Schulterchirurgie


Sowohl bei der Diagnostik als auch bei der Behandlung sind wir auf dem neuesten Stand der Technik. Wir bieten unseren Patienten ein umfangreiches Behandlungsspektrum: von der konservativen Therapie über die minimalinvasive Operation (ohne große Schnitte) bis hin zum Gelenkersatz der Schulter. Stets wählen wir die für Sie bestmögliche Behandlung, die wir im Vorfeld umfassend mit Ihnen abstimmen.

Der erste Schritt: Die richtige Diagnostik

Patientengespräch 1
Oberarzt Wehner erläutert die Nachbehandlung einer Schulter-Operation

Wir helfen Ihnen bei:

  • Stabilisierung bei Schulterluxation (ausgekugelter Schulter)
  • Rotatorenmanschetten-Naht (Behandlung der Muskel-Sehnen-Kappe)
  • Behandlung von Bandzerreißungen und Arthrose (Verschleiß) am AC-Gelenk (Schultereckgelenk)
  • Dekompressions-Operationen bei Schulterengpass-Syndrom (Impingement)
  • Kalkherd-Entfernung

 

Das Schultergelenk stabilisieren und bewegen hauptsächlich die 4 Sehnen der sogenannten Rotatorenmanschette. Diese Sehnen verlaufen direkt um das Gelenk herum, in einem engen knöchernen Kanal zwischen Schulterdach und Oberarmkopf. Irgendwann kann es zu Verschleißerscheinungen kommen, die zunächst unbemerkt bleiben. Besonders oft ist hiervon die Supraspinatus-Sehne (SSP-Sehne) betroffen, in der sich auch vorzugsweise Verkalkungen bilden. Diese wiederum können ein sogenanntes Engpass-Syndrom verursachen. Im Extremfall entsteht dann in der Sehne ein Loch. Meist bemerken Betroffene diese Schädigung erst sehr viel später, etwa im Zuge eines Sturzes oder nach körperlicher Überlastung. Frische Abrisse der Sehne kommen selten vor.

Ganz auf Sie abgestimmt: Unser Behandlungsangebot

Schulter

Therapie Schulterengpass-Syndrom (Impingement)

Ein Schulter-Engpass-Syndrom können wir konservativ mithilfe von entzündungshemmenden Medikamenten und Krankengymnastik behandeln. Lassen sich die Beschwerden damit nicht lindern, hat sich die arthroskopische Schulterdacherweiterungs-Operation (mittels Spiegelung) bewährt.

Therapie Kalkschulter/Sehnenverkalkung

Prinzipiell können sich die Kalkherde von selbst auflösen. Allerdings ist dies meistens mit erheblichen Beschwerden verbunden. In diesem Stadium ist es jedoch medizinisch angeraten, zunächst abzuwarten. Wir verordnen Patienten vorübergehende Schonung, verabreichen ihnen abschwellende und schmerzstillende Medikamente und wenden örtlich (lokal) Eis oder Wärme an, um die Schmerzen zu lindern und die Kalkresorption zu unterstützen. Halten die Schmerzen über einen längeren Zeitraum beständig an und stellt sich das Kalkdepot im Röntgenbild unverändert dar, müssen unsere Experten den Kalkherd operativ entfernen. Alternativ bietet sich auch eine Stoßwellenbehandlung an. Allerdings ist deren Wirksamkeit noch nicht eindeutig bewiesen.

