wir helfen gern

Geriatrie

Alt werden in Würde

Das Ziel der Altersmedizin ist klar: Es geht darum, dass die Menschen im Alter möglichst mobil und unabhängig bleiben und Pflegebedürftigkeit möglichst vermieden wird. Unterdessen sind für viele betagte Menschen akute Erkrankungen oder Unfälle, die einen Krankenhausaufenthalt notwendig machen, ein echter Wendepunkt im Leben.

Geriatrie - Alt werden in Würde - Wir helfen gern!

Was ist Geriatrie?

Bild: Pflegerin schreibt in Patientenakte

In der Geriatrie (Zu Deutsch: Altersmedizin) werden ältere Patienten ab 70 Jahren mit mehreren Erkrankungen (Multimorbidität) behandelt, die durch ein akutes Ereignis oder die rasche Verschlechterung einer chronischen Erkrankung ihren normalen Alltag nicht mehr bewältigen können. Im Vordergrund stehen gezielte Therapiemaßnahmen, die neben der medizinischen Behandlung eingesetzt werden, um notwendige Fähigkeiten
und Körperfunktionen wieder herzustellen oder verlorene zu kompensieren. Unsere Patienten werden in einer möglichst alltagsnahen Atmosphäre angeleitet, das zu trainieren, was sie können möchten.

Das Ziel der Altersmedizin ist klar: Es geht darum, dass die Menschen im Alter möglichst mobil und unabhängig bleiben und Pflegebedürftigkeit möglichst vermieden wird. Unterdessen sind für viele betagte Menschen akute
Erkrankungen oder Unfälle, die einen Krankenhausaufenthalt notwendig machen, ein echter Wendepunkt im Leben. Kamen ältere Menschen vorher noch gut mit den Widrigkeiten des Alters zurecht, droht durch längere
Bettlägerigkeit plötzlich die Gefahr, dass sie dauerhaft in ihrer Mobilität und Selbstständigkeit eingeschränkt werden. Eine rechtzeitige geriatrische Gesamtbehandlung kann das oftmals verhindern.

Patienten ab 80 Jahren sind aufgrund ihres Alters noch anfälliger für Komplikationen und Einschränkungen im Alltag. Es besteht die Gefahr, dass Erkrankungen zu chronischen Leiden werden. In der Behandlung steht hier
die Funktionalität im Vordergrund, weil vielfach Störungen wie Stürze, Schwindel, Inkontinenz etc. auf verschiedenenUrsachen beruhen und nicht mit der Behandlung einer einzelnen Krankheit behoben sind.

Grundlage der Therapie sind umfangreiche Tests der Ausgangssituation. Selbstverständlich stehen unseren Patienten auch alle medizinischen Untersuchungsmöglichkeiten anderer Kliniken zur Verfügung. Allerdings wird sehr sorgfältig abgewogen, welche Maßnahmen sinnvoll sind, um eine bessere Alltagskompetenz und Lebensqualität zu erlangen.

Die Klinik für Geriatrie ist eine Krankenhausabteilung, die eine integrierte frührehabilitative Therapie anbietet. Es reicht eine Einweisung vom Hausarzt oder die Verlegung aus einer anderen Klinik als Zugang.

Unsere Patienten werden möglichst fallabschließend und wohnortnah behandelt, um in ihr gewünschtes Wohnumfeld entlassen werden zu können. Charakteristisch für geriatrische Kliniken ist, dass unterschiedliche Fachrichtungen interdisziplinär zusammenarbeiten und sich regelmäßig über die Patienten und die Therapieplanung austauschen. Jeder Patient, der von der Therapie profitieren kann, erhält mehrfach täglich Therapieanwendungen und rund um die Uhr die sogenannte aktivierende Pflege.

Was passiert mit den Patienten in der Geriatrie?

In den ersten 4 Tagen findet das Assessment statt, es gibt aber auch schon Therapiemaßnahmen. In der Regel werden 2-3 halbstündige Therapien täglich durchgeführt, es sei denn, den Patienten sind nur kürzere  Übungseinheiten zuzumuten, dann werden die Einheiten angepasst. Alle Patienten verbringen den Tag in Alltagskleidung, essen gemeinsam und werden je nach Plan auch zum Küchentraining oder Werken in der Gruppenarbeit trainiert.

Alle Übungen dienen dem Training von alltagsnahen Fertigkeiten, teilweise unterstützt von gezielten Übungen im Kraftraum, an den Ausdauergeräten oder im Hirnleistungstraining. Selbstverständlich werden Patienten, die noch nicht in der Lage sind, die Aktivitäten mitzumachen, aufgebaut und langsam im Sinne der Frührehabilitation an die Belastungen herangeführt.

Die Entlassung wird ab der Aufnahme geplant und in Absprache mit den Patienten und Bezugspersonen terminiert, wenn die Patienten in der Lage sind, die Anforderungen in der häuslichen oder anderweitig gewählten Umgebung zu bewältigen und die klinische Situation stabil genug erscheint. Nicht alle Patienten können erfolgreich therapiert werden oder erlangen die für die Häuslichkeit erforderlichen Fähigkeiten. Dann wird die Therapie abgebrochen und gemeinsam nach Möglichkeiten gesucht, wie es trotz der Behinderungen für die Betroffenen am besten weitergeht. Die meisten unserer Patienten können allerdings wieder zurück nach Hause entlassen werden.

Wir geben allen Patienten einen Brief für die weiterbehandelnden Ärzte mit, einen Plan für die Medikamente und bestellen bei Bedarf einen Transport. Notwendige Pflege wird von uns organisiert und Hilfsmittel werden verordnet. Erfoderliche Hilfsmittel werden natürlich bereits in der Klinik angepasst und geübt, um die Patienten daran zu gewöhnen. Davon hängt es häufig ab, ob der Erfolg auch zu Hause anhält.

Ansprechpartner

Stationsleitung: Ar Funda

Physiotherapie: Hauke Lorenz
Ergotherapie: Hauke Lorenz
Psychologie: Beate Boronczyk
Sozialdienst: Annika Berger
Logopädie: Lara Naupold

Seite teilen: