Behandlungseinheit Traumatherapie

Unsere offene psychodynamisch orientierte „Behandlungseinheit für Traumatherapie“ umfasst 22 stationäre, und 3 teilstationäre Therapieplätze, wobei unsere Patienten nach Möglichkeit durchgängig von den gleichen Therapeuten behandelt werden. Damit bieten wir ein therapeutisches Setting, welches durch die Vernetzung von stationärer, teilstationärer und ambulanter Therapie unseren Patienten eine Beziehungs- und Behandlungskontinuität ermöglicht. Patienten können sowohl nach entsprechender Indikation vom stationären in das teilstationäre Modul als auch umgekehrt wechseln.

Die ambulante Nachbehandlung in der psychiatrischen Institutsambulanz dient dem erleichterten Übergang in eine ambulante Psychotherapie bzw. der Entlassung nach Hause.

Unser inhaltlicher Therapieschwerpunkt liegt in der Behandlung (komplex-) traumatisierter Patienten. Darüber hinaus bieten wir einen Platz für eine psychisch kranke Mutter mit einem Kind bis zu einem Jahr (Rooming-In-Patientinnen). Neben einzel- und gruppenpsychotherapeutischen Angeboten wird unsere Behandlung durch ergo- und bewegungstherapeutische Behandlungsmöglichkeiten ergänzt.

Als psychodynamisch bzw. verhaltenstherapeutisch ausgebildete Ärztinnen und Ärzten, PsychologInnen und Therapeutinnen/Therapeuten arbeiten wir auf der Grundlage eines methodenintegrierenden, psychotherapeutischen Konzepts, welches leitlinienbasiert traumatherapeutische Elemente der DBT-PTSD, CPT, prolonged Exposure, IRRT, Traumatherapie nach Reddemann und Sachsse sowie tiefenpsychologische und verhaltenstherapeutische Elemente miteinander verbindet.

Die Behandlung beruht auf freiwilliger Basis. Die Behandlungsdauer ist abhängig von der jeweiligen Erkrankung und den gemeinsamen Therapiezielen. Traumatisierten Patienten bieten wir eine ca. sechswöchige Intervalltherapie an. Das Erstellen des individuellen Therapieplanes erfolgt in Abstimmung zwischen den Patienten und ihren Therapeuten sowie der verantwortlichen Pflegekraft. Eine wertschätzende, empathische, lösungsorientierte und ressourcenorientierte Haltung gegenüber unseren Patienten ist für uns selbstverständlich.

 

Wir behandeln Frauen und Männer,

die infolge einer Traumatisierung erkrankt sind, z.B. nach

  • Traumatisierungen in der Kindheit
  • sexuellem Missbrauch, Vergewaltigung
  • Gewalterfahrungen in Beziehungen
  • Überfällen, Naturkatastrophen

mit einer Traumafolgestörung, wie z.B.

  • Posttraumatischer Belastungsstörung (PTSD)
  • dissoziativen Störungen
  • Angst- und Panikerkrankungen
  • Persönlichkeitsstörungen
  • Depressionen
  • psychosomatischen Erkrankungen
  • prä- bis postparatalen Erkrankungen mit Kind (im Alter von bis zu einem Jahr)

Nicht aufnehmen können wir Patientinnen und Patienten mit

  • akuter Eigen- oder Fremdengefährdung
  • im Vordergrund stehender Suchterkrankung
  • gerontopsychiatrischen Erkrankungen
  • schweren somatischen Erkrankungen

Unser Behandlungsspektrum

  • Traumatherapie
  • Verhaltenstherapie, tiefenpsychologisch orientierte Psychotherapie (einzeln und in Gruppen)
  • Gruppenpsychotherapien: psychoedukative Gruppe für Patienten mit Posttraumatischen Belastungsstörungen, Imaginationsgruppe, Skillsgruppe, interaktionelle Gruppe, Training sozialer Kompetenzen, Emotionsregulations-Gruppe
  • Paar- und Angehörigengespräche
  • therapiebegleitende Gespräche durch eine primär verantwortliche Pflegekraft
  • nonverbale Therapien: Tanz- und Bewegungstherapie, Ergotherapie, Kreativtherapie in Gruppen- und/oder Einzelsetting
  • Aromatherapie, Kochgruppe, Entspannungsgruppe, Freizeitaktivitäten, aktive Fertigkeitengruppe
  • sozialtherapeutische Beratung und Hilfestellung
  • Sozialpädagogischer Fachdienst

Kontakt

Station O52B
Behandlungseinheit Traumatherapie

Haus 5, 2. Obergeschoss
Langenhorner Chaussee 560
22419 Hamburg

Ziel unserer Behandlung

  • Affektstabilisierung, verbesserte Selbststeuerung
  • Verbesserte Anspannungsregulation
  • Rückgang von Suizidalität
  • Rückgang von dissoziativen Symptomen
  • Rückgang von Flashbacks und traumaassoziierten Albträumen
  • Integration traumatischer Erlebnisse in die eigene Biographie
  • Verbesserung der Beziehungsmuster
  • Hilfe bei drängenden sozialen Notlagen
  • Erschließen einer therapeutischen Perspektive

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