Künstlerinnen gestalten die Entbindungsstation neu
Die Entbindungsstation des Asklepios Klinikums erhielt einen kunstvollen Anstrich. Weiche Farben und organische Formen sollen Stress bei den Frauen reduzieren.
Monotone Gänge, sterile Räume, der Geruch von Desinfektionsmittel: Ein Krankenhaus ist in der Regel kein Ort für große Kunst. Auf der Entbindungsstation des Asklepios Klinikums in Ziegenhain soll sich das nun ändern. „Das ist ein sehr intensiver Ort, die Frauen erleben hier oft Extremsituationen – da soll die Umgebung ein wenig zum Wohlfühlen beitragen“, sagt die Kasseler Künstlerin Elli Owk. Sie hat, gemeinsam mit der in Eschwege lebenden Noëlle Behboud, verschiedenen Räumen der Station einen neuen Glanz verliehen.
„Unsere Hebammen sind auf uns zugekommen und haben den Wunsch über eine Veränderung im Kursraum der Entbindungsstation geäußert. Wir haben dann alles gegeben, um das Projekt möglich zu machen“, sagt Klinik-Geschäftsführerin Dagmar Federwisch.
Ungewöhnliche Kontaktaufnahme zwischen Klinik und Künstlerinnen
In diesem Raum findet ein umfangreiches und abwechslungsreiches Kursangebot statt, die Gestaltung war bisher eher das Gegenteil davon: einfarbige Wände, schlichtes Design. Über den Sohn der leitenden Hebamme Ramona Naumann entstand der Kontakt zu den beiden Künstlerinnen. „Wir kennen uns aus dem Kasseler Hugenottenhaus“, so Owk.
Der Vorschlag stieß bei den beiden auf offene Ohren: „Wir hatten direkt richtig Bock“, sagt Behboud über ihre erste Reaktion. In einem Krankenhaus hätten sie bisher noch nicht gearbeitet. „Wir hoffen aber, dass es nicht das letzte Mal ist“, so die 42-jährige gebürtige Kasselerin.