Klinik für Kinder- und Jugendmedizin

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Kinder und Bildschirmgeräte – Worauf müssen wir als Eltern achten?

Kinder und Bildschirmgeräte – Worauf müssen wir als Eltern achten?

Der Herbst ist, die Tage werden kürzer und die Abende länger: was liegt da näher als der verführerischen Versuchung der Streaming- und TV-Dienste zu nachzugeben. Und schon stellt sich die Frage: wie viele Stunden vor dem Bildschirm sind für ein Kind angemessen? Positiv ist, dass Erlebnisse vor Bildschirmgeräten (im weitesten Sinne Fernsehen, Computer, Spielkonsolen, Tablets bzw. Smartphones) für Sie und Ihr Kind und  auch gemeinsam sehr unterhaltsam und erfüllend sein können: Gleichwohl kann ein zu viel an Zeiten vor dem Bildschirm bei ihrem Kind negative Verhaltensweisen und Emotionen auslösen. Daher ist es wichtig, dass sie einen Überblick über die Bildschirmzeiten ihres Kindes haben, Grenzen setzen und ihr Kind dahinführen, die Bildschirmzeiten und die bildschirmfreien Aktivitäten in Balance zu halten.

Grundsätzlich gilt, dass Kinder bis zum 2. Geburtstag gar keine Bildschirmgeräte benutzen sollten, und das Kinder im Alter von 2. - 4. Jahren nicht länger als eine halbe Stunde am Tag vor dem Bildschirm sitzen sollten. Für ältere Kinder bis zum 18. Lebensjahr gilt ein Maximum von 2 Stunden pro Tag als Obergrenze der Benutzung von Bildschirmgeräten, wobei es sich hier um einen Durchschnittswert handelt*.

Kinder und Teenager die zu lange Zeiten vor einem Bildschirmgerät verbringen, weisen folgende unerwünschte Emotionen und Verhaltensweisen auf:

Sie werden:

  • einsam
  • traurig
  • übermüdet
  • gestresst und ängstlich
  • eher isoliert von Freunden bzw. der Familie
  • introvertiert und nervös
  • agitiert, im schlimmsten Fall wütend oder aggressiv

Insgesamt zeigen Teenager, die länger als durchschnittlich 2 Stunden am Tag vor einem Bildschirmgerät sitzen, ein geringeres Selbstwertgefühl*. Desweiteren zeigt sich eine schlechtere schulische Leistungsfähigkeit, da statt der Hausaufgaben eben der Bildschirm nachmittags zum zentralen Event wird.

Kinder, die von einem Bildschirm ablenken lassen oder Videospiele spielen und gleichzeitig essen,  nehmen oftmals nicht mehr wahr, wann sie eigentlich satt sind und nehmen in kurzer Zeit sehr viel Gewicht zu.

Was soll man als Eltern also tun?

Grundsätzlich sind die oben genannten Bildschirmzeiten einzuhalten. Wenn es so sein sollte, dass ihr Kind aktuell sehr viel längere Bildschirmzeiten hat, so ist die Empfehlung, wöchentlich die Bildschirmzeit um 30 min. pro Tag abzusenken bis man in dem altersbedingten Zielbereich ist.

Grundsätzlich sollte mindestens eine Stunde vor der Schlafenszeit kein Bildschirmgerät mehr benutzt werden, da die Kinder dann ein besseres Ein- und Durchschlafverhalten zeigen.

Eine Zeitbegrenzung sollte auch für die so genannten „aktiven Videospiele“ gelten: diese Videospiele sind beworben als „gesunder Weg“ um aktiv zu werden, jedoch lernen Kinder, Jugendliche und auch Erwachsene wie sie diese Spiele mit nur minimaler Bewegung bzw. minimalen Gestenspielen kommen, sodass der echte Energieverbrauch nur sehr gering ist.

Besser ist es, die Zeit der aktiven körperlichen Betätigung an der frischen Luft (Fahrradfahren, mit anderen Kindern draußen spielen, Trampolin springen, Gartenrechen, im Winter Schnee schaufeln) als zeitliche Grundlage für die Bildschirmzeit zu benutzen: So kann man z. B. festlegen, dass 30 Minuten Außerhausaktivität zu 30 Minuten Bildschirmzeit berechtigt. Dabei sind natürlich die oben genannten Tagesgrenzen einzuhalten.

