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Harnsteine

Harnsteine sind Ablagerungen, die sich in der Niere ausbilden. Sie entstehen aufgrund folgender Ursachen:

• falsche Ernährung, Übergewicht
• zu geringe Flüssigkeitszufuhr
• Harnwegsentzündungen
• Stoffwechselstörungen
• Abflussbehinderungen der ableitenden Harnwege
• angeborene Erkrankungen

Haben sich Harnsteine gebildet, können verschiedene Symptome auftreten. Nierensteine zeigen oft unspezifische oder sogar keine Symptome, viele Patientinnen und Patienten verspüren z. B. nur ein leichtes Ziehen in der Flanke. Verursacht ein Harnstein jedoch eine Stauung im Harnleiter, ist meist eine Kolik die Folge. Diese ist durch plötzlich einsetzende, intervallartige Schmerzen charakterisiert. Abhängig von der Lokalisation des Steins treten die Schmerzen in der Flanke, in der Leiste, im Unterbauch oder im Bereich des Hodens oder der Schamlippen auf. Die Beeinträchtigungen gehen mit einem deutlich erhöhten Harndrang einher, der Urin kann eine rötliche Färbung durch Blutbeimengungen aufweisen. Ferner sind Schmerzen beim Wasserlassen und Fiber charakteristisch für eine Kolik.

Der erste Schritt: die richtige Diagnostik

Die Diagnose wird zunächst mithilfe der Anamnese eingeleitet. Dabei können Ernährungsgewohnheiten und die Lebensumstände bereits erste Hinweise auf das Vorliegen eines möglichen Harnsteinleidens geben. Als nächstes erfolgt eine körperliche Untersuchung: Durch Ertasten und Bluttests werden weitere Hinweise zur Bestätigung der Diagnose gesucht. Um die Diagnose zu sichern, untersuchen wir die Nieren und Harnwege mittels Ultraschall (Sonographie). Alternativ oder zusätzlich zu dieser Untersuchung können wir die Diagnose und das Ausmaß auch mithilfe einer computertomographischen Untersuchung (Schichtröntgenuntersuchung) bestimmen.

Ganz auf Sie abgestimmt: Unser Behandlungsangebot

Die Art der Behandlung ist abhängig von der Lage und Beschaffenheit der Steine. In unserer Abteilung für Urologie am Asklepios Westklinikum bieten wir Ihnen folgende Behandlungsmöglichkeiten an:

  • Durch medikamentöse Unterstützung und ausreichende Flüssigkeitszufuhr können Harnsteine unter Umständen spontan ausgeschieden werden. Körperliche Bewegung kann dies zu unterstützen.      
  • Chemolitholyse (Auflösen der Harnsteine durch Medikamente): Die Litholyse kann in der Regel nur bei Harnsäuresteinen durchgeführt werden.
  • Extrakorporale Stoßwellen-Lithotripsie (ESWL): Die Harnsteine werden von außen durch fokussierte Energiewellen zertrümmert.
  • Perkutane Nephrolitholapaxie (PNL): Von der Körperaußenseite wird mithilfe einer Punktionsnadel ein dünner Kanal bis zur Niere angelegt. Anschließend wird ein optisches Instrument eingeführt. Der Urologe kann so die Harnsteine in der Niere zertrümmern und entfernen.
  • Ureterorenoskopie (URS): Das Endoskop wird durch die Harnröhre in den Harnleiter und weiter in das Nierenbecken eingeführt. Bei diesem Eingriff können kleinere Steine aus dem Harnleiter oder dem Nierenbecken entfernt werden. Größere Steine können zuvor mit einem Laser zerkleinert werden. 

Nachsorge

Durch die Veränderungen der Trink- und Ernährungsgewohnheiten kann das Risiko einer erneuten Steinbildung signifikant gesenkt werden. Die wichtigste diagnostische Maßnahme nach der Steinentfernung ist eine qualitativ sehr genaue Harnsteinanalyse. Darauf wird eine weitere Diagnostik und ggf. Therapieberatung aufgebaut. Bei Harnsteinen werden zur Prävention generell eine ausgewogene Ernährung, Abbau von Übergewicht, körperliche Bewegung und regelmäßiges, ausreichendes Trinken empfohlen. 

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