Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen

Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen können jeden von uns treffen meistens treten sie jedoch vornehmlich bei Menschen über 55 Jahren oder später auf. Die Ursachen und das Erscheinungsbild der Beschwerden sind sehr vielfältig. Damit wir Sie optimal behandeln können, führen wir zunächst eine schnelle und fachlich fundierte Diagnostik durch. Sofern Depressionen die Ursache für die Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen sind, können wir mindestens 80 % der Betroffenen gut und erfolgreich therapieren. Sofern im Alter auftretende Erkrankungen, wie zum Beispiel demenzielle Erkrankungen, die Ursache sind, ist es unser Ziel, möglichst lange den gegenwärtigen Zustand zu erhalten. Für beide genannten Hauptursachen der Gedächtnisstörungen stehen uns heutzutage etablierte und spezifische Behandlungsverfahren zur Verfügung.

geronto
Der grüne Innenhof der Klinik unterstützt die Therapie auf der Station 2.3 wohltuend.

Woran erkenne ich Gedächtnisstörungen?

Gedächtnisstörungen äußern sich unter anderem durch:

  • Orientierungsschwierigkeiten
  • Merkfähigkeitsproblemen
  • Schwierigkeiten, gerade Gehörtes wiederzugeben
  • Konzentrationsstörungen

Es ist wichtig, den Symptomen einer Gedächtnis- und Konzentrationsstörung auf den Grund zu gehen. Deshalb empfehlen wir den Betroffenen, ärztliche Hilfe aufzusuchen. Wenn Sie denken, dass Ihre Angehörigen an den genannten Beschwerden leiden, sind wir für diese da. Wir klären ab, ob mögliche körperliche Ursachen für die Beschwerden verantwortlich sind und unterstützen die Erkrankten und deren Familien mit erprobten Diagnostik- und Behandlungsverfahren. Gemeinsam kommen wir den Ursachen der Probleme auf die Spur und wählen das optimale Behandlungsverfahren aus.

Wir helfen Ihnen bei

  • Konzentrationsstörungen
  • Orientierungsstörungen
  • Merkfähigkeitsstörungen
  • Verlust alltagspraktischer Fertigkeiten
  • Depressionen im höheren Lebensalter
  • Erschöpfungsdepression
  • Depressionen bei körperlichen Erkrankungen
  • Jeder Form von Gedächtnisstörungen
  • Gedächtnisstörungen in Kombination mit Medikamentenabhängigkeit

Auf Sie abgestimmt: unser Therapieangebot

Mit unserem speziell auf Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen zugeschnittenen Therapieangebot möchten wir die Ursache der Beschwerden herauszufinden, diese behandeln und die Symptome lindern.

Mit diesen Verfahren helfen wir den Betroffenen:

  • Verhaltenstherapie in Gruppen
  • medikamentöse Therapie
  • Angehörigenarbeit
  • Milieutherapie (gemeinsamer therapeutischer Prozess im Rahmen einer für einen gewissen Zeitraum bestehenden Lebensgemeinschaft), Musik- und Gestaltungstherapie
  • Physiotherapie
  • Ergotherapie (Training alltagspraktischer Fertigkeiten)
  • sozialpädagogische Beratung und Hilfestellung
  • Intervalltherapie (zwischen den einzelnen Behandlungsphasen liegen Pausen)

Auf Sie ausgerichtet: Stationäre Therapie

Unsere Mitarbeiter verfügen über eine langjährige Erfahrung in der Therapie von Menschen, die an Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen erkrankt sind. Sie erhalten stationäre Hilfe auf unserer Station 2.3 in Lübben, deren Mitarbeiter auf die Behandlung dieser Störungen spezialisiert sind. Die Therapie verläuft meist in drei wichtigen Phasen: Zu Behandlungsbeginn lernt Ihr Angehöriger die Station, unser Team, bestehend aus Pflegekräften, Ärzten und Psychologen, sowie die Mitpatienten kennen. Unsere Patienten erhalten ein helles und freundliches Zwei- oder Dreibettzimmer. Wir bitten die Patienten und deren Angehörige in dieser Phase um viel Vertrauen, damit wir die Beschwerden, mögliche Belastungsfaktoren, gegebenenfalls bereits eingeleitete Vorbehandlungen sowie wichtige biografische Eckpunkte entsprechend einordnen können. Zur Abklärung oder zum Ausschluss begleitender oder mitverursachender körperlicher Erkrankungen führen wir gegebenenfalls wiederholte Blutentnahmen durch. Zudem empfehlen wir oftmals eine Bildgebung des Schädels und des Gehirns, je nach medizinischer Fragestellung und Dringlichkeit kann die Untersuchung mithilfe einer Computertomografie (CT: computergestützte Röntgenuntersuchung) oder einer Kernspintomografie (MRT: Verfahren, bei dem ein Magnetfeld genutzt wird) erfolgen. Weitere ergänzende Untersuchungen sind möglicherweise empfehlenswert beziehungsweise erforderlich. Anschließend folgt die intensive Therapiephase, in der eine möglichst verträgliche medikamentöse Behandlung nach den jeweils gültigen Leitlinien, Gruppen- und Einzelpsychotherapien sowie ergänzende Therapieverfahren durch unsere Spezialtherapeuten zum Einsatz kommen. Wir empfehlen stets den Einbezug der Angehörigen in die Therapie

Wie ist unsere Station 2.3 ausgestattet?

Unsere Station 2.3 befindet sich auf einem parkähnlichen Gelände. Sie ist in einem Neubau untergebracht und verfügt über freundliche Zwei- und Dreibettzimmer mit Kleiderschrank. WC und Dusche sind separat. Die Stationen unserer Klinik sind auch für Patienten mit Handicap aufgrund der baulichen Gegebenheiten (zum Beispiel ist ein Fahrstuhl vorhanden) geeignet.

Depressionsbehandlung für Menschen ab 65 Jahren

Wir behandeln nicht nur Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen im Rahmen von demenziellen Erkrankungen. Auf unserer Station 2.3 sind wir auch auf die Behandlung von älteren Menschen mit Depressionen spezialisiert. Die Mitarbeiter dieser besonders ausgestatteten Station im Neubau der Klinik sind auf alle Bedürfnisse der älteren Patienten sehr gut vorbereitet. Gerade für ältere Menschen ist es wichtig, bei Symptomen einer Depression Hilfe in Anspruch zu nehmen. Bei uns sind Sie mit Ihren Problemen nicht allein. Sie werden feststellen, dass auch viele andere Menschen Ihres Alters vorübergehend von solchen Beschwerden betroffen sein können. Weil unsere älteren Patienten häufig schon andere Medikamente einnehmen, achten wir darauf, dass diese mit unseren medikamentösen Behandlungsempfehlungen zusammenpassen und prüfen dies im individuellen Fall ganz genau. Dafür setzen wir unter anderem das Programm "MediQ" ein.

Ambulante Behandlung

Die Teams unserer Psychiatrischen Institutsambulanzen unterstützt Patienten mit Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen oder Verdacht auf eine Demenzerkrankung nach einer Überweisung des Haus- oder Facharztes auf vielfältige Weise: Unter anderem bieten wir Diagnostik, Einzel- und Gruppengespräche, medikamentöse Therapien sowie die Vermittlung weiterer Hilfsangebote mit Klärung krankheitsbedingter sozialer Belange an. Die Mitarbeiter unserer Ambulanzen in Lübben und Vetschau helfen Ihnen dabei, den ersten Schritt zur Erkennung und zur Behandlung der Erkrankung zu gehen und finden gemeinsam mit Ihnen den für Sie besten Behandlungsweg.

Weiterführende Informationen

Patienteninformationen zum Download über unsere Tageskliniken und Ambulanzen in Lübben und Vetschau.

Weiterhin gut versorgt: Ihre Weiterbehandlung / Nachsorge

Die Behandlung einer Gedächtnis- und Konzentrationsstörung benötigt meist längere Zeit. Eine ambulante Weiterbehandlungsmöglichkeit besteht in einer unserer Psychiatrischen Institutsambulanzen. Familienmitgliedern bieten wir den Besuch unserer Angehörigengruppe in Lübben an. Dort erfahren sie, wie sie sich entlasten und Unterstützung erhalten können.

Ein besonderes Augenmerk gilt der sozialen Sicherung unserer Patienten. Sie erhalten, falls erforderlich, Unterstützung durch unseren Sozialdienst.

Sie erreichen uns

Mo
08.00-16.00
Di
08.00-16.00
Mi
08.00-16.00
Do
08.00-16.00
Fr
08.00-16.00

Seite teilen: