Bipolare affektive Störungen

Die bipolar affektiven Störungen erfassen ein Spektrum an psychischen Störungen, in denen Betroffene beide Pole der affektiven Störungen, i.d.R. in abgegrenzten Episoden durchleben. Die Manie ist in der Symptomatik dabei der Depression entgegengesetzt. Während die reine Depression zu den sehr häufigen Erkrankungen gehört, ist die bipolare affektive Störung deutlich seltener, betrifft aber dennoch ca. 1-2 % der Bevölkerung. Im Gegensatz zu den depressiven Episoden werden die manischen Symptome von den Betroffenen häufig nicht als Krankheitsphase erkannt. Dies ganz besonders, wenn die Ausprägung nicht sehr stark ist. Etwas weniger Schlafbedürfnis, Ideenreichtum und Kreativität, verstärkte soziale Kontakte und ein gestärktes subjektives Leistungsvermögen sind für die wenigsten Menschen belastend. Dies ändert sich meist dann, wenn es zu einer stärkeren Ausprägung kommt und die Euphorie in Greiztheit umschlägt oder Probleme mit der Familie oder am Arbeitsplatz hinzukommen. Die Folgen einer Manie für den Patienten, die Familie und auch finanziell können erheblich sein. Daher ist es von besonderer Bedeutung eine sorgfältige Diagnostik durchzuführen.

Der erste Schritt: Die richtige Diagnostik

Die Manie selbst ist in der Regel leicht zu erkennen. Bei der Behandlung einer Depression, als Teil der bipolar affektiven Störung, ist jedoch die Kenntnis der Vorgeschichte von Bedeutung (s.a. Depressionen). Leichte ausgeprägte manische Episoden bleiben vielfach unbehandelt, sodass sie manchmal erst im Verlauf der Depressionsbehandlung berichtet werden können. Die Behandlung der sogenannten bipolaren Depression erfordert aber eine andere, vorallem medikamentöse Strategie.

Die manischen Episoden gehen, wenn eine stationäre Behandlung erforderlich ist, oft mit gereizter Stimmung, Symptomen wie einem Größenwahn, aber auch Verfolgungs- und Verschwörungsgedanken einher. Hier ist die Abgrenzung zu den Psychosen wichtig. Aber auch hier gilt, dass der Ausschluss einer körperlichen Ursache notwendig ist.

 

Auf Sie abgestimmt: Unser Therapieangebot

Für die Behandlung einer bipolaren Störung ist nahezu immer eine medikamentöse Basis erforderlich. Idealerweise wird dabei eine Medikation gewählt, die sowohl manische, als auch depressive Episoden ausgleicht. Parallel dazu gilt es, bei der bipolar affektiven Störung über die Erkrankung und den Umgang damit aufzuklären, diese Informationen in den Alltag zu integrieren und Rückfälle oder Rezidive zu verhindern.

Mit diesen Verfahren helfen wir Ihnen:

  • Psychotherapeutische Einzel- und Gruppengespräche
  • Psychoedukation
  • Achtsamkeitstraining
  • Musiktherapie
  • Kunsttherapie
  • Ergo- und Arbeitstherapie
  • Leitliniengerechte und individuell abgestimmte pharmakologische Behandlung

Weiterbehandlung und Wiedereingliederung

Neben der Möglichkeit der tagesklinischen Weiterbehandlung, um sich "näher am Alltag" zu stabilisieren, ist unter bestimmten Voraussetzungen auch die ambulante Fortführung in der Psychiatrischen Institusambulanz (PIA) möglich. Über die Sozialberatung wird individuell die Möglichkeit einer Wiedereingliederung in den Arbeitsalltag besprochen. Die Optionen ergänzender Hilfs- und Unterstützungsangebote werden ebenfalls in die Behandlung integriert.

Zuständiger Oberarzt

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