Therapie Rotatorenmanschetten-Ruptur

Bei jüngeren Patienten und bei den eher selten vorkommenden frischen Verletzungen empfehlen unsere Spezialisten eine Operation. Dabei nähen sie die Sehne wieder an den Knochen an und stellen dadurch die Kraft und Funktion der Schulter wieder her. Somit lässt sich zusätzlich vermeiden, dass aufgrund des Sehnenschadens eine Arthrose (Gelenkverschleiß) des Schultergelenks entsteht. Schmerzen bei älteren Menschen über 60 Jahren können wir oft lindern oder gar beseitigen, indem wir dem Patienten Ruhe oder spezielle Krankengymnastik verordnen, abschwellende und schmerzstillende Medikamente verabreichen oder lokal Eis oder Wärme anwenden. Leidet der Patient auch noch nach einigen Monaten konsequenter Behandlung an Schmerzen und ist seine Beweglichkeit noch immer eingeschränkt, ist eine Operation der nächste Schritt. Unsere erfahrenen Chirurgen versuchen dann, die Sehne zu reparieren und einen möglichen knöchernen Engpass zu beseitigen. Bei der Operation spiegeln wir zunächst das Gelenk (Arthroskopie), damit wir den Schaden genau beurteilen können. Wie wir dann weiter vorgehen, hängt von dem jeweiligen Befund ab, den uns die Arthroskopie liefert. Knöcherne Engpässe können wir beseitigen, indem wir die einengenden Knochenkanten arthroskopisch abtragen. In der Regel liegt kein Riss oder Defekt innerhalb einer Sehne vor, sondern eine oder mehrere Sehnen haben sich vom Oberarmknochen abgelöst. Meist können wir die Sehne dann arthroskopisch oder über einen etwa 4 cm langen Hautschnitt wieder am Knochen annähen. Dazu verwenden wir spezielle Ankersysteme. Die kleinen Schrauben müssen nicht entfernt werden. Ist eine Sehne bereits lange geschädigt, hat sich der Sehnenstumpf bereits meist weit vom Knochen zurückgezogen oder der zur Sehne gehörende Muskel hat sich durch Inaktivität (Untätigkeit) weit zurückgebildet. In diesen Fällen ist eine Refixierung nicht mehr möglich beziehungsweise sinnvoll. Indem unsere Fachärzte das entzündlich veränderte Bindegewebe entfernen, können sie dann oft zumindest die Beschwerden verringern.

 

Schulterschmerzen mit Ursache des AC-Gelenks

Zwischen Schulterdach und Schlüsselbein liegt das sogenannte AC-Gelenk (Schultereckgelenk). Bei einem Sturz auf die Schulter kommt es relativ oft dazu, dass die Gelenkbänder reißen. Dadurch kann sich das Schlüsselbein nach oben verschieben und das Gelenk Schaden nehmen. Aber auch Gelenkverschleiß (Arthrose), insbesondere bei körperlich schwer arbeitenden Menschen, verursacht mitunter Beschwerden.

Behandlung von Bandzerreißungen und Arthrose (Verschleiß) am AC-Gelenk (Schultereckgelenk)

Bandzerreißungen des AC-Gelenks können wir sowohl konservativ als auch operativ behandeln. Ob Letzteres erforderlich ist, hängt vom Schweregrad des jeweiligen Risses ab. Bei bis zu drittgradigen Rissen kommt in der Regel eine nichtoperative Behandlung in Betracht. Dann sollten Patienten ihre Schulter schonen und sowohl Gewichtsbelastungen als auch Abspreizbewegungen über die Horizontale für etwa 6 bis 8 Wochen vermeiden. In nur wenigen Fällen ist eine sofortige Operation absolut notwendig. Kommt es nach einer nichtoperativen Behandlung von Bandzerreißungen zu einer schmerzhaften Bewegungseinschränkung, ist hier selbst noch nach Jahren Hilfe durch verschiedene Operationsverfahren möglich, mit denen der Patient eine schmerzfreie Beweglichkeit wiedererlangen kann und die Stellung des Schlüsselbeines korrigiert wird. Schmerzen, die infolge von Verschleißerscheinungen des AC-Gelenks entstehen, beseitigen unsere erfahrenen Operateure, indem sie das äußere Ende des Schlüsselbeins abtragen.

