Traumafolgestörungen

In Deutschland erleben jedes Jahr rund viereinhalb Millionen Menschen ein psychisch tief erschütterndes Ereignis. Ein psychisches Trauma kann zum Beispiel als Reaktion auf eine Gewalterfahrung, nach Unfällen, Vergewaltigungen oder anderen Katastrophen auftreten. Auch Menschen, die belastende Situationen als Zeugen miterleben, können traumatisiert werden. Je nach Art und Schwere des Traumas entwickeln zwischen zehn bis 25 Prozent aller Menschen, die ein solch extremes Ereignis durchlebt haben, eine Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS). Bei ihnen reichen die eigenen psychischen Verarbeitungs- und Bewältigungsmöglichkeiten nicht aus, um das belastende Ereignis nachhaltig zu verarbeiten. Sie benötigen professionelle Hilfe.

Woran erkenne ich eine Traumafolgestörung?

Der Kreuzgang im Altbaukomplex

Hauptsymptome einer Traumafolgestörung sind:

  • häufiges unvermitteltes Wiedererleben der traumatischen Situation
  • übermäßige Schreckhaftigkeit und Wachsamkeit
  • das Gefühl, dass die Realität fremd und unwirklich wird
  • starke Reizbarkeit und emotionale Schwankungen
  • Schuld-, Scham- und Ohnmachtsgefühl
  • Zweifel am Selbstwert
  • Rückzug aus Beziehungen
  • körperliche Beschwerden, insbesondere Schlafstörungen, Schmerzen, Appetit- und Gewichtsverlust

Nehmen Sie sich ernst

Bei ausgeprägten Beschwerden ist es wichtig, so früh wie möglich mit Beratung, Diagnostik und therapeutischen Maßnahmen zu beginnen. So kann die Entwicklung einer Traumafolgestörung verhindert beziehungsweise können bereits bestehende Beschwerden gelindert werden.

Wir empfehlen Ihnen, die Symptome ernst zu nehmen und sich Hilfe zu holen, bevor die Symptome chronisch werden.

Ambulante Diagnostik

Unsere Institutsambulanz können Sie mit einer Überweisung Ihres Haus- oder Facharztes aufsuchen, wenn Sie bei sich einzelne oder mehrere der genannten Beschwerden bemerken. Im diagnostischen Gespräch beraten unsere Spezialistinnen Sie darüber, welche Behandlung Ihnen weiterhelfen kann.

Die Ambulanz erleichtert es Ihnen, einen ersten Schritt zum Erkennen und zur Therapie Ihrer Erkrankung zu machen, um dann gemeinsam mit uns den für Sie besten Behandlungsweg zu finden.

Wenn Sie an einer stationären Behandlung interessiert sind, aber aufgrund der Entfernung Ihres Wohnortes die Möglichkeit eines ambulanten Kontaktes nicht nutzen möchten, können Sie uns auch direkt anrufen: 0551- 402 10 99. Sie erhalten dann ausführliches Informationsmaterial.

Unsere spezialisierten Stationen

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