Kinaesthetics© in der Pflege

Kinaesthetics© als Lernkonzept für Patienten, Pflege und Therapie

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Das Konzept „Kinaesthetics© in Pflege und Therapie“ ermöglicht, gesundheitsfördernde Verhaltens- und Bewegungsmuster neu zu lernen. Diese Ideen gelten sowohl für die Pflegekräfte wie auch für die Patienten. Pflegende lernen Grundsätze, um die eigene Bewegung und den eigenen Körper zur gezielten Unterstützung und Führung der Bewegungsaktivität des Patienten zu nutzen. Der Patient kann aktiv an der Pflegehandlung mitwirken und seinen Bewegungsablauf selbst kontrollieren. Dadurch wird eine positive Gesundheitsentwicklung unterstützt.

Positive Gesundheitsentwicklung ist ein lebenslanger Prozess.

Durch eine der Bewegungsaktivität angepasste Spannung und Entspannung von Muskeln werden sämtliche Funktionen des menschlichen Körpers positiv oder negativ beeinflusst.

  • Die Produktion und der Verbrauch von Energie
  • Die Funktion der inneren Organe: Herz-, Lunge-, Leber-, Niere-, Darmfunktion etc.
  • Blut- und Lymphkreislauf
  • Alle Wahrnehmungsprozesse durch unsere Sinne
  • Aktivitäten des Lebens: Schlafen, Körperpflege, Essen, Ausscheiden, Sprechen, etc.
  • Selbstwahrnehmung und Selbstbewusstsein
  • Soziale Interaktion

Je besser ein Mensch seine Bewegungsmöglichkeiten erweitern und anpassen kann, umso größer ist sein Potential für eine positive Gesundheitsentwicklung.

Wie wird Kinaesthetics© vermittelt?

Kinaesthetics© in der Pflege ist weder eine Technik noch schnell erlernbar. Es handelt sich vielmehr um einen kreativen Lernprozess. In den Grundkursen werden die Basisinformationen erarbeitet und vermittelt. Aufbaukurse dienen zum Vertiefen der Kenntnisse und zur Schulung der Analysefähigkeit. Durch eine Praxisbegleitung auf Station werden Probleme im Pflegealltag direkt analysiert und gemeinsam mit dem Patienten nach Lösungsmöglichkeiten gesucht.

Ziel von Kinaesthetics© ist es, menschliche Bewegungen so zu unterstützen, dass Patienten sich während einer Aktivität wirksam erfahren und dabei ihr Körpergewicht in der Schwerkraft selbst kontrollieren können. Pflegende sollen für ihr persönliches Bewegungs- und Anstrengungsmuster sensibilisiert werden. Es geht darum, ein differenziertes Bewusstsein für selbstverständliche Bewegungen zu entwickeln, die jede(r) in einem bestimmten Maß schon kann.

Weiterführende Informationen zum Thema

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