Divertikulose
In den allermeisten Fällen verursachen Divertikel – sackförmige Ausstülpungen der Darmwand – keine Symptome. Dann ist auch keine Therapie erforderlich. Sollte sich die Divertikel jedoch entzünden und damit eine Divertikulitis hervorrufen, treten Beschwerden auf – zum Beispiel Bauchschmerzen, Fieber, Verstopfungen, Blähungen oder Durchfall.
Der erste Schritt: Die richtige Diagnostik
Im Rahmen einer Blutuntersuchung bestimmen wir Ihre Entzündungswerte, darüber hinaus machen wir uns durch verschiedene bildgebende Verfahren ein Bild von Ihrem Darm. Je nach Schwere der Erkrankung erstellen wir für unsere Patientinnen und Patienten leitliniengerechte und individuelle Behandlungskonzepte zur Verfügung. Im Verlauf und nach dem Abklingen der akuten Beschwerden überprüfen wir durch eine Darmspiegelung die Ausbreitung der Divertikel und schließen andere Ursachen aus.
Ganz auf Sie abgestimmt: Unser Behandlungsangebot
Je nach Ausmaß der Erkrankung behandeln wir Sie medikamentös (durch Antibiotika). Darüber hinaus sprechen wir auch über Ihre Ess- und Lebensgewohnheiten und raten Ihnen gegebenenfalls, diese zu ändern.
In rezidivierenden, also sich häufig wiederholenden Schüben, kann eine Operation mit Entfernung des Darmsegments, das von den Divertikeln betroffen ist, nötig sein. Dies wird bei uns in der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie mittels Schlüssellochtechnik (Laparoskopie) durchgeführt. Eine akute Operation muss insbesondere bei Durchbohrung (Perforation) der Divertikel als Notfalleingriff erfolgen. Bei weiteren Komplikationen wie eine gedeckte Perforation oder Abszessbildung wird zunächst die Entzündung behandelt und einem beschwerdefreien Intervall das Divertikel tragende Darmsegment elektiv operativ entfernt.