Fragen und Antworten

Arbeitsschutz

Brauche ich eine Sicherheitsfachkraft/Fachkraft für Arbeitssicherheit?

Nach §1 des Gesetzes über Betriebsärzte, Sicherheitsingenieure und andere Fachkräfte für Arbeitssicherheit hat der Arbeitgeber Fachkräfte für Arbeitssicherheit zur Verbesserung des Arbeitsschutzes zu bestellen. Je nach Mitarbeiterzahl können Sie einen externen Dienst, eine eigene Fachkraft oder Betreuungsangebote der Berufsgenossenschaft annehmen.

Siehe auch: Arbeitssicherheitsgesetz

Muss ich als Sicherheitsbeauftragter eine Schulung haben?

Nach § 7, SGB VII, haben Unternehmen mit regelmäßig mehr als 20 Mitarbeiter die Pflicht Sicherheitsbeauftragte zu bestellen. In der DGUV Regel 100-001 heißt es dazu unter dem Punkt 4.2.6 erläuternd: "Damit Sicherheitsbeauftragte ihre Aufgabe im Betrieb nachhaltig wahrnehmen können, benötigen sie neben den regelmäßigen Informationen durch Betriebsleitung, Fachkraft für Arbeitssicherheit und Betriebsarzt im Allgemeinen eine Ausbildung und auch eine regelmäßige Weiterbildung, die von der Berufsgenossenschaft angeboten wird. Der Sicherheitsbeauftragte kann ohne die Kenntnisse, die er dort erwirbt, seine Aufgabe nicht sachgerecht und vollständig erfüllen."

Siehe auch: DGUV Regel 100-001

Was ist eine Betriebsanweisung?

Eine Betriebsanweisung ist ein arbeitschutzrelevantes Dokument, welches Mitarbeiter auf Gefahren und Schutzmaßnahmen hinweisen soll. Im Allgemeinen müssen Betriebsanweisungen für biologische Arbeitsstoffe, Gefahrstoffe, Maschinen und technische Anlagen erstellt werden.

Siehe auch: § 14 Gefahrstoffverordnung, § 14 Biostoffverordnung, §12 Betriebssicherheitsverordnung

Sind die Einsatzzeiten für Fachkraft für Arbeitssicherheit und Betriebsarzt mitbestimmungspflichtig?

Durch das Gesetz über Betriebsärzte, Sicherheitsingenieure und andere Fachkräfte für Arbeitssicherheit (ASIG, §9) und im Rahmen des Betriebsverfassungsgesetzes (BetrVG, §87) ist geregelt, dass der Betriebsrat bei der Regelung über die Verhütung von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten mitzubestimmen hat. Daraus resultiert ein eindeutiges Mitbestimmungsrecht im Bereich des Arbeitsschutzes durch die Mitarbeitervertretung.

Siehe auch: § 87 Betriebsverfassungsgesetz

Brandschutz

Sind Brandschutzhelfer gesetzlich vorgeschrieben?

Nach der Technischen Regel für Arbeitsstätten ASR A2.2 ist der Unternehmer verpflichtet eine ausreichende Anzahl von Beschäftigten durch Schulung und praktische Löschübungen im Umgang mit Feuerlöscheinrichtungen zur Bekämpfung von Entstehungsbränden vertraut zu machen.

Siehe auch: Technische Regel für Arbeitsstätten ASR A2.2

Wieviele Brandschutzhelfer werden benötigt?

Nach DGUV-Information 205-023: "Die notwendige Anzahl von Brandschutzhelfern ergibt sich aus der Gefährdungsbeurteilung. Ein Anteil von fünf Prozent der Beschäftigten ist bei normaler Brandgefährdung nach ASR A2.2 (z. B. Büronutzung) in der Regel ausreichend. Je nach Art des Unternehmens, der Brandgefährdung, der Wertekonzentration und der Anzahl der während der Betriebszeit anwesenden Personen (z. B. Mitarbeiter, betriebsfremde Personen, Besucher und Personen mit eingeschränkter Mobilität) kann eine deutlich höhere Ausbildungsquote für die Entstehungsbrandbekämpfung sinnvoll sein. Bei der Anzahl der Brandschutzhelfer sind auch Schichtbetrieb und Abwesenheit einzelner Beschäftigter, z. B. durch Fortbildung, Ferien, Krankheit und Personalwechsel, zu berücksichtigen."

Siehe auch: DGUV-Information 205-023

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