Sprechen sie mit Ihrem Kind über die Technologie:

Sprechen sie mit Ihrem Kind altersgerecht, aber offen über die positiven und negativen Seiten von Bildschirmgeräten. Damit helfen sie ihm, zu verstehen, dass es wichtig ist Interessen auch unabhängig von Bildschirmgeräten zu haben.

Negative Seite der Bildschirmgeräte

  1. Ihr Kind mag im Internet Dingen begegnen, die nicht angemessen für sein Alter sind. Ermutigen Sie ihr Kind, den Bildschirm dann abzuschalten und ihnen sofort Bescheid zu geben, wenn es etwas sieht, das ihm Angst macht oder das sich „nicht richtig“ anfühlt.
  2. Mit Freunden oder Familienmitgliedern von Angesicht zu Angesicht etwas zu unternehmen bringt positive Gefühle und ein besseres Gemeinschaftsgefühl. Soziale Medien und Technologie können dazu führen das man sich vereinsamt fühlt, da die Vielfalt von Sprache, Gestik, Wärme und Nähe fehlt.
  3. Passiv auf einen Bildschirm zu schauen führt im Regelfall zu einem reinen Konsumverhalten. Im Gegensatz dazu ist eine gesunde Vorstellungskraft und Kreativität wichtig für Kinder und Jugendliche. Sie sollen und dürfen zur Entwicklung ihrer Persönlichkeit eigene Ideen generieren, eigene Problemlösungen finden und sich auch ohne Technologie zu unterhalten können.
  4. Ohne angemessene Grenzen kann die Bildschirmtechnologie zu Suchtverhalten führen, sodass nur wenig Zeit und Lust für andere Aktivitäten verbleibt.

Positive Seiten der Bildschirmgeräte

  1. Bildschirmtechnologie kann richtig eingesetzt zu einem besseren Lern- und Ausbildungsverhalten Ihres Kindes führen, da es Informationen bereitstellt die sonst nicht zu finden sind.
  2. Familienmitglieder oder andere wichtige Personen im Leben ihres Kindes, die weit weg sind können durch die Bildschirmtechnologien leichter erreicht werden. Einen persönlichen Kontakt ersetzen sie jedoch nicht.
  3. Als Familie oder mit Freunden gemeinsam Filme zu schauen oder Videospiele zu spielen, kann in dieser Art das Gemeinschaftsgefühl stärken.

Selbst mit den besten Informationen und Regeln kann es schwierig sein für ihr Kind die Bildschirmzeiten angemessen einzuhalten. Grundsätzlich sollte ihr Kind Bildschirmzeiten als eine Art Privileg ansehen. Bildschirmtechnologien öffnen ihrem Kind viele Türen zum Internet, und geben bisher ungeahnte neue Möglichkeiten.

Aus der Vielzahl der Angebote und propagierten Vorbildern kann jedoch für Ihr Kind ein Gefühl eines Überwältigtseins entstehen bis hin zu depressiven Gefühlen der eigenen vermeintlichen Schwäche; hierüber können Sie mit ihrem Kind offen sprechen, denn wir alle wissen, dass im Internet vieles aufgehübscht bzw. gefakt ist. Nicht zuletzt ist es wichtig, dass ihr Kind auch online sicher ist.

Bei gemeinsam genutzten Computern oder Bildschirmgeräten ist es angeraten, einen eigenen Kinder-Account einzurichten mit entsprechenden Elternkontrollmöglichkeiten. Erinnern sie ihr Kind immer wieder daran, dass es im Internet Personen gibt die sich als etwas anderes ausgeben, als sie in Wirklichkeit sind, und dass unter diesen Personen auch Kriminelle sind.  

Erklären sie ihrem Kind, niemals bei Online-„Freunden“ Fragen zu beantworten die sehr persönlich sind, wo sie oder ihre Familien leben, oder andere Daten, Telefonnummer etc.

Unterstützend für eine gesunde Entwicklung ihres Kindes im Verhältnis zu Bildschirmgeräten ist es an folgende Punkte zu denken:

  1. TV-Geräte und Computer sollten nicht im Schlafzimmer stehen.
  2. Schalten die den Fernseher aus beim gemeinsamen Essen.
  3. Sorgen sie für möglichst viele körperliche Aktivitäten für ihr Kind, sei es in der Schule, Sportclubs und Unterricht in Sportarten.

Unser Herz schlägt für das Leben

Wie einfach oder schwerwiegend die Erkrankung Ihres Kindes sein mag: es ist uns bewusst, dass nichts „einfach“ ist, wenn es die Gesundheit Ihres Kindes betrifft. In der Kinderklinik Schwedt betreuen wir über 1000 Kinder jedes Jahr auf der Station und über 4000 in der Ambulanz. Das ist die Erfahrung, auf die Sie zählen können!

Unser fürsorgendes, kinderfreundliches Team aus Kinderärzten, Pflegekräften, Physiotherapeuten, Sozialarbeitern und Konsilärzten ist speziell darauf trainiert, die Besonderheiten und individuellen Wünsche von Kindern und ihren Familien wahrzunehmen, zu verstehen und umzusetzen.

Auf dieser Homepage finden Sie Texte und Videos, die Ihr Kind und Sie auf einen Aufenthalt in der Notaufnahme bzw. dem Krankenhaus vorbereiten können, damit Vertrauen gestärkt und Ängsten vorgebeugt wird.


Wir sind für Sie gut zu erreichen und suchen kompetente Antworten auf alle Gesundheitsfragen zu Ihrem Kind:
- Für geplante bzw. zu planende stationäre Aufnahmen hilft Ihnen das Sekretariat der Kinderklinik weiter. Für weitere Fragen (Herausfinden des optimalen Termins, Mitaufnahme der Mutter, nüchtern oder nicht?, was muss mitgebracht werden? etc.) steht Ihnen ein erfahrenes Gesundheits- und Kinderkrankenpflegeteam zur Verfügung, welches den Kindern und Eltern gerne die relevanten Punkte im Rahmen des stationären Aufenthalts erläutert.
- Ambulante Termine vereinbaren Sie bitte über das Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) – dort helfen mehrere Kinderärzte Ihnen und Ihrem Kind. Gerne vereinbart das Pflegepersonal und die medizinischen Fachangestellten Zeiten für ausführlichere Arztgespräche.
- Das ärztliche und pflegerische Personal ist darin geschult Ihren Kindern altersgerecht ihre Erkrankung und die notwendigen Maßnahmen zu erläutern. Gleichermaßen nehmen wir uns für die Fragen der Eltern - Ihre Fragen - viel Zeit. Eltern, Pflegepersonal und Ärzte sind in unseren Augen die beste Medizin für Ihr krankes Kind!

Wir unterstützen sehr, dass Ihr krankes Kind von Ihnen als Elternteil während seines stationären Aufenthaltes rund um die Uhr begleitet wird.

Jugendliche Schwangere (unter 18 Jahren) können zur Kontaktaufnahme ein anonymes Notfall-Telefon benutzen, das sie mit Ärztinnen/-en der Kinderklinik bzw. der Geburtshilfe verbindet. So kann ein früher, unverfänglicher Gesprächskontakt entstehen, der der jungen werdenden Mutter zu einem eigenständigen und eigenverantwortlichen Umgang mit ihrer Schwangerschaft verhilft.

Wir geben Ihnen bei der Entlassung Ihres Kindes einen Arztbrief mit; darüber hinaus besprechen wir wichtige Befunde bzw. besondere Maßnahmen noch vor der Entlassung telefonisch mit den einweisenden Ärztinnen und Ärzten. Unser oberstes Ziel ist hier die nahtlose und möglichst verlustfreie Kommunikation, um auch nach dem Klinikaufenthalt ein gutes Ergebnis zu erzielen. Niedergelassene Kolleginnen und Kollegen haben unmittelbaren telefonischen Zugang zum Chefarzt und zur Oberärztin der Kinderklinik. Wir können viele Fragen und Probleme oftmals im Vorfeld beantworten bzw. vermeiden.

Die Sicherheit Ihrer Kinder hat für uns höchste Priorität: Wir verbessern stetig die Weiterbildung unserer Assistenzärztinnen/-e mittels interner wie externer Fortbildungsprogramme. Zudem sind Prozeduren mit höchster Priorität, wie z.B. Reanimation beim Neugeborenen und Notsectio (Notfall-Kaiserschnitt) speziell für ärztliche und pflegerische Mitarbeiter erarbeitet worden und werden mehrfach jährlich trainiert.

Wir nutzen zudem die Möglichkeiten des Critical-Incident-Report-System (CIRS), mit dem Ziel aufkommende Unregelmäßigkeiten zu erfassen und zu eliminieren, bevor folgenreiche Fehler und Schäden entstehen. Damit wenden wir dasselbe hochkarätige Fehlervermeidungsmanagement an, wie es in der Luftfahrt seit Jahrzehnten üblich ist.

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