Brustschmerzeinheit an der Asklepios Klinik Lich feiert 1-jähriges Bestehen

Lich… Die Chest-Pain-Unit (CPU) an der Asklepios Klinik Lich besteht seit bereits einem Jahr und konnte in dieser Zeit eine noch bessere Versorgung von Notfallpatient:innen mit akuten Brustschmerzen bieten.

Bei der sogenannten Chest-Pain-Unit (CPU) handelt es sich um eine Spezialstation zur Diagnostik und Primärtherapie für Patient:innen mit akuten Brustschmerzen. Ziel ist das frühzeitige Erkennen und Behandeln von Herzinfarkten und der Differentialdiagnosen bei Patient:innen, die nicht immer die typischen Warnzeichen angeben.

 

Räumlich ist die CPU der Asklepios Klinik Lich in der Nähe zur zentralen Notaufnahme, der Intensivstation und dem Herzkatheterlabor angegliedert.

 

Das hochmoderne Herzkatheterlabor steht rund um die Uhr für die Behandlung von kardiologischen Notfällen zur Verfügung und verbessert damit seit nunmehr 3 Jahren die kardiologische Versorgung rund um Lich. Die ärztlichen Leiter Prof. Dr. med. Holger Nef und Dr. med. Matthias Bayer, die beide mit ihrem Team umfangreiche Expertise auf dem Gebiet der interventionellen Kardiologie mitbringen, haben das Herzkatheterlabor sowie die CPU in der Licher Klinik etabliert.

 

„Mit der Schaffung der zusätzlichen Versorgungsstruktur haben wir unsere Verfügbarkeit für kardiale Patienten deutlich erhöht und wir sehen durch die sehr positiven Zuweisungszahlen, dass unser Angebot gerne wahrgenommen wird“ erläutert Dr. Matthias Bayer. Denn durch die bestehende interdisziplinäre Zusammenarbeit der Klinik mit den zuweisenden niedergelassenen Ärzt:innen, können kardiologische Notfälle unverzüglich versorgt und auch die Wege zur benötigten Diagnostik für die Patient:innen verkürzt werden.

 

Auch der Geschäftsführer der Asklepios Klinik Lich Martin Pfeiffer ist vom Konzept der CPU überzeugt: „Es zeigt sich, dass der Bedarf in der Region vorhanden und die Ausweitung der Versorgung ein echter Erfolg ist.“

„Mit der Erweiterung des Herzkatheterlabors und der Kardiologie um die neue Chest-Pain-Unit im vergangenen Jahr stehen wir mit einem speziell geschulten Team aus Ärzt:innen und Pflege noch leichter und niederschwelliger zur Verfügung“, fasst Dr. Bayer zusammen.

 

 

Information Myokardinfarkt / Herzkatheterlabor


Der Myokardinfarkt (Herzinfarkt) ist eine der Haupttodesursachen in den Industrienationen. Durch einen akuten Verschluss einer (oder mehrerer) Herzkranzgefäße (Koronararterien) kommt es infolge einer
Sauerstoffminderversorgung zum Untergang von Herzmuskelgewebe.

Klinische Zeichen des Myokardinfarktes sind typischerweise ein Engegefühl im Brustkorb (Angina pectoris) und/oder Luftnot. Die meist plötzlich auftretenden Beschwerden können in die Schultern, Arme, Unterkiefer oder Oberbauch ausstrahlen. Während die meisten Patienten von einem „massiven Vernichtungsschmerz“ berichten, kann der Myokardinfarkt jedoch auch mit geringen Beschwerden einhergehen
(ca. 25 % aller Herzinfarkte).

Noch immer versterben in Deutschland zu viele Patienten an einem Herzinfarkt. So erleiden pro Jahr ca. 300.000 Patienten einen Herzinfarkt. Wegen fehlender Früherkennung der Symptomatik und verzögerter Vorstellung in einem kardiologischen Zentrum verläuft jeder dritte Herzinfarkt tödlich.

Jede Minute zählt! Bei Verdacht auf einen Herzinfarkt muss ein sofortiger Notruf über die 112 erfolgen.

Jede Zeitverzögerung nach einem Herzinfarkt beeinflusst entscheidend den Ausgang und die Prognose der Erkrankung. Um den risikoreichen Wettlauf mit der Zeit für sich zu entscheiden ist eine umgehende, fachkompetente medizinische Versorgung von allerhöchster Dringlichkeit. Hier zu gehört die Erkennung und die Differenzierung der Schmerzsymptomatik, die nicht immer typisch und nicht bei jedem Menschen gleich verläuft.

Die weiterführende Behandlung findet im Herzkatheterlabor, der Intensivstation oder der kardiologischen Normalstation incl. Monitorüberwachung statt.

In einem Herzkatheterlabor werden im Rahmen einer Linksherzkatheteruntersuchung meist über die Schlagader am Handgelenk ein dünner, biegsamer Kunststoffschlauch (Katheter) bis zum Herzen vorgeschoben und eine Darstellung mit Kontrastmittel im Röntgen durchgeführt.

 

 

Kontakt:

Patricia Rembowski

Projektkoordination und Personalentwicklung

Asklepios Klinik Lich GmbH

Goethestraße 4

35423 Lich

Tel.: 06404 / 81-790

Email: p.rembowski@asklepios.com

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