Psychosen

Als Psychose bezeichnet man eine psychische Störung, die mit