 

 

Schulterluxation (ausgekugelte Schulter)/Schulterinstabilität

Symptome

Meist kugelt das Schultergelenk aus, weil Gewalt bei einer kombinierten Bewegung des Armes mit Abspreizen und gleichzeitigem Außendrehen wirkt. Typische Beispiele hierfür sind, wenn ein Handballspieler mit dem Wurfarm mit einem Gegner zusammenprallt oder wenn man bei einem Sturz sein Körpergewicht mit dem Arm abstützt. Eine Schulterluxation ist für Betroffene ausgesprochen schmerzhaft. Der entsprechende Arm wird mit der Gegenhand am Körper festgehalten und das Schultergelenk kann nicht mehr bewegt werden. Schon beim Ansehen fällt die veränderte Schulterkontur durch den Oberarmkopf auf, der in der Regel nach vorne steht. Hinten ist die leere Gelenkpfanne zu tasten. Häufig springt der Oberarmkopf nicht mehr von allein zurück in die Pfanne, sodass ein Facharzt das Gelenk (meist in einer kurzen Narkose) wieder einrenken muss. Bereits ein paar Wochen nach einer Schulterluxation verspüren Betroffene – sofern nicht Begleitverletzungen wie Knochenbrüche oder Sehnenrisse aufgetreten sind – meist keine Schmerzen oder Bewegungseinschränkungen mehr. Teilweise vermeiden sie allerdings bestimmte Bewegungen. Ist das Gelenk tatsächlich dauerhaft instabil, macht sich dies in erster Linie dadurch bemerkbar, dass das Gelenk erneut auskugelt – oft schon infolge geringerer Gewalteinwirkung als beim ersten Mal. Besonders für junge und sportlich aktive Patienten besteht ein hohes Risiko. Hierzu besprechen wir uns individuell mit Ihnen, wobei wir auch gerne Ihre Fragen beantworten.

Ursachen

Das Schultergelenk setzt sich aus der Gelenkpfanne und dem Oberarmkopf zusammen. Die Gelenkkapsel, Sehnen und Muskeln sowie ein knorpeliger Ring (Labrum), der die Gelenkpfanne umgibt, stabilisieren das Gelenk.

 

Eine Schulterluxation kann entweder anlagebedingt sein, beispielsweise bei zu großer Kapsel oder einem schlaffen Bandapparat, oder sie ist Folge von Verletzungen der Schulter. In letzterem Fall können das Labrum oder die Kapsel abreißen oder ein Teil der Gelenkpfanne abbrechen. Dadurch wird das Schultergelenk derart instabil, dass wiederholte Luxationen auftreten oder eine schmerzhafte Bewegungseinschränkung zurückbleibt.

Therapie

Anlagebedingte Formen behandeln wir zunächst durch ein Muskelaufbautraining, das dem Gelenk die nötige Stabilität verleihen soll. Besteht nach einem mindestens einjährigen, konsequenten Muskeltraining nach wie vor eine Neigung zur Luxation, ist gegebenenfalls eine Operation vonnöten. Bei Luxationen aufgrund von Verletzungen des Schultergelenks bevorzugen wir bei jungen, sportlich und beruflich aktiven Patienten meist eine Operation, sofern nach entsprechender Diagnostik ein Abriss des Labrums oder knöcherne Verletzungen nachgewiesen sind. Bei älteren Patienten raten unsere Experten in der Regel, zunächst abzuwarten und zu versuchen, das Gelenk durch vorübergehende Ruhigstellung und anschließendes Muskeltraining zu stabilisieren, sofern eine Sehnen-Verletzung ausgeschlossen werden konnte. Selbstverständlich planen wir die Therapie mit jedem Patienten gemeinsam und ganz individuell.

Weiterhin gut versorgt: Ihre Weiterbehandlung / Nachsorge

In der Regel erfolgt noch größeren Schulter-Operationen eine Anschlussheilbehandlung. Unser Überleitungsmanagement wird Sie entsprechend beraten.

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