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Klinik für Kinder- und Jugendmedizin

Neuigkeiten aus der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin

Wie kommt das Baby in den Bauch? - Was Kinder über Sexualität lernen sollten und wann

Was Kinder über Sexualität lernen sollten und wann

Wenn Eltern mit ihren Kindern über Sexualität und Kinderkriegen sprechen, dann möchten sie natürlich sicher sein, dass ihr Kind versteht was sie sagen und die richtigen Assoziationen geweckt werden. Der folgende Text beschreibt, was Kinder mit zunehmendem Alter und zunehmendem Verständnis aufnehmen und verarbeiten können.

Das Gespräch über Sexualität frühzeitig zu beginnen und mit zunehmendem Alter des Kindes weiter zu entwickeln, gilt als die beste Strategie zur sexuellen Aufklärung und Erziehung. Diese Strategie erspart den Eltern „das eine große Gespräch“ wenn das Kind bereits im jugendlichen Alter ist, zu einem Zeitpunkt wo die Kinder denken, dass sie bereits so viel wissen und ihren Eltern nicht mehr zuhören. Für diese Strategie ist es notwendig, die Dinge in einer Art und Weise zu erklären, die dem Alter und dem Entwicklungsstand des Kindes angemessen sind.

Jedes Kind entwickelt sich unterschiedlich, aber dennoch gibt es eine grobe Orientierung was Kinder zu bestimmten Altersgruppen im Bereich des Kinderkriegens und der Sexualität interessiert und was sie grundsätzlich verstehen können.

Kleinkinder: 13 bis 24 Monate alt

In diesem Alter sollten die Kinder in der Lage sein, Körperteile richtig zu bezeichnen, einschließlich der Genitalien. Sie sollten durchaus die korrekten Namen aller Körperteile kennen, weil es ihnen im Verlauf helfen wird im Falle von Verletzungen oder sexuellen Übergriffen richtig zu kommunizieren. Für die Kinder ist es zunächst einmal selbstverständlich, dass die Genitalien Körperteile sind wie alle anderen. Es hilft ihnen zu einem positiven Körperbild und bestärkt das Selbstvertrauen als die Person (Mädchen oder Junge), die sie nun einmal sind.

Die meisten 2 Jahre alten Kinder erkennen sofort wer ein Mann oder eine Frau ist und wissen den Unterschied zu benennen. Sie haben auch eine generelle Vorstellung davon, dass das Verhalten einer Person (eher männliches, eher weiblichen Verhalten) nicht zwingend durch ihre Genitalien bedingt ist, sondern unabhängig davon ausgedrückt werden.

2-Jährige sollten auch wissen, dass ihr Körper eine private Intimsphäre ist. Es ist normal, wenn 2-Jährige ihre Körper untersuchen, was die Berührung ihrer Genitalien natürlich einschließt, aber sie sollten gelernt haben, wann das angemessen ist und wann nicht.

Kindergartenkinder: 2 bis 4 Jahre alt

In diesem Alter verstehen die meisten Kinder die Grundlagen des Kinderkriegens: Das ein Spermium ein Ei trifft und das ein Baby im Bauch der Mutter heranwächst, vielleicht wissen sie sogar, dass es die Gebärmutter gibt. Wenn ihr Kind danach fragt, kann die eigene Geburtsgeschichte des Kindes erzählt werden. Man kann durchaus erläutern, dass es auch andere Wege gibt wie Familien entstehen, z.B. durch Adoption. Man muss auch nicht alles auf einmal erzählen, sondern kann es Stück um Stück vervollständigen. In diesem Alter sind Kinder mehr an Schwangerschaft und Babys interessiert, weniger am eigentlichen sexuellen Akt.

Kinder müssen jetzt lernen, dass ihr Körper ihr Eigentum ist, und das niemand Fremdes ihn ohne ihre Erlaubnis berühren darf. Sie müssen auch lernen, dass niemand danach fragen darf ihre Genitalien zu berühren, mit Ausnahme der Eltern bzw. andere Personen, die ihre Pflege übernehmen. Je besser ein Kind weiß was erlaubt ist und was nicht, umso leichter fällt es ihnen den Eltern jede Art über Übergriff zu berichten.

Gleichermaßen sollten Kinder in diesem Alter lernen, zu fragen bevor sie jemand anderen berühren (einschließlich umarmen, kitzeln, etc.) und sollten lernen zu erkennen, wenn andere Personen Grenzen aufzeigen,  z.B. wenn ein Gegenüber einen Schritt zurückmacht, dass dies als ein Zeichen für „ich will für mich sein“ zu verstehen und zu respektieren ist.

Vorschul- und Schulkinder: 5 bis 9 Jahre alt

Kinder sollten jetzt ein Grundverständnis dafür haben, dass während die meisten Menschen heterosexuell sind, viele auch homo- oder bisexuell sind und dass hier eine große Bandbreite von Verhaltensweisen besteht. Sie sollten auch wissen, was die Sexualität in menschlichen Beziehungen eine wichtige Rolle einnimmt.

Kinder sollten jetzt definitiv die sozialen Konventionen über Privatheit, Nacktheit und Respekt vor anderen gelernt haben. Die meisten Kinder haben jetzt ihre Körper selbst gut untersucht. Sie sollten verstanden haben, dass dies normal ist, aber dass es etwas ist, was man im Privaten tut.

Dies ist eine wichtige Voraussetzung für die sichere Benutzung von Computern und digitalen mobilen Geräten. Dieselbe Privatheit, die im alltäglichen Leben besteht, gilt auch für die Internetnutzung einschließlich des Verschicken von Fotos und Gesprächen mit Fremden.

Gegen Ende dieser Altersperiode sollten Kinder wissen, dass die Vorpubertät und Pubertät nachfolgen. Dies ist wichtig, da eine immer größere Zahl von Kindern bereits pubertäre Entwicklungen vor dem 10. Lebensjahr zeigt. Diese Gespräche, die durchaus mit Mädchen und Jungen zusammen geführt werden können, sind eine wichtige Vorbereitung dafür, dass körperliche und mentale Veränderungen während der Pubertät zu erwarten sind. Diese offene Diskussion bedeutet eine Rückversicherung für die Heranwachsenden, dass diese Veränderungen normal und gesund sind. Die Kinder sollten wissen, wie wichtig die Hygiene und Körperpflege während der Pubertät sind.

Das Verständnis über die Rolle des sexuellen Verkehrs und der menschlichen Reproduktion sollte gefördert werden. Hier wird eine wichtige Stufe erreicht: Zum einen sind die bereits oben beschriebenen Dinge zu wiederholen und man sollte sich sicher sein, dass das Kind das verstanden hat. Darüber hinaus ist jetzt der richtige Zeitpunkt über Basiswissen hinsichtlich Schwangerschaft, Safer-Sex, Verhütungsmethoden einschl. der Verhütung sexuell übertragbarer Erkrankungen zu sprechen. Die Heranwachsenden sollten auch lernen, dass die Tatsache das man ein Teenager ist nicht zwingend bedeutet, dass man sexuell aktiv werden muss.

Jugendliche sollten den Unterschied verstehen zwischen einer positiven Beziehung zu einem Partner/einer Partnerin und zu einer schlechten Beziehung. Sie sollten ein erweitertes Verständnis haben über Internetsicherheit, einschl. „Bullying“ und „Sexting“. Sie sollten verstanden haben, dass das Teilen und Verschicken von Nacktfotos oder sexuell aufgeladenen Fotos von sich selbst oder von anderen niemals erfolgen darf.

Heranwachsende sollten verstanden haben, dass und wie die sozialen Medien Menschen beeinflussen, und zwar hinsichtlich ihres Selbstbildes und ihres Körperbildes. Sie sollten in der Lage sein, kritisch darüber zu reflektieren, wie Sexualität in den verschiedenen Medien dargestellt wird. Das beinhaltet auch eine Entwicklung eines Urteilsvermögens darüber, ob die Darstellung von Sexualität und sexuellen Akten war oder falsch sei können, realistisch oder nicht realistisch sind und ob sie als positiv oder negativ zu werten sind.

Teenager: 13 bis 19 Jahre alt

Teenager sollten jetzt detaillierte Informationen haben über die Menstruation, nächtliche Emissionen („Wetdreams“) und sie sollten wissen, was normal und gesund ist. Sie sollten jetzt detaillierte Informationen haben über Schwangerschaften, sexuell übertragbare Erkrankungen, verschiedene Methoden von deren Verhütung und deren praktische Anwendung für Safersex.

Die Praxis von Safersex beinhaltet das Verständnis, dass Alkohol und Drogen das eigene Urteilsvermögen und die eigene Handlungsfähigkeit massiv einschränken können.

Teenager sollten wissen, was eine gesunde Beziehung ausmacht: Dies beinhaltet ein Verständnis über Konsens in sexuellen Beziehungen. Gleichsam sollten sie lernen, wie man Personen abwehrt, die Druck und Angst aufbauen, und wie man Beziehungen beendet.

Teenager sind generell sehr auf sich bezogen und versuchen Dinge mit sich selbst zu klären. Ein frühzeitiges und über die Jahre kontinuierlich gut geführtes Gespräch über Sexualität und Beziehungen erhöht jedoch die Chance, dass Teenager ihre Eltern ansprechen, wenn Schwierigkeiten oder gefährliche Dinge entstehen und wenn sie Fragen bzw. Sorgen haben über ihre sich verändernden Körper und Identitäten.

Insektenstiche bei Kindern

Insektenstiche bei Kindern

Der Frühling ist da und zusammen mit ihm bekommen Stechinsekten großen Appetit auf unser Blut. Zunächst die Zusammenfassung der wichtigsten Punkte:

  • Stechinsekten umfassen in unseren Gegenden Stechmücken, Bremsen, Bienen, Wespen, Zecken und andere.
  • Insektenstiche oder –bisse passieren, wenn ein Insekt in die Haut eines Menschen beißt, entweder um sich zu ernähren oder um sich selbst zu verteidigen.
  • Diese Insekten stechen auf unterschiedliche Arten, für Bienen ist bekannt, dass sie oftmals ihren Stachel in der Wunde zurücklassen.
  • Insektenstiche verursachen regelmäßig Schwellungen und Rötungen. Bei einigen Kindern können schwere und möglicherweise lebensbedrohliche Reaktionen vorkommen.
  • Einige Kinder sprechen gut auf ein Antihistaminika an (z.B. Fenistil®, Cetirizin®), andere benötigen einfach eine Kühlung mit Eis oder cold packs.
  • Vorbeugend gegen Insektenstiche ist Kleidung ohne grelle Farben, möglichst langärmlig, und die Anwendung von Insektenschutzmitteln (Repellentien) empfohlen.
  • DEET ist eine sehr effektives Insektenschutzmittel, muss aber sorgfältig hinsichtlich des kindliches Alters eingesetzt werden.
  • Bei gleichzeitiger Verwendung von Sonnencreme und Repellentien ist  die Sonnencreme zuerst auf die Haut aufzutragen.
  • In den meisten Fällen entsteht einfach eine Schwellung, Rötung und Juckreiz, der auf eine kleine Fläche rundum die Stichverletzung entsteht. Wenn Kinder jedoch eine sehr starke Reaktion erleiden, ggf. bis hin zu Bauchkrämpfen, Luftnot und Kreislaufschwierigkeiten, liegt eine Anaphylaxie vor. In diesen Fällen sind meistens Bienen, Wespen und Hornissen die Verursacher.
  • In vielen Gegenden der Welt können Insekten weitere Krankheitserreger übertragen. Am bekanntesten sind die Moskitos, die Malaria übertragen oder das West-Nil-Virus, andere, wie z.B. die Zecken können die Lyme-Erkrankung übertragen, die durch Borrelien verursacht wird.

Fragt man ein Kind, was ihn gestochen hat, sagt es meistens: „eine Biene“. Es gibt aber gut feststellbare Unterschiede zwischen Biene und Wespe. Dagegen  beide Insekten eine spezifische Desensibilisierungstherapie möglich ist, muss man genau herausfinden, welches Insekt verantwortlich ist:

Wespe

  • Stachel bleibt nach Stich nicht in der Haut
  • Sticht in Nähe von Speisen und Müll
  • Sommer bis Spätherbst, vor allem im August
  • eher aggressiv, sticht aus Spass am Stechen

Biene

  • Stachel verbleibt in der Haut
  • Sticht in der Nähe von Bienenstöcken, Klee, Blüten
  • Frühjahr bis Spätsommer
  • Eher friedlich, sticht wenn sie geärgert wird.

Behandlung von Insektenstichen und deren Komplikationen

  • Im Falle eines stärkeren Juckreizes lassen sich Medikamente (wie z.B. Fenistil®-Gel oder aber auch Tabletten bzw. Tropfen) geben.
  • Bei schweren allergischen Reaktionen ist der Einsatz von Adrenalin-Pens empfohlen, soweit Ihrem Kind ein solcher verordnet wurde, und erst danach sind der Notruf (112) zu wählen und der Arzt aufzusuchen.
  • Wenn ein Kind länger an einem Insektenstich kratzt, besteht die Gefahr einer zusätzlichen bakteriellen Infektion, die sich meistens durch eine intensivere Rötung sowie die Bildung von Eiter zeigt. In diesen Fällen sollte ein Arzt aufgesucht werden.

Vorbeugende Maßnahmen gegen Insektenstiche und -bisse

In den meisten Fällen werden Kinder bei warmem und feuchtem Wetter sowie in der Dämmerung und in den Abendstunden von Insekten gestochen. Hier sind einige Vorschläge, die zur Vermeidung von Insektenstichen dienen:

  • Auftragen eines Insektenabwehrmittels auf die Kleidung bzw. auf die exponierte Haut.
  • Möglichst Kleidung ohne grelle Farben tragen.
  • Kurze Hosen und kurze Ärmel möglichst vermeiden.
  • Insekten sind oft nur wenige Stunden am Tag hochaktiv. Wenn möglich kann man zu diesen Stunden sich innerhalb des Hauses aufhalten.
  • In Ländern und Regionen, in denen Mücken gefährliche Erkrankungen übertragen, ist es besonders für Kinder unter 6 Monaten empfohlen, Bettnetze zu benutzen, die mit  einen  Insektizid imprägniert sind. Soweit empfohlen sind Antimalaria-Medikamente einzunehmen.
  • Besonders wirkungsvoll ist ein Repellent mit DEET. Bei Kindern müssen jedoch die Dosis und die Häufigkeit der Anwendung wie folgt berücksichtigt werden: Bei Babys, die unter 6 Monate alt sind: Sie sollten nicht mit DEET behandelt werden. Kinder im Alter zwischen 6 Monaten und 2 Jahren: Hier ist die Anwendung von Produkten mit maximal 10% DEET  einmal am Tag gefahrlos möglich. Kinder im Alter von 2 und 12 Jahren: Benutzen Sie ein Produkt mit 10% DEET und geben Sie dieses nicht mehr als dreimal täglich. Kinder über 12 Jahre und Erwachsene: Hier können Repellentien mit 30% DEET eingesetzt werden. Je höher die DEET-Konzentration, desto länger hält der Schutz an.

Bei der Anwendung von DEET ist zu beachten, dass insbesondere bei Kleinkindern das Gesicht und die  Hände sowie alle Bereiche mit verletzter Haut nicht mit DEET in Verbindung kommen sollen.

Als Vater, Mutter oder Betreuer sollten sie ihre Hände waschen und ggfs. die des Kindes, sobald das DEET appliziert ist.

Bei gleichzeitiger Verwendung von Sonnenschutzcreme und Repellentien ist die Sonnenschutzcreme 30 Minuten vor der Anwendung des Repellents aufzutragen.

Kombinationsmittel aus Sonnencreme und Repellentien (in einem Produkt) sind nicht zu empfehlen:

Erstens kann das Repellents den Sonnenschutz weniger wirksam machen und die Sonnenschutzcreme kann eine Aufnahme des Repellents in den Körper ermöglichen, und da soll es nicht hin.

Zweitens ist die Gefährdung durch Sonne und Repellentien über den Tag ungleich verteilt: Oftmals ist im grellsten Sonnenschein das Insekt inaktiv und wird erst gegen Abend aktiver.

Drittens kann Sonnenschutz durchaus zwei-, drei- oder viermal täglich appliziert werden, es wäre jedoch nicht zu empfehlen, gleichzeitig so viel Repellent aufzutragen.

Wenn es doch zum Insektenstich kommt, können sie wie oben beschrieben zunächst Maßnahmen ergreifen. Sie müssen jedoch einen Arzt aufsuchen wenn:

  • Sie in einer Region sind, wo bekanntermaßen Insektenkrankheiten übertragen werden.
  • Ihr Kind ein übermäßig großen Hautausschlag, Fieber oder andere Symptome entwickelt, die Anzeichen einer schweren Allergie bzw. eines allergischen Schocks auftreten.

Für Fragen zur Vermeidung von Insektenstichen, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Kinder und Corona

Kinder und Corona

Wir alle müssen in den letzten Monaten lernen, mit der politischen Krise rund um die Corona-Infektion umzugehen. Die Unsicherheiten, denen wir gegenüberstehen, bewirken bei vielen von uns eine tiefsitzende Unsicherheit, Stress, manchmal offene Ängste. Gleichermaßen reagieren Kinder und Jugendliche, und das ist grundsätzlich eine reguläre Funktion unserer Psyche, auf Unsicherheiten und abrupten Änderungen der alltäglichen Routine mit Stress.

Auch für uns Eltern ist es dann oftmals schwer, unser Kind bzw. unsere Kinder zu verstehen  und ihnen ein zuverlässiger Begleiter zu sein.

Zunächst möchte ich auf den Unterschied hinweisen, wie jüngere Kinder und Jugendliche auf Stress reagieren.

Kindergarten und Grundschulkinder reagieren, indem sie:

  1. Covid19-bezogene Themen in ihr Spielverhalten integrieren, z. B. weil eine Spielfigur ins Krankenhaus muss, weil es an einem Virus erkrankt ist.
  2. Themen wie Sterben oder Tod in ihr Spiel oder in Gespräche einfließen lassen, weil sie davon etwas aufgeschnappt haben, sei es im Radio, Fernsehen oder den Unterhaltungen Erwachsener.
  3. Reagieren regressiv, indem sie Säuglings- oder Kleinkindverhalten wiederholen, wie z. B. Daumennuckeln, Bettnässen, etc.
  4. Äußern Ängste, wenn sie von den Eltern oder anderen Betreuern getrennt werden, z. B. beim Einkaufen oder anderen Aktivitäten
  5. Zeigen Einschlafstörungen oder liegen lange in ihrem eigenen Bett wach.
  6. Zeigen ein rebellisches, aggressives Verhalten, wie sie es sonst nicht tun.

