Stationäre Traumatherapie

Station 9 und Station 12.2

Die stationäre Traumatherapie verläuft in zwei Phasen

Der Gebäudekomplex im Tonkuhlenweg

Wir unterstützen Sie zunächst dabei, wieder Zugang zu Ihren Kraftquellen (Ressourcen) zu bekommen und bringen Ihnen Stabilisierungstechniken bei. Da viele traumatisierte Menschen Schwierigkeiten mit ihrer Körperwahrnehmung haben, werden auch körpertherapeutische Verfahren wie Qigong, Feldenkrais, Progressive Muskelrelaxation (PMR) kombiniert mit Imaginationsübungen angeboten. Während der ersten Behandlungsphase auf der Station 12.2 erfolgt die Unterbringung in einem Einzel- beziehungsweise Doppelzimmer. Die Behandlungsdauer beträgt zunächst sechs Wochen zur diagnostischen Abklärung und Stabilisierung.

In der nächsten Phase erfolgt die sogenannte Traumasynthese und im Anschluss daran die Integration des Erlebten in die Lebensgeschichte. Zur Verarbeitung der belastenden Lebenserfahrungen werden Einzelsitzungen mit unterschiedlichen Expositionsverfahren durchgeführt: EMDR, CIPBS, Bildschirmtechnik und Beobachtertechnik. Diese Verfahren ermöglichen die aktive Auseinandersetzung mit den Erinnerungen, wobei Intensität und Belastung für die Patientinnen und Patienten individuell angepasst werden. Während dieser Behandlungsphase  erfolgt die Unterbringung in einem Einzelzimmer auf der Station 9 für Patientinnen beziehungsweise auf der Station 12.2  für Patienten. Die Trauma-Expositionsbehandlung dauert in der Regel sechs Wochen. Falls erforderlich, kann diese Behandlungsphase auch wiederholt werden.

Grundsätzlich soll die traumazentrierte Behandlung in einer Zeit stattfinden, die frei ist von anderen psychischen Belastungen. Ihre Behandlung kann negativ beeinflusst werden, wenn Sie während der Therapie zusätzlich mit Problemen wie Rentenverfahren, juristischen Auseinandersetzungen, Scheidungsstreit oder ähnlichem belastet sind. Ein Ausschlusskriterium für jede traumazentrierte Behandlung ist außerdem ein weiter bestehender Kontakt zum Täter.

Weiterführende Informationen

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