Abhängigkeitserkrankungen

Abhängigkeitserkrankungen sind für viele Menschen ein schambehaftetes Problem, gleichwohl gehören der Missbrauch und die Abhängigkeit von legalen oder illegalen Substanzen zu den häufigsten Aufnahmegründen in eine psychiatrische Klinik. Eine niedrigschwellige Verfügbarkeit von Alkohol, von Ärzten verschriebenen oder illegal erworbenen Medikamenten und der immer breiteren Raum einnehmende Konsum von Cannabis und von „Partydrogen“ oder „Wachmachern“ wie Amphetaminderivaten stellen den gesellschaftlichen Hintergrund dar. In unserer Klinik können wir sowohl den körperlichen als auch den psychischen Problemen eines stoffgebundenen Entzuges mit den Mitteln der modernen Medizin begegnen.

Therapieformen

Mit spezifischen Psychotherapieformen und  einer bedarfsgesteuert eingesetzten Psychopharmakotherapie sowie weiteren Elementen unserer multimodalen Therapiepläne lassen sich Abhängigkeitserkrankungen heute oft in guter Weise lindern und manchmal sogar weitgehend heilen.

Sofern Abhängigkeitserkrankungen hinsichtlich ihrer Art und Dauer ein gewisses Maß an Befindlichkeitsstörung überschritten haben und zu echten Problemen geworden sind, muss zusammen mit dem behandelnden Haus- oder Nervenarzt über eine vollstationäre oder eine tagesklinische Behandlung oder auch eine spezifische ambulante Behandlung in einer unserer psychiatrischen Institutsambulanzen nachgedacht werden.

Ganz auf Sie abgestimmt: unser Behandlungsangebot

Für den Bereich der Abhängigkeitserkrankungen können wir Patienten auf unserer spezialisierten Station „qualifizierte Entgiftung“ P8 Therapien in hellen und freundlichen Räumen und in einem netten und kompetenten Team anbieten.

 Ältere Patienten ab ca. 60 - 65 Jahre können ein spezialisiertes vollstationäres Angebot auf unserer besonders behindertengerecht eingerichteten Schwerpunktstation „Allgemeinpsychiatrie im Alter“ G2 in Anspruch nehmen.

Bei gleichzeitig neben der Abhängigkeitserkrankung bestehenden depressiven Symptomen bieten wir gern einen Behandlungsplatz auf unserer Station P9 „Depression und Sucht“ an.

Besondere Sicherheit bietet bei akuter Suizidalität oder stark ausgeprägten körperlichen oder psychischen Entzugssymptomen unsere besonders geschützt geführte Station P3, von der sich nach Abklingen der hochakuten Symptome dann üblicherweise nahtlos eine Behandlung auf unseren übrigen Stationen oder eine tagesklinische oder ambulante Behandlung anschließen kann.

Unsere Tageskliniken

In Brandenburg, Rathenow und Werder bieten wir Ihnen bei weniger akuten Abhängigkeitserkrankungen – üblicherweise im Anschluss an eine vollstationäre Phase in der Klinik - die Möglichkeit einer teilstationären Behandlung, d.h. Sie schlafen zuhause und nehmen werktags an einem individuellen Therapieprogramm in der Tagesklinik im Zeitraum zwischen 08:00 und 16:00 Uhr teil. Voraussetzung dafür ist natürlich eine ausreichende Belastbarkeit unserer Patienten für diese teilstationäre Behandlung.

Psychiatrische Institutsambulanzen

Sofern eine stationäre Behandlung nicht erforderlich ist, können wir Ihnen unter bestimmten Voraussetzungen ambulante Behandlungen gern in unseren psychiatrischen Institutsambulanzen in Brandenburg, Rathenow, Teltow und Werder anbieten.

Dazu ist allerdings üblicherweise die telefonische Vor-Absprache ihres aktuell behandelnden Arztes mit unseren ärztlichen Kollegen an dem gewünschten Standort erforderlich.

Sollten Sie Fragen zu dem vorangestellten Text haben, können Sie sich gern an unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wenden.

Unsere Zentrale Aufnahme Psychiatrie erreichen Sie dazu unter der Telefonnummer 03381-78-1234.

Einen Überblick über unsere Stationen finden Sie hier

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