Jugendliche hingegen tendieren dazu, ihre Gedanken und Gefühle zu verinnerlichen, wenn sie gestresst sind, also weniger als jüngere Kinder sie expressiv zu verarbeiten. Dieses „in sich hineinfressen“ ist typisch für diese Altersgruppe und kann die psychische Belastung massiv verstärken. Weiterhin zeigen sie folgende Verhaltensauffälligkeiten:

  1. Ziehen sich von Freunden und Familienmitgliedern zurück.        
  2. Verbringen noch mehr Zeit auf ihren elektronischen Geräten bzw. am Bildschirm.
  3. Vernachlässigen die persönliche Hygiene.
  4. Richten ihre Frustration gegen Geschwister oder Eltern, aber nicht gegen die Situation selbst.
  5. Verweigern ihre sonstigen alltäglichen Verantwortlichkeiten.
  6. Zeigen verstärkt riskantes Verhalten.

Für uns Eltern ist das keine einfache Situation, da wir gelegentlich im Home-Office arbeiten, in Kurzarbeit sind, oder gar um den Arbeitsplatz fürchten müssen.

Folgendes können wir jedoch versuchen, um die Situation zu erleichtern und zu verbessern:

  1. Obwohl der Tagesablauf jetzt komplett anders ist, sollte versucht werden, eine gewisse neue tägliche Routine zu entwickeln, um sowohl Unsicherheit zu reduzieren, als auch Kindern wie Jugendlichen ein zumindest grobes Grundgerüst von Normalität zu geben.
  2. Wir sollten versuchen, uns zugänglich zu zeigen und unter Berücksichtigung der kindlichen bzw. jugendlichen Verhaltensweisen (siehe oben) zu verstehen, was unsere Kinder fühlen. Sehr häufig suchen unsere Kinder und Jugendlichen dann Bestärkung und Zuspruch, dass ihre Gefühle „ok“ sind.
  3. Virtuelle Spiel- und Kontaktmöglichkeiten können wir in Absprache mit den Eltern befreundeter Kinder organisieren, damit unser Nachwuchs mit Gleichaltrigen in Kontakt bleibt.
  4. Die Zeiten am Bildschirm, Fernseher, Gerätekonsolen sollten auch in Covid-Zeiten auf maximal 2 Stunden für Heranwachsende begrenzt bleiben.
  5. Stattdessen können Brettspiele, gegenseitiges Vorlesen und andere Aktivitäten zusammen als Familie Freude und Erfüllung bringen.
  6. Gemeinsames Spielen hilft Kindern auf zwei Wegen:
  • einerseits lernen sie durch das Spiel,
  • zweitens können sie im Spiel Gefühle und Ausdrucksformen für ihre Gefühle finden, für die sie vielleicht primär keine Worte haben.

Diskussionen über wirtschaftliche Probleme, Geld oder drohende Arbeitslosigkeit sollten vor Kindern und Jugendlichen vermieden werden, da dieser Themenbereich eine gravierende Quelle für Ängste ist.

Als Eltern sollten wir nicht vergessen, auch an uns selbst zu denken. Wir neigen dazu, die Wünsche und Notwendigkeiten unserer Familie über unsere eigenen Bedürfnisse zu stellen. Je besser wir unseren eigenen Stress managen und je mehr wir „guten“ Stress zu unserem Freund machen, desto leichter fällt es uns, anfällige innerfamiliäre Krisen zu bewältigen. „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ beinhaltet auch, gut zu uns zu selbst zu sein.

Die medizinischen und hygienischen Fragen rund um Covid sind unverändert wichtig. Da es keine Therapie gegen Covid gibt und auch noch keine Impfung, bleiben nur die regulären hygienischen Maßnahme, um das Infektionsrisiko zu vermindern und damit das Risiko an der Infektion mehr oder weniger schwer zu erkranken.

Der Infektionsweg des Corona-Virus geht über die Nasen- oder Mundschleimhaut in den Rachen. Dort vermehrt sich das Virus, was zu deutlichen Rachenschmerzen führt. Gleichzeitig weisen viele Patienten eine Störung des Geruchs- und Geschmacksinnes auf, womöglich, weil das Virus die Zellen des Geruchs- und Geschmackssinnes befällt. Im Verlauf kann das Virus dann vom Rachen in die Lunge absteigen und es kommt zum Husten bis zur Lungenentzündung.

Wir müssen also vermeiden, dass das Virus auf die Nasen- oder Mundschleimhaut kommt. Dazu sollten wir uns nicht von Erkrankten anhusten oder anniesen lassen. Das geht am besten, indem Menschen mit akuten Atemwegserkrankungen selber einen Mundschutz tragen und Abstand, insbesondere zu allen Personen halten, die aufgrund von Alter, anderen Erkrankungen oder bestimmten Behandlungsmethoden (immunsuppressive Therapien) besonders gefährdet sind.

