Liebe Patienten, Angehörige und Zuweiser,

die Entwicklung der Corona-Pandemie sorgt weltweit für Verunsicherung und Ängste. Nichtsdestotrotz sind wir weiterhin wie gewohnt für Sie da und stehen Ihnen jederzeit zur Verfügung. Wir haben umfassende Hygiene- und Schutzvorkehrungen getroffen, um Ihren Schutz zu gewährleisten. Bei Fragen und Sorgen können Sie uns jederzeit anrufen.

 

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De-Prescription (Abdosierung von Medikamenten)

Für ältere Menschen, bei denen häufig Schlafstörungen, Befindlichkeitsstörungen, chronische Schmerzsyndrome und depressiven Syndrome vorkommen, besteht in Deutschland ein erhöhtes Risiko für die Verordnung von abhängigkeitserzeugenden Substanzen. De-Prescription bezeichnet eine medizinisch kontrollierte Um- und Abdosierung von potentiell schädlichen Substanzen.

Woran erkennen Sie, ob die Abdosierung Ihrer Medikamente in unserer Klinik durchgeführt werden kann?

Patientensicherheit durch Aufklärung

Folgende Anzeichen liegen vor:

  • Sie oder Ihr Angehöriger sind bereits älter und nehmen viele verschiedene Medikamente ein
  • die Dosis der Medikamente (z. B. Schmerzmittel, Mittel gegen Angst oder Schlaflosigkeit, Beruhigungsmittel) musste kontinuierlich gesteigert werden, um die gleiche Wirkung zu erzielen
  • Beeinträchtigung der psychischen Leistungsfähigkeit
  • erhöhtes Sturzrisko/vermehrte Stürze
  • weitere problematische Nebenwirkungen, vor allem kognitive Einschränkungen (Konzentrations- und Gedächtnisstörungen) und Herzrhythmusstörungen sowie Verwirrtheitszustände, also sogenannte delirante Syndrome, liegen vor

Sie sind sich unsicher? Kontaktieren Sie uns einfach.

Problematische Substanzgruppen bei ärztlichen Langzeitverordnungen

Als die drei in diesem Zusammenhang problematischsten Substanzgruppen bei ärztlichen Langzeitverordnungen im Alter sind wohl zu nennen:

  • Opioidanalgetika (stark wirksame Schmerzmittel) wie z. B.: Buprenorphin, Codein, Fentanyl, Hydromorphon, Morphin, Oxycodon, Tapentadol, Tilidin/Naloxon
  • Benzodiazepine (Beruhigungs- und Schlafmittel ) wie z. B. Diazepam, Valium, Tavor, Lorazepam, Oxqzepam
  • Z-Substanzen wie Zopiclon (Ximovan) und Zolpidem (Stilnox etc.)

Bei diesen Substanzen steigt das Risiko für eine ungerechtfertigt lange und damit gefährliche Verordnung insbesonderen dann, wenn folgende Fakoren vorliegen: "zunehmendes Alter", "weibliches Geschlecht" und "alleinstehend".

Außerdem sind in diesem Zusammenhang weitere problematische Medikamente zu nennen:

  • Antidepressiva
  • Antipsychotika
  • bestimmte antiarrhythmische Pharmaka und Blutdrucksenker

  

Ganz auf Sie abgestimmt: Unser Behandlungsangebot

Wir führen die stationär überwachte Abdosierung (De-Prescription) von Medikamenten potentiell auf allen Stationen unserer Klinik durch – ein Schwerpunkt für diese Behandlungsform ist allerdings auf unserer Station P7 zu finden.

Dort wird Ihre Medikation von einem fachkundigen Arzt zusammen mit Ihnen kritisch überprüft und danach wird mit Ihnen zusammen das weitere Vorgehen besprochen.

Unsere dazu spezialisierte Station finden Sie hier:

DIGITALE VISITENKARTE DR. MED. UNIV. J. HODZIC

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