getroffen werden können. „Gerade nach der Diagnose Darmkrebs ist die Verunsicherung groß“, sagt Dr. med. Tobias Marcy, leitender Oberarzt und Zentrumsoperateur am Asklepios Klinikum Weißenfels. „Umso wichtiger ist es, dass Betroffene einen klar strukturierten Behandlungsplan haben und wissen, an wen sie sich jederzeit wenden können.“
Verlässliche Versorgung für die Region
Das Darmzentrum ist seit 2007 durchgehend zertifiziert. In dieser Zeit wurden Strukturen und Abläufe kontinuierlich weiterentwickelt. Dazu gehört auch die gebündelte Versorgung auf einer spezialisierten Station sowie die engere Zusammenarbeit der beteiligten Fachbereiche.
„Für Patientinnen und Patienten in Weißenfels und Umgebung ist entscheidend, dass sie eine wohnortnahe Behandlung bekommen und sich auf klare Abläufe verlassen können“, sagt Patrick Hilbrenner, Regionalgeschäftsführer der Asklepios Kliniken. „Genau das schaffen wir mit unserem Darmzentrum – und genau das bestätigt die erneute Zertifizierung.“