Klinik für Gefäßmedizin

Die Klinik für Gefäßmedizin hilft Ihnen an 365 Tagen im Jahr bei chronischen Erkrankungen der Gefäße und im Notfall.
Unser interdisziplinäres Team ist hochspezialisiert auf Erkrankungen der Hauptschlagader (Aorta), der Halsschlagader (Carotis), der Becken- und Beinschlagadern (Schaufensterkrankheit) sowie auf das Diabetische Fußsyndrom. Wir behandeln Sie bevorzugt mit modernen, minimal-invasiven Verfahren (Kathetertechniken).

Unser Leistungsangebot

Als Gefäßmedizinisches Zentrum bieten wir Ihnen regional und überregional das komplette Spektrum der modernen Gefäßmedizin an. Durch unser interdisziplinäres Team (Angiologe, Gefäßchirurg, Kardiologe) und die Vernetzung mit der Neurologie und Radiologie sind wir in der Lage auch hochkomplexe Gefäßprobleme schnell, kompetent und mit höchster Qualität zu behandeln. Alle funktionellen und bildgebenden diagnostischen Verfahren können angeboten werden. Die individuelle Behandlung im Katheterlabor und im OP erfolgt unter modernsten Bedingungen. Zudem werden auch Hybrid-Eingriffe in unserem Haus durchgeführt.
Die fachliche Nachsorge wird durch eine gefäßchirurgische und angiologische Sprechstunde gewährleistet.

Unsere Schwerpunkte

Interventionelle Angiologie

Arteriosklerotische Gefäßveränderungen führen zu Verengungen und Verschlüssen von Gefäßen. Diese können in allen Gefäßregionen auftreten und je nach Lokalisation führen sie zu entsprechenden Symptomen, entsprechend der betroffenen Gefäße.
In der Regel entwickelt sich die Durchblutungsstörung langsam, so dass Symptome erst im Spätstadium, bei hochgradigen Verengungen der Arterien auftreten. Meist sind die Gefäße dann zwischen 50 und 80 % eingeengt oder im Spätstadium sogar verschlossen. Sind die Gefäße der Arme und Beine betroffen, treten Schmerzen beispielsweise beim Gehen oder bei einer Belastung des Armes auf. Veränderungen im Bereich der Nierenarterien können zu einem Bluthochdruck oder eine Ausscheidungsschwäche der Nieren führen. Sind die darmversorgenden Gefäße verändert, verspüren die Patienten Schmerzen im Bauchbereich nach der Nahrungsaufnahme und bei fortschreitenden Veränderungen einen Gewichtsverlust.
Des Weiteren können diese Veränderungen auch im Bereich der hirnzuführenden Gefäße beobachtet werden, wobei fortgeschrittene Veränderungen zu kleineren bzw. größeren Schlaganfällen führen können.
Neben diesen langsam sich entwickelnden Veränderungen gibt es Krankheitsbilder an den Gefäßen, die durch einen schlagartigen Beginn der Symptomatik gekennzeichnet sind. Darunter verstehen wir akute Verschlüsse der Gefäße durch Gerinnsel, die aus dem Herzen oder aus Gefäßregionen abgeschwemmt werden. Die entsprechenden klinischen Symptome entwickeln sich in diesen Fällen schlagartig, so dass eine entsprechende Behandlung unverzüglich erfolgen muss.

Die interventionelle Angiologie stellt ein modernes etabliertes Behandlungsverfahren dar, welches mit kathetertechnischen Mitteln (Ballon, Stents, gerinnselentfernende Katheter) eine Behandlung o.g. Krankheitsbilder ermöglicht, ohne dass operative Eingriffe erforderlich sind.

Ein Vorteil dieser Methoden ist die geringe Belastung des Patienten, wie sie bei offen chirurgischen Eingriffen auftreten. Ein weiterer Vorteil ist die kürzere Verweildauer im Krankenhaus. Insbesondere ältere Patienten mit verschiedenen Begleiterkrankungen (Herz, Lunge, Nieren) profitieren von diesen minimalinvasiven Behandlungsmethoden. Vergleichbar ist die Methodik mit der Linksherzkatheteruntersuchung. Die interventionelle Angiologie ist in der Lage, Gefäßverschlüsse, Verengungen und Erweiterungen (Aneurysmen in allen Gefäßregionen zu behandeln. Diese Behandlungsform kann auch mit offen chirurgischen Eingriffen kombiniert werden.

Über eine 24h-Rufbereitschaft ist gesichert, dass wir diese Behandlungsmethode auch an Feiertagen und nachts anbieten können.

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Endovaskuläre Gefäßchirurgie

Die Fortschritte und Entwicklungen in der Medizin haben auch vor der Gefäßchirurgie nicht Halt gemacht. So haben sich in den letzten Jahren endovaskuläre Methoden, insbesondere in der Behandlung des Aortenaneurysmas, etabliert und zum Teil offen chirurgische Operationsverfahren verdrängt. Bei den endovaskulären Verfahren handelt es sich um eine minimal invasive Technik, die es erlaubt umschriebene Erweiterungen der Gefäße, insbesondere der Bauchschlagader und Beckenarterien durch einen nur gering belastenden Eingriff zu behandeln. Das Risiko dieser Gefäßveränderungen besteht darin, dass durch ein platzendes Gefäßes bzw. das Ausschwemmen von Thromben, Patienten akut gefährdet werden. Bei diesen Eingriffen werden die umschriebenen Gefäßveränderungen durch das Einbringen einer Gefäßprothese ausgeschaltet. Diese Maßnahme erfolgt nach Durchführung zweier kleiner Hautschnitte in der Leiste, so dass auch ausgedehnte operative Verfahren, die den Patienten schwer belasten, verzichtet werden kann. Dies verkürzt nicht nur die Behandlungszeit, sondern auch die Aufenthaltsdauer im Krankenhaus. Insbesondere für Patienten mit schweren Begleiterkrankungen (Herz, Niere, Hirn) besteht so die Möglichkeit einer individuellen Therapie der vorliegenden Gefäßveränderungen.

Die notwendige Nachsorge nach durchgeführter Prothesenimplantation wird ebenfalls in unserer Klinik (gefäßchirurgische und angiologische Sprechstunde) angeboten.

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Komplexe Behandlung des diabetischen Fußsyndroms

Die Schaufensterkrankheit muss aufgrund ihres häufigen Auftretens als Volkskrankheit bezeichnet werden. Bis die Gefäßveränderungen, die durch Verengung und Verschlüsse von Gefäße charakterisiert ist, klinisch auffällig wird, vergehen in der Regel Jahrzehnte. Meist wird die Erkrankung erst diagnostiziert, wenn bereits eine deutliche Einschränkung der schmerzfreien Gehstrecke vorliegt oder Patienten erste Veränderungen im Bereich der Zehen bzw. Füße im Sinne eines Raucherbeines aufweisen. Durch die gefäßchirurgischen und kathetertechnischen Maßnahmen stehen heute Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung, die es erlauben, die arterielle Verschlusskrankheit stadiengerecht und unter Berücksichtigung der patientenseitigen Faktoren zu behandeln. Mit der Anlage eines Bypasses bzw. der Einbringung eines Stents in das Gefäß ist jedoch die Behandlung der Arteriosklerose als Ursache der Schaufensterkrankheit nicht abgeschlossen, da es sich bei der Arteriosklerose um eine chronische Erkrankung handelt. Bekannte Risikofaktoren sind das Zigarettenrauchen, der Bluthochdruck, die Fettstoffwechselstörung, das Übergewicht, Stress und Bewegungsmangel sowie Diabetes mellitus. Ein Fortschreiten der Grunderkrankung ist somit nur möglich, wenn es gelingt, bestehende Risikofaktoren zu erkennen und effektiv zu behandeln. Wir bieten in unserer Klinik bei allen Patienten eine Risiko-Stratifizierung an, um anhand der bestehenden Risikofaktoren eine effektive Beeinflussung zu ermöglichen. Im Rahmen der hiesigen stationären Behandlung werden bestehende Risikofaktoren anbehandelt und Empfehlungen für den Hausarzt zur weiteren Therapie gegeben. Auch sie als Patienten erhalten Hinweise zur Beeinflussung des Risikosprofils und zur Lebensstiländerung.

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