Alphabetisierung und Beschulung

Pädagogisch ausgebildete Mitarbeiter analysieren im unmittelbaren zeitlichen Zusammenhang zur stationären Aufnahme des Patienten dessen schulische Fähigkeiten anhand standardisierender Tests und durch Gespräche.

Die in der Klinik für Forensische Psychiatrie untergebrachten Patienten verfügen oftmals über keinen Schulabschluss bzw. über einen solchen, der die Aufnahme einer Lehre oder einer höheren Ausbildung nicht ermöglicht. Die große Gruppe der Patienten mit Lernbehinderungen oder Intelligenzstörungen haben oft genug Schwierigkeiten, einfachste Wünsche zu Papier zu bringen. In Freiheit können diese Menschen oft nicht die  Erfordernisse der sozialen Umwelt erfüllen, zum Beispiel Anträge bei Behörden stellen. Mitunter steht ihnen hierbei ein gesetzlicher Betreuer nicht zur Verfügung. Dies erzeugt Unsicherheiten, Ängste und führt oft genug zum sozialen Rückzug ggf. zum Preis des Verzichts auf zustehende Sozialleistungen.

In der Klinik für Forensische Psychiatrie analysieren pädagogisch ausgebildete Mitarbeiter im unmittelbaren zeitlichen Zusammenhang zur stationären Aufnahme des Patienten dessen schulische Fähigkeiten anhand standardisierender Tests und durch Gespräche. Dem Patienten wird dann ein Angebot zur Beschulung, Alphabetisierung, aber auch zu weiterführenden Lerninhalten unterbreitet. In seltenen Fällen werden auch Ausbildungsinhalte, welche über die Industrie- und Handelskammer angeboten werden, im Rahmen der Beschulung vermittelt, der Einstieg Einzelner in Ausbildungen somit vorbereitet.

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