Radiofrequenzablation bei Gallengangkarzinomen
Die Radiofrequenzablation (RFA) ist ein modernes, schonendes Verfahren, das bei Tumoren der Gallengänge eingesetzt werden kann.
Die Radiofrequenzablation (RFA) ist ein modernes, schonendes Verfahren, das bei Tumoren der Gallengänge eingesetzt werden kann. Dabei wird eine dünne Sonde über einen kleinen Zugang in den Gallengang vorgeschoben – meist im Rahmen einer Spiegelung der Gallenwege (ERCP).
Sobald die Sonde richtig positioniert ist, wird der Tumor durch gezielte Wärme behandelt. Die Spitze der Sonde erzeugt Radiofrequenzenergie, die das Tumorgewebe erhitzt und dadurch zerstört. So kann die Engstelle, die der Tumor verursacht, wieder erweitert werden. Häufig wird anschließend ein Stent (eine kleine Schiene) eingesetzt, damit der Gallenfluss dauerhaft gewährleistet ist.
Ziele der Behandlung sind:
- Den Gallenabfluss zu verbessern bzw. wiederherzustellen
- Beschwerden wie Gelbsucht, Juckreiz oder Bauchschmerzen zu lindern
- Die Lebensqualität zu steigern
- Das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen
Die RFA ist in der Regel gut verträglich. Wie bei jedem Eingriff kann es jedoch zu Nebenwirkungen kommen, beispielsweise leichten Schmerzen, Fieber oder – selten – Entzündungen.
Für viele Patient:innen mit Gallengangkarzinomen ist die RFA eine hilfreiche Ergänzung zu anderen Therapieformen wie Chemotherapie oder Stentbehandlungen.