Willkommensrucksäcke für internationale Fachkräfte: Landkreis Bautzen und Radeberger Klinik setzen auf gelebte Integration

Internationale Fachkräfte sind in der Asklepios Klinik Radeberg ein unverzichtbarer Teil der Patientenversorgung. Vertreter des Welcome Centers des Landratsamtes Bautzen verteilten jetzt Willkommensrucksäcke an die neuen internationalen Mitarbeitenden des Hauses. Die Aktion steht für ein gemeinsames Ziel. Sowohl der Landkreis Bautzen als auch die Asklepios Klinik möchten Fachkräfte aus dem Ausland beim Ankommen in der Region unterstützen und Integration von Beginn an fördern.

Usbekische Pflegefachkräfte in Radeberg
Die usbekischen Pflegefachkräfte gehören zum Stationsalltag der Klinik Radeberg dazu.

Insgesamt sind 26 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den Philippinen, der Mongolei und Usbekistan aktuell in der Radeberger Klinik tätig. Die zuletzt angekommenen 18 Fachkräfte verstärken seit etwa einem Jahr die Pflegeteams. Es ist ein Bereich, in dem sie besonders gefragt sind. „Die Kolleginnen und Kollegen sind für uns unverzichtbar", sagt Lucas Nitschke, Geschäftsführer der Asklepios Klinik Radeberg. „Sie tragen wesentlich dazu bei, die Versorgung unserer Patientinnen und Patienten verlässlich sicherzustellen. Und wir erleben täglich: Integration gelingt, wenn sie im Arbeitsalltag konkret unterstützt wird."

 

Die Klinik begleitet ihre internationalen Pflegekräfte von Anfang an umfassend. Von der Wohnungssuche und Behördengängen über die Einarbeitung auf den Stationen bis hin zu Sprachförderung und Alltagshilfen gibt es Unterstützung. Seit September 2024 ist eigens eine Integrationsbeauftragte in Vollzeit tätig. Sie ist erste Ansprechpartnerin für fachliche Fragen ebenso wie für den Kontakt mit Behörden. Regelmäßiger Deutschunterricht und gezielte Austauschformate ergänzen das Angebot.

 

Willkommensrucksack zum Start in der Region

 

Auch der Landkreis Bautzen engagiert sich aktiv. Das Welcome Center begleitet internationale Fachkräfte und Auszubildende beim Ankommen und bei der Integration im Landkreis. „Wer sich in einer neuen Umgebung zurechtfinden muss, braucht Orientierung, Hilfe und verlässliche Ansprechpartner", sagt Dr. Romy Reinisch, Beigeordnete des Landrates. „Mit dem Welcome Center möchten wir dazu beitragen, dass internationale Fachkräfte im Landkreis Bautzen gut Fuß fassen und hier eine echte Perspektive finden."

 

Es steht zugleich Arbeitgebern zur Seite, die internationale Mitarbeitende langfristig gewinnen und binden wollen. Zur Arbeit des Welcome Centers gehört auch die persönliche Begrüßung neuer Fachkräfte und die Übergabe von Willkommensrucksäcken mit nützlichen Materialien für den Alltag in der Region. Bei einem ersten Treffen informiert das Welcome Center über seine Unterstützungsangebote und macht deutlich: Wer Fragen hat, kann jederzeit auf Hilfe zählen.

 

Perspektiven als Antwort auf den Fachkräftemangel

 

Radebergs Oberbürgermeister Frank Höhme, der ebenfalls bei der Übergabe der Rucksäcke anwesend war, unterstreicht die Bedeutung des gemeinsamen Engagements. Internationale Fachkräfte leisteten einen wertvollen Beitrag für die Stadt und die Gesundheitsversorgung in der Region. „Es ist ein starkes Signal, dass Klinik, Landkreis und Welcome Center dabei so eng zusammenarbeiten." Gelungene Integration sei kein Selbstläufer. „Letztlich entsteht sie dort, wo Menschen füreinander Verantwortung übernehmen.“

 

Wer eine neue Sprache lernt, fremde Abläufe versteht und langsam ein neues Zuhause findet, braucht dafür Zeit und verbindliche Begleitung. Genau das will die Asklepios-ASB Klinik Radeberg gemeinsam mit ihren Partnern bieten. „Es geht uns nicht nur darum, Stellen zu besetzen, sondern darum, Menschen eine echte Zukunft in der Region zu ermöglichen“, ergänzt Nitschke. Auch deshalb unterstützt die Klinik den Nachzug von Familien und hat für die Umsetzung ihr Integrationsteam erweitert. Für viele ist gerade diese Möglichkeit ein wichtiges Argument, um zu bleiben. „Fachkräfte, die sich hier willkommen fühlen, die Wurzeln schlagen und Teil der Gemeinschaft werden, sind die stabilste Antwort auf den Fachkräftemangel im Gesundheitswesen.“

 

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