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die Entwicklung der Corona-Pandemie sorgt weltweit für Verunsicherung und Ängste. Nichtsdestotrotz sind wir weiterhin wie gewohnt für Sie da und stehen Ihnen jederzeit zur Verfügung. Wir haben umfassende Hygiene- und Schutzvorkehrungen getroffen, um Ihren Schutz zu gewährleisten. Bei Fragen und Sorgen können Sie uns jederzeit anrufen.

 

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Epilepsie

Plötzliche Unaufmerksamkeit und starrer Blick? Plötzlich merkwürdige Bewegungen mit dem Arm oder ein Kribbeln, das den Arm hochwandert? Plötzlich Ohnmacht mit Verkrampfen aller Muskeln? Könnte es ein epileptischer Anfall sein?

Der erste Schritt: Die richtige Diagnostik

Die Abklärung und Behandlung von anfallsartig verminderter Reagibilität, Benommenheit, Verwirrtheit oder Ohnmacht ist eine der häufigsten Aufnahmegründe in unsere Klinik. Oft ist die Ursache ein epileptischer Anfall aber auch Herz- und Kreislauferkrankungen können die Ursache sein. Nicht immer liegt nach einem Anfall eine Epilepsie vor, ein erstes Ereignis sollte jedoch immer Anlass zu einer sehr sorgfältigen Untersuchung sein, denn nicht selten ist der Anfall nur ein Symptom einer behandelbaren anderen Erkrankung. 
Die wichtigsten Untersuchungsmethoden sind das EEG (Elektroenzephalographie), die Kernspintomographie (MRT) und die Untersuchung des Nervenwassers (Liquorpunktion). Bei besonderen Fragestellungen kommt eine Langzeit-Video-EEG-Überwachung zum Einsatz. In aller Regel ist eine solche Abklärung in wenigen Tagen stationärer Behandlung möglich.

Ganz auf Sie abgestimmt: Unser Behandlungsangebot

Die meisten Menschen mit Epilepsie werden mit dem ersten Medikament anfallsfrei. Bei anderen Patienten wird es etwas schwieriger, sei es, dass trotz medikamentöser Behandlung eine Anfallshäufung auftritt, im Vorfeld medikamentöse Umstellversuche problematisch waren, oder komplizierende Begleiterkrankungen vorliegen. In diesen Fällen bieten wir eine multimodale stationäre Epilepsiebehandlung an. Hier kümmert sich ein Team aus Ärzten, Pflegekräften und Therapeuten um den Patienten und ggf. auch seine Angehörigen.
Nach Anfallsserien oder gar einem Status epilepticus (Anfälle, die nicht mehr von selbst aufhören) ist eine stationäre Aufnahme unbedingt notwendig, denn diese können lebensbedrohlich werden. Dann ist zumeist eine Überwachung auf unserer Neurologischen Intensivstation notwendig.

Epilepsieambulanz

Knapp ein Prozent aller Menschen leben mit einer Epilepsie. In den allermeisten Fällen ist ein ganz normales Leben möglich. Fast immer aber müssen über viele Jahre Medikamente eingenommen werden, weil die eingesetzten Medikamente nicht zu einer Heilung führen, sondern nur die Anfälle unterdrücken. In unserer Epilepsie-Ambulanz können wir Sie mit Ihrer Epilepsie auch ambulant betreuen und zu Fragen der Berufswahl, Fahrtauglichkeit, Kinderwunsch, sportlichen Aktivitäten und Reisen beraten. Dabei helfen uns unsere Ambulanzschwestern, Sozialarbeiter, Psychologen und ggf. weitere Therapeuten.

Kontaktmöglichkeiten erhalten Sie hier

Epilepsiechirurgie

Einigen Menschen mit Epilepsie kann man durch einen operativen Eingriff am Gehirn helfen. Zuvor wird die Stelle im Gehirn, von der Anfälle ausgehen, identifiziert und überprüft, ob eine Operation in dieser Region ohne Funktionsausfälle für den Betroffenen durchführbar ist. Im Gegensatz zu früher weiß man heute, dass man nicht erst viele Jahre ohne Anfallsfreiheit verstreichen lassen sollte, bevor man prüft, ob eine solche Operation sinnvoll sein kann. Wir beraten Sie, klären, ob ein Eingriff möglicherweise in Frage kommt und vermitteln Sie dann ein Epilepsie-chirurgisches Zentrum.

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