Wir selber nehmen das Virus oftmals auf, indem wir virusverseuchte Gegenstände anfassen und dann mit unseren eigenen Fingern ins Gesicht bringen. Daher ist Hände waschen ein ganz zentrales Element des Selbstschutzes. Reguläre Seife zerstört die Proteinhüllen um den Viruskern, sodass er mit einfachem Händewaschen mit Seife nicht mehr infektiös ist.

Corona wird besiegt werden! Die Neuinfektionen sind seit Wochen auf dem Rückzug bis kaum noch vorhanden, trotz bereits erfolgter Lockerungen der anfangs sehr strikten Hygienemaßnahmen. Inzwischen steht die Bewältigung unerwünschter Auswirkungen der Gegenmaßnahmen gegen das Coronas-Virus zunehmend im Vordergrund. Die Intention dieses Artikels ist Ihnen einige Wegmarken aufzuzeigen, wie sie die Reaktionen ihres Kindes  einschätzen können. Sollten sie hierzu noch weitere Fragen haben, können sie diese gerne an den Autor richten.

 

PD. Dr. Wenzel Nürnberger

Chefarzt der Kinderklinik

Asklepios Klinikum Uckermark, Schwedt

Sprechstunde:

Tel: 03332/ 53 41 51

Kinder und Bildschirmgeräte – Worauf müssen wir als Eltern achten?

Kinder und Bildschirmgeräte – Worauf müssen wir als Eltern achten?

Der Herbst ist, die Tage werden kürzer und die Abende länger: was liegt da näher als der verführerischen Versuchung der Streaming- und TV-Dienste zu nachzugeben. Und schon stellt sich die Frage: wie viele Stunden vor dem Bildschirm sind für ein Kind angemessen? Positiv ist, dass Erlebnisse vor Bildschirmgeräten (im weitesten Sinne Fernsehen, Computer, Spielkonsolen, Tablets bzw. Smartphones) für Sie und Ihr Kind und  auch gemeinsam sehr unterhaltsam und erfüllend sein können: Gleichwohl kann ein zu viel an Zeiten vor dem Bildschirm bei ihrem Kind negative Verhaltensweisen und Emotionen auslösen. Daher ist es wichtig, dass sie einen Überblick über die Bildschirmzeiten ihres Kindes haben, Grenzen setzen und ihr Kind dahinführen, die Bildschirmzeiten und die bildschirmfreien Aktivitäten in Balance zu halten.

Grundsätzlich gilt, dass Kinder bis zum 2. Geburtstag gar keine Bildschirmgeräte benutzen sollten, und das Kinder im Alter von 2. - 4. Jahren nicht länger als eine halbe Stunde am Tag vor dem Bildschirm sitzen sollten. Für ältere Kinder bis zum 18. Lebensjahr gilt ein Maximum von 2 Stunden pro Tag als Obergrenze der Benutzung von Bildschirmgeräten, wobei es sich hier um einen Durchschnittswert handelt*.

Kinder und Teenager die zu lange Zeiten vor einem Bildschirmgerät verbringen, weisen folgende unerwünschte Emotionen und Verhaltensweisen auf:

Sie werden:

  • einsam
  • traurig
  • übermüdet
  • gestresst und ängstlich
  • eher isoliert von Freunden bzw. der Familie
  • introvertiert und nervös
  • agitiert, im schlimmsten Fall wütend oder aggressiv

Insgesamt zeigen Teenager, die länger als durchschnittlich 2 Stunden am Tag vor einem Bildschirmgerät sitzen, ein geringeres Selbstwertgefühl*. Desweiteren zeigt sich eine schlechtere schulische Leistungsfähigkeit, da statt der Hausaufgaben eben der Bildschirm nachmittags zum zentralen Event wird.

Kinder, die von einem Bildschirm ablenken lassen oder Videospiele spielen und gleichzeitig essen,  nehmen oftmals nicht mehr wahr, wann sie eigentlich satt sind und nehmen in kurzer Zeit sehr viel Gewicht zu.

Was soll man als Eltern also tun?

Grundsätzlich sind die oben genannten Bildschirmzeiten einzuhalten. Wenn es so sein sollte, dass ihr Kind aktuell sehr viel längere Bildschirmzeiten hat, so ist die Empfehlung, wöchentlich die Bildschirmzeit um 30 min. pro Tag abzusenken bis man in dem altersbedingten Zielbereich ist.

Grundsätzlich sollte mindestens eine Stunde vor der Schlafenszeit kein Bildschirmgerät mehr benutzt werden, da die Kinder dann ein besseres Ein- und Durchschlafverhalten zeigen.

Eine Zeitbegrenzung sollte auch für die so genannten „aktiven Videospiele“ gelten: diese Videospiele sind beworben als „gesunder Weg“ um aktiv zu werden, jedoch lernen Kinder, Jugendliche und auch Erwachsene wie sie diese Spiele mit nur minimaler Bewegung bzw. minimalen Gestenspielen kommen, sodass der echte Energieverbrauch nur sehr gering ist.

Besser ist es, die Zeit der aktiven körperlichen Betätigung an der frischen Luft (Fahrradfahren, mit anderen Kindern draußen spielen, Trampolin springen, Gartenrechen, im Winter Schnee schaufeln) als zeitliche Grundlage für die Bildschirmzeit zu benutzen: So kann man z. B. festlegen, dass 30 Minuten Außerhausaktivität zu 30 Minuten Bildschirmzeit berechtigt. Dabei sind natürlich die oben genannten Tagesgrenzen einzuhalten.

Sprechen sie mit Ihrem Kind über die Technologie:

Sprechen sie mit Ihrem Kind altersgerecht, aber offen über die positiven und negativen Seiten von Bildschirmgeräten. Damit helfen sie ihm, zu verstehen, dass es wichtig ist Interessen auch unabhängig von Bildschirmgeräten zu haben.

Negative Seite der Bildschirmgeräte

  1. Ihr Kind mag im Internet Dingen begegnen, die nicht angemessen für sein Alter sind. Ermutigen Sie ihr Kind, den Bildschirm dann abzuschalten und ihnen sofort Bescheid zu geben, wenn es etwas sieht, das ihm Angst macht oder das sich „nicht richtig“ anfühlt.
  2. Mit Freunden oder Familienmitgliedern von Angesicht zu Angesicht etwas zu unternehmen bringt positive Gefühle und ein besseres Gemeinschaftsgefühl. Soziale Medien und Technologie können dazu führen das man sich vereinsamt fühlt, da die Vielfalt von Sprache, Gestik, Wärme und Nähe fehlt.
  3. Passiv auf einen Bildschirm zu schauen führt im Regelfall zu einem reinen Konsumverhalten. Im Gegensatz dazu ist eine gesunde Vorstellungskraft und Kreativität wichtig für Kinder und Jugendliche. Sie sollen und dürfen zur Entwicklung ihrer Persönlichkeit eigene Ideen generieren, eigene Problemlösungen finden und sich auch ohne Technologie zu unterhalten können.
  4. Ohne angemessene Grenzen kann die Bildschirmtechnologie zu Suchtverhalten führen, sodass nur wenig Zeit und Lust für andere Aktivitäten verbleibt.

Positive Seiten der Bildschirmgeräte

  1. Bildschirmtechnologie kann richtig eingesetzt zu einem besseren Lern- und Ausbildungsverhalten Ihres Kindes führen, da es Informationen bereitstellt die sonst nicht zu finden sind.
  2. Familienmitglieder oder andere wichtige Personen im Leben ihres Kindes, die weit weg sind können durch die Bildschirmtechnologien leichter erreicht werden. Einen persönlichen Kontakt ersetzen sie jedoch nicht.
  3. Als Familie oder mit Freunden gemeinsam Filme zu schauen oder Videospiele zu spielen, kann in dieser Art das Gemeinschaftsgefühl stärken.

Selbst mit den besten Informationen und Regeln kann es schwierig sein für ihr Kind die Bildschirmzeiten angemessen einzuhalten. Grundsätzlich sollte ihr Kind Bildschirmzeiten als eine Art Privileg ansehen. Bildschirmtechnologien öffnen ihrem Kind viele Türen zum Internet, und geben bisher ungeahnte neue Möglichkeiten.

Aus der Vielzahl der Angebote und propagierten Vorbildern kann jedoch für Ihr Kind ein Gefühl eines Überwältigtseins entstehen bis hin zu depressiven Gefühlen der eigenen vermeintlichen Schwäche; hierüber können Sie mit ihrem Kind offen sprechen, denn wir alle wissen, dass im Internet vieles aufgehübscht bzw. gefakt ist. Nicht zuletzt ist es wichtig, dass ihr Kind auch online sicher ist.

Bei gemeinsam genutzten Computern oder Bildschirmgeräten ist es angeraten, einen eigenen Kinder-Account einzurichten mit entsprechenden Elternkontrollmöglichkeiten. Erinnern sie ihr Kind immer wieder daran, dass es im Internet Personen gibt die sich als etwas anderes ausgeben, als sie in Wirklichkeit sind, und dass unter diesen Personen auch Kriminelle sind.  

Erklären sie ihrem Kind, niemals bei Online-„Freunden“ Fragen zu beantworten die sehr persönlich sind, wo sie oder ihre Familien leben, oder andere Daten, Telefonnummer etc.

Unterstützend für eine gesunde Entwicklung ihres Kindes im Verhältnis zu Bildschirmgeräten ist es an folgende Punkte zu denken:

  1. TV-Geräte und Computer sollten nicht im Schlafzimmer stehen.
  2. Schalten die den Fernseher aus beim gemeinsamen Essen.
  3. Sorgen sie für möglichst viele körperliche Aktivitäten für ihr Kind, sei es in der Schule, Sportclubs und Unterricht in Sportarten.

Unser Herz schlägt für das Leben

Wie einfach oder schwerwiegend die Erkrankung Ihres Kindes sein mag: es ist uns bewusst, dass nichts „einfach“ ist, wenn es die Gesundheit Ihres Kindes betrifft. In der Kinderklinik Schwedt betreuen wir über 1000 Kinder jedes Jahr auf der Station und über 4000 in der Ambulanz. Das ist die Erfahrung, auf die Sie zählen können!

Unser fürsorgendes, kinderfreundliches Team aus Kinderärzten, Pflegekräften, Physiotherapeuten, Sozialarbeitern und Konsilärzten ist speziell darauf trainiert, die Besonderheiten und individuellen Wünsche von Kindern und ihren Familien wahrzunehmen, zu verstehen und umzusetzen.

Auf dieser Homepage finden Sie Texte und Videos, die Ihr Kind und Sie auf einen Aufenthalt in der Notaufnahme bzw. dem Krankenhaus vorbereiten können, damit Vertrauen gestärkt und Ängsten vorgebeugt wird.


Wir sind für Sie gut zu erreichen und suchen kompetente Antworten auf alle Gesundheitsfragen zu Ihrem Kind:
- Für geplante bzw. zu planende stationäre Aufnahmen hilft Ihnen das Sekretariat der Kinderklinik weiter. Für weitere Fragen (Herausfinden des optimalen Termins, Mitaufnahme der Mutter, nüchtern oder nicht?, was muss mitgebracht werden? etc.) steht Ihnen ein erfahrenes Gesundheits- und Kinderkrankenpflegeteam zur Verfügung, welches den Kindern und Eltern gerne die relevanten Punkte im Rahmen des stationären Aufenthalts erläutert.
- Ambulante Termine vereinbaren Sie bitte über das Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) – dort helfen mehrere Kinderärzte Ihnen und Ihrem Kind. Gerne vereinbart das Pflegepersonal und die medizinischen Fachangestellten Zeiten für ausführlichere Arztgespräche.
- Das ärztliche und pflegerische Personal ist darin geschult Ihren Kindern altersgerecht ihre Erkrankung und die notwendigen Maßnahmen zu erläutern. Gleichermaßen nehmen wir uns für die Fragen der Eltern - Ihre Fragen - viel Zeit. Eltern, Pflegepersonal und Ärzte sind in unseren Augen die beste Medizin für Ihr krankes Kind!

Wir unterstützen sehr, dass Ihr krankes Kind von Ihnen als Elternteil während seines stationären Aufenthaltes rund um die Uhr begleitet wird.

Jugendliche Schwangere (unter 18 Jahren) können zur Kontaktaufnahme ein anonymes Notfall-Telefon benutzen, das sie mit Ärztinnen/-en der Kinderklinik bzw. der Geburtshilfe verbindet. So kann ein früher, unverfänglicher Gesprächskontakt entstehen, der der jungen werdenden Mutter zu einem eigenständigen und eigenverantwortlichen Umgang mit ihrer Schwangerschaft verhilft.

Wir geben Ihnen bei der Entlassung Ihres Kindes einen Arztbrief mit; darüber hinaus besprechen wir wichtige Befunde bzw. besondere Maßnahmen noch vor der Entlassung telefonisch mit den einweisenden Ärztinnen und Ärzten. Unser oberstes Ziel ist hier die nahtlose und möglichst verlustfreie Kommunikation, um auch nach dem Klinikaufenthalt ein gutes Ergebnis zu erzielen. Niedergelassene Kolleginnen und Kollegen haben unmittelbaren telefonischen Zugang zum Chefarzt und zur Oberärztin der Kinderklinik. Wir können viele Fragen und Probleme oftmals im Vorfeld beantworten bzw. vermeiden.

Die Sicherheit Ihrer Kinder hat für uns höchste Priorität: Wir verbessern stetig die Weiterbildung unserer Assistenzärztinnen/-e mittels interner wie externer Fortbildungsprogramme. Zudem sind Prozeduren mit höchster Priorität, wie z.B. Reanimation beim Neugeborenen und Notsectio (Notfall-Kaiserschnitt) speziell für ärztliche und pflegerische Mitarbeiter erarbeitet worden und werden mehrfach jährlich trainiert.

Wir nutzen zudem die Möglichkeiten des Critical-Incident-Report-System (CIRS), mit dem Ziel aufkommende Unregelmäßigkeiten zu erfassen und zu eliminieren, bevor folgenreiche Fehler und Schäden entstehen. Damit wenden wir dasselbe hochkarätige Fehlervermeidungsmanagement an, wie es in der Luftfahrt seit Jahrzehnten üblich ist.

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