Berühmter Arzt berichtete auf Asklepios-Einladung über Armen-Klinik – Lions Club spendete 1000 Euro
Es ist ein Beitrag, der aus dem Landkreis Goslar in die Welt hinausgeht: Der Lions Club Bad Harzburg spendete 1000 Euro für das größte private Medizin-Projekt Deutschlands, das durch Bürgerengagement initiiert und durch Geld- und Sach-spenden in Millionenhöhe finanziert wurde. Jetzt wurde die Lions-Spende symbo-lisch übergeben. Hintergrund: Der deutsche Chirurg Dr. med. Klaus-Dieter John, 65, der vor gut 19 Jahren ein Missions-Krankenhaus für Arme im Süden Perus grün-dete, damit weltweit Schlagzeilen machte, hatte im Oktober 2024 im Landkreis Go-slar im Kreishaus darüber berichtet – es ist eine Abenteuergeschichte voller Hürden, Tiefs, aber auch Hochs. Die Asklepios Harzkliniken luden Dr. John damals zum Vor-trag in Goslar und in die Klinik zum Gespräch mit Chefärzt:innen ein, die Vor-tragsveranstaltung war in Kooperation mit Harzer Lions Clubs und dem Landkreis Goslar.
Die Asklepios Harzkliniken hatten den deutschen Chirurgen Dr. Klaus-Dieter John einst zum Vortrag eingeladen, in Kooperation mit Harzer Lions Clubs und dem Landkreis Goslar
Der stellvertretende Landrat Stefan Scheele begrüßte den Ehrengast damals offiziell. Die Harzer Lions-Serviceclubs organisierten anlässlich des Besuchs eine Spendenaktion. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier verlieh dem Ehepaar Dr. John einst das Bundesverdienstkreuz am Bande, auch andere Staatsmänner wie die peruanischen Präsidenten empfingen das Arzt-Ehepaar im Laufe der Jahre.
In spannenden Anekdoten berichtete Dr. John, wie er vor Jahren auf die Idee kam, aus dem Nichts eine Mega-Klinik in Südamerika zu schaffen. Es war zugleich sein Lebenstraum und eine „Liebesgeschichte“. Denn: Mit seiner späteren Frau Martina, die er schon mit 17 kennenlernte, war er einst als Rucksacktourist dort. „Wir wollten beide Medizin studieren und in der Dritten Welt etwas bewegen.“ Nach dem Studium: Zunächst gingen der Chirurg und seine Frau, eine Kinderärztin, nach Ecuador. Dort arbeiten sie in einem Krankenhaus, lernten die Nöte der Bevölkerung kennen. 2003 zogen sie mit ihren inzwischen drei Kindern nach Peru. Dort wurde die Idee konkret: ihre Vision, ein Hospital für Arme zu schaffen, inmitten von Feldern im Hochland Perus, der ursprünglichen Heimat der Quechua-Indianer, der Nachfahren der Inkas, knapp 1000 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Lima. Sie kauften dort ein kleines Grundstück. Für seine Idee warb er um Spenden, mit „Freundeskreisen“, Fördermitgliedern, durch Mundpropaganda kam immer mehr Geld zusammen – ein Projekt, das nach und nach wuchs. „Wir haben das Projekt in Deutschland vorgestellt und gedacht, das wird nie etwas“, erinnert sich Dr. John. Der deutsche Trägerverein Diospi Suyana wurde in Tabarz (Thüringen) gegründet. Dr. John reiste, sammelte, hielt Vorträge. Pfadfinder verkauften Altpapier. Geworben wurde auf Geburtstagen, Hochzeiten, Basaren – Dr. John klopfte bei Vorstandstüren kleiner und großer Firmen an, weltweit, eine Ochsentour, mit Erfolg. Der Glaube beflügelte den Visionär. Er berichtete am Abend von Episoden wie diesen: Wie er zufällig in einem kleinen Elektrogeschäft in Lima beim Einkauf den Vorstandschef eines Telefonanbieters traf – man kam ins Gespräch über das Klinikprojekt, und der CEO, begeistert davon, spendierte dem Hospital mal eben eine Satellitentelefon-Anlage für 400.000 Euro. Es gab in der Bauzeit indes auch viele Hindernisse; bisweilen fehlte Baumaterial, „man wusste manchmal nicht, ob am nächsten Tag noch genug Geld da sein wird.“ Die Johns gaben nicht auf. „Der Glaube war stärker“, sagt Klaus-Dieter John lächelnd, ein überzeugter Christ. 2006 hatte die Ehefrau des damaligen peruanischen Präsidenten, Pila Nores de Garcia, offiziell die Schirmherrschaft über das Hospital. „Seitdem lief alles noch besser und schneller.“ Patienten müssen sich, je nachdem, wie viel sie zahlen können, an der Behandlung beteiligen, für umgerechnet ca. 1 Euro. „Aber natürlich wird niemand abgewiesen, wenn er nichts hat“, sagt Klaus-Dieter John. 2007 wurde das Hospital eröffnet. „Wir waren überglücklich, ein unbeschreiblicher Moment.“
„Beeindruckend, von dem besonderen Engagement eines deutschen Arztes im Ausland, das im Gesundheitswesen einzigartig ist, kann man viel lernen, daher wollten wir das Projekt gerne aus unserer Region mit unterstützen“, sagt Dominik Werner, Unternehmer und früherer Präsident des Lions Clubs Bad Harzburg. „Es war spannend, davon mehr aus erster Hand zu erfahren.“
„Es ist ein eindrucksvolles Beispiel über den berühmten Tellerrand hinaus, für soziales Engagement und dafür, anderen Menschen in Not zu helfen“, sagt Harzkliniken-Geschäftsführer Florian Nachtwey.
Der Chirurg, mit medizinische Erfahrungen an den Elite-Universitäten in Harvard und Yale, ist immer wieder Thema in den Medien: Es folgten im Laufe von mehr als zwei Jahrzehnten Berichte in allen großen deutschen und zahlreichen europäischen Medien, von der Frankfurter Allgemeine Zeitung bis zum Ärzteblatt, Auftritte etwa bei der Spendengala: „Ein Herz für Kinder“, bei Moderator Johannes J.B. Kerner im ZDF, auch im US-Fernsehen, im BBC und anderen großen Networks. Hinter dem Hospital stehen der gemeinnützige Verein Diospi Suyana in Deutschland, zudem die Diospi-Suyana-Stiftung. Unter anderem gehört inzwischen auch eine Einrichtung für Kinder dazu. Nähere Informationen zum dem Projekt gibt es unter: https://www.diospi-suyana.de/, Kontakt, per E-Mail: info@diospi-suyana.org
Wer spenden möchte:
Diospi Suyana e. V.
Bank für Sozialwirtschaft Köln
IBAN DE18 3702 0500 0008 0737 00
BIC BFSWDE33XXX
oder
Diospi-Suyana-Stiftung
Bank für Sozialwirtschaft Köln
IBAN DE66 3702 0500 0008 0837 00
BIC BFSWDE33XXX
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