Jubiläum der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie an der Asklepios Klinik Lich

Lich… Am 1. Juli 2012 wurde an der Asklepios Klinik in Lich eine neue eigenständig Abteilung ins Leben gerufen: Die Klinik für Unfallchirurgie, Orthopädie, Wirbelsäulen- und Kindertraumatologie. Bis dahin hatte es eine große chirurgische Abteilung gegeben, die ein breites Spektrum chirurgischer Therapiemöglichkeiten für die Patienten anbieten konnte. Mit dem Chefarztwechsel zur Jahresmitte 2012 hielt dann eine Spezialisierung und Differenzierung der chirurgischen Fächer Einzug.

Symposium CHIU
Geschäftsführer Uwe List und Chefarzt PD Dr. med. Ralf Kraus

Aus diesem Anlass hatten Chefarzt Privatdozent Dr. Ralf Kraus und sein Team zu einer Fortbildungsveranstaltung in das Landhaus Klosterwald in Lich-Arnsburg eingeladen. Bei herrlichem Wetter fanden über 90 Zuhörer den Weg in den Vortragssaal. „Sogar die Sonne belohnt uns für unsere Arbeit!“, freute sich Kraus. Nach einer kurzen Einführung durch Uwe List, den Geschäftsführer der Klinik drehten sich 5 hochkarätige, medizinische Vorträge um die Themen Sportverletzungen und Sportmedizin. Oberärztin Dr. Nicole Laurich berichtete über Sportunfälle bei Kindern und Jugendlichen. Sie betonte, dass die Verletzungsmuster des noch wachsenden Bewegungsapparates sich deutlich von denen erwachsener Sportler unterscheiden. Zahlreiche interessante Fallbeispiele ergänzten den Vortrag. Dr. Hermann Lieser, Leiter der Sektion Endoprothetik der Klinik, referierte über die Sportmöglichkeiten nach Implantation von Hüft- und Kniegelenksendoprothese. „Grundsätzlich ist sportliche Betätigung natürlich auch nach einer solchen Operation erwünscht“, sagte Lieser. Dennoch sollten einige Sportarten, die mit Erschütterungen einhergehen, vermieden werden, um nicht der vorzeitigen Lockerung der Implantate Vorschub zu leisten. Spektakuläre Bilder zeigte Dr. Wolfgang Leutheuser, u.a. Mannschaftsarzt der Bundesliga Basketballmannschaft der Gießen 46ers, zu den Verletzungen von Profisportlern am Sprunggelenk. „Die Therapiekonzepte von Berufssportlern sind für Otto Normalverbraucher nicht geeignet. Wir wären gar nicht in der Lage, ein solches Trainingsprogramm zu absolvieren“, so Leutheuser.

Der leitende Oberarzt Andreas Klein hielt seinen Vortrag über den Klassiker unter den Sportverletzungen: Den Kreuzbandriss. Klein stellte das an den modernsten wissenschaftlichen Erkenntnissen orientierte Therapiekonzept der Klinik vor. Klein: „Während der Operation wird das zerrissene Band nur äußerst sparsam entfernt, um feinste Nervenenden zu schonen, die für die Funktion extrem wichtig sind.“ Dann erfolgt der Ersatz durch körpereigene Sehnen. Prof. Olaf Kilian aus Erfurt berichtete dann über die wichtigsten akuten und chronischen Sportverletzungen des Schultergelenkes, ihre Therapiemöglichkeiten und minimal invasive Operationsmethoden. „Wir sind in der Rekonstruktion der sogenannten Rotatorenmanschette inzwischen soweit, dass auch bei älteren Patienten eine operative Wiederherstellung erfolgversprechend ist“, sagte Kilian.

Ein Höhepunkt des Abends war der Impulsvortrag von Norman Bücher, einem Extremsportler, der über seine Lauferfahrungen berichtete. Unterstützt von einer bildgewaltigen Video Projektion erzählte Bücher von den besonderen Ultra-Marathon Herausforderungen, denen er sich schon gestellt hat. Darunter sind der Treppenmarathon in Radebeul bei Dresden, bei dem eine Freilufttreppe 100 mal nach oben gelaufen werden muss, bis insgesamt die Höhe des Mount Everest mit 8848 m erreicht ist. Ein weiteres Highlight war sein Lauf quer durch die australische Wüste zum Ayers Rock, bei denen er 15 Tage lang täglich zwei Mal die Marathonstrecke, also täglich über 80 km zurückgelegt hat. Bücher schlug immer wieder die Brücke von den Zielsetzungen, den Erfolgen aber auch den Rückschlägen, die er in seinem Sport erlebt hat, zum Berufsleben der Zuhörer. Er riet immer wieder dazu, Ziele und Motivation zu überprüfen, um höchste Leistung erbringen zu können.

Nach den Vorträgen fanden sich Referenten und Zuhörer bei einem Imbiss noch zu interessanten und guten Gesprächen zusammen. „Diese Jubiläumsveranstaltung ist vor allem ein großer Dank an das engagierte Team der Klinik, ohne das die ersten 5 Jahre nicht so erfolgreich gewesen wären“, so Kraus. „Das Team hat es geschafft, Patienten, Angehörige und ärztliche Kollegen von der Leistungsfähigkeit der Abteilung zu überzeugen. Allerdings kann man sich nie auf dem schon geschafften ausruhen, sondern muss vielmehr die Blick in die Zukunft richten und weiter zum Wohle unserer Patienten am Ball bleiben.“

Kontakt

Patricia Rembowski
Projektkoordination und Personalentwicklung
Asklepios Klinik Lich GmbH
Goethestraße 4
35423 Lich
Tel.: 06404 / 81-790
Email: p.rembowski@asklepios.com

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