Adipositaschirurgie

Unser Team aus Oberärzten, ausgewählten Anästhesisten, Pflegern und Schwestern bietet verschiedene Verfahren der bariatrischen Chirurgie an (bariatrisch = medizinische Behandlung von Übergewicht).

Welches der folgenden operativen Verfahren bei Ihnen zum Einsatz kommt, hängt von mehreren individuellen Faktoren ab. Sprechen Sie uns an – gemeinsam werden wir das für Sie geeignete Verfahren finden!

Restriktive Verfahren

Im Rahmen der restriktiven Verfahren nehmen wir Einfluss auf die Nahrungsmenge, die Sie auf einmal aufnehmen können. Durch ein verstellbares Magenband können wir diese Menge reduzieren und bewirken, dass Ihr Sättigungsgefühl früher einsetzt und länger hält.

Kombinierte Verfahren

Auch kombinierte Verfahren (zum Beispiel: Magenbypass) kommen bei uns zum Einsatz. Ziel eines solchen Verfahrens ist beispielsweise eine Reduzierung der aufzunehmenden Nahrungsmenge mit früh einsetzendem Sättigungsgefühl kombiniert mit einer Teil-Ausschaltung des Dünndarms.

Folgende Operationen führen wir durch:

Magenballon

Der Magenballon besteht aus Silikon und wird im Rahmen einer Magenspiegelung in den Magen gelegt und anschließend mit Luft oder Flüssigkeit gefüllt. Da der Ballon so den größten Teil des Magens einnimmt, entsteht schon nach kleinen Nahrungsmengen ein Sättigungsgefühl.

Ein Magenballon verbleibt nur für sechs Monate im Magen und muss danach wieder entfernt werden. In vielen Fällen führt das erneut zu einer Gewichtszunahme, weshalb wir den Magenballon in der Regel nicht als alleinige Maßnahme verwenden sondern nur gelegentlich zur Vorbereitung einer späteren Operation (z.B. Magenband oder Magenbypass).

Magenschrittmacher

Ein Magenschrittmacher stimuliert den Magen über elektrische Impulse zu einer vermehrten motorischen Aktivität und erzeugt dadurch ein vorzeitiges Sättigungsgefühl. Er wird unter die Haut implantiert, die Stimulationselektroden werden im Rahmen einer Bauchspiegelung (Laparoskopie) in der Magenwand verankert.

Da derzeit noch im Rahmen von klinischen Studien erforscht wird, ob durch dieses Verfahren auf Dauer eine Gewichtsreduktion erzielt werden kann, implantieren wir Magenschrittmacher nur in ausgewählten Einzelfällen.

Magenband

Das Magenband ist ein verstellbares Silikon-Band, das in minimal-invasiver Technik  (Schlüsselloch-Technik) um den Mageneingang gelegt wird und sich auch wieder entfernen lässt. Der so oberhalb des Bandes entstehende kleine „Vormagen“ vermittelt schon nach kleinen Nahrungsmengen ein Sättigungsgefühl. Der größere Magenanteil liegt unterhalb des Bandes, beide Magenteile sind über eine kleine Öffnung (Stoma) miteinander verbunden, die Weite des Stomas lässt sich über eine kleine Flüssigkeitskammer unter der Haut individuell anpassen.

Durch die so geschaffene Engstelle wird die Nahrungsmenge, die auf einmal aufgenommen werden kann, stark reduziert, und es kommt zu einem schnelleren und länger anhaltenden Sättigungsgefühl. In den ersten sechs Monaten nach der Operation wird das Magenband mehrfach durch den Chirurgen kontrolliert und eingestellt. Dazu sind auch Röntgenuntersuchungen erforderlich.

Für den Erfolg einer Magenband-Therapie ist die Mitarbeit des Patienten mit nachhaltiger Umstellung des Essverhaltens extrem wichtig. Daher nehmen nicht alle Patienten mit einem Magenband auf Dauer ab.

Gern informieren wir Sie in einem ausführlichen Gespräch über alle wichtigen Details und mögliche Komplikationen der Magenband-Therapie, sprechen Sie uns an!

Magenbypass

Der Magenbypass ist eine Operationsmethode, bei der der Magen in einen kleinen Vormagen und einen größeren Restmagen getrennt wird. Zusätzlich wird dabei ein Teil des Dünndarmes funktionell ausgeschaltet, sodass der Nahrungsbrei aus dem kleinen Vormagen am Restmagen vorbei direkt in den Dünndarm geleitet wird (Bypass = Umleitung). Dort können die Nährstoffe nicht mehr vollständig aufgenommen werden.
Die Magenbypass-Operation setzt große Erfahrung des Operateurs voraus und wird nur in wenigen speziellen Zentren laparoskopisch (Laparoskopie = Bauchsppiegelung) durchgeführt. Sie gilt als der Goldstandard (allgemein anerkanntes und erfolgreichstes Verfahren) der bariatrischen Chirurgie.

Die Vorteile des Magenbypasses liegen in der sehr guten und sicheren Gewichtsabnahme  und in der guten Wirksamkeit auf einen bestehenden Diabetes mellitus Typ II. In vielen Fällen sind Diabetiker nach einer Magenbypassoperation nicht mehr auf eine Insulintherapie angewiesen.

Die Nachteile einer Magenbypassoperation liegen in einer nachhaltig veränderten Nahrungsverdauung. Es kann zu Mangelsituationen kommen, sodass Patienten nach einer Operation Nahrungsergänzungsmittel zu sich nehmen müssen. Am häufigsten handelt es sich dabei um Vitamine und Spurenelemente, die unter Umständen ein Leben lang als Depot-Spritze verabreicht werden müssen. Deshalb erfolgt schon vor und während des Krankenhausaufenthaltes eine spezielle, auf diese Situation zugeschnittene Ernährungsberatung. Patienten mit einem Magenbypass bedürfen einer lebenslangen ärztlichen Betreuung.

Gern informieren wir Sie in einem ausführlichen Gespräch über alle wichtigen Details und mögliche Komplikationen der Magenbypass-Therapie, sprechen Sie uns an!

Schlauchmagen

Bei der Bildung eines Schlauchmagens (Sleeve-Gastrektomie) wird der größte Teil des Magens operativ entfernt. Aus dem verbliebenen Teil des Magens wird ein ‚Schlauch’ gebildet, sodass nur noch kleine Mengen Nahrung auf einmal aufgenommen werden können und frühzeitig ein Sättigungsgefühl einsetzt.

Durch die Entfernung eines Magenteils werden auch bestimmte Hormone wie beispielsweise das appetitanregende Ghrelin nicht mehr gebildet, wodurch das Hungergefühl nachlässt. Die Vorteile einer Sleeve-Gastrektomie liegen in einer etwas einfacheren operativen Technik und damit verbunden in einer kürzeren Operationszeit. Bei extrem adipösen Patienten mit einem BMI von mehr als 60 kg/m² kann dies ein entscheidender Vorteil sein. Auch mit dieser Operation lassen sich befriedigende dauerhafte Reduktionen des Übergewichts (bis zu 60%) erreichen.

Plastische Chirurgie

Nach einer massiven Gewichtsabnahme ist es in vielen Fällen erforderlich, die Körperkontur wieder herzustellen. Im Adipositaszentrum Hamburg werden solche Bauchdeckenstraffungen und Mammareduktionsplastiken durch die Plastische Chirurgin Dr. Christina A. Brunner vorgenommen, die sich auf diese Eingriffe spezialisiert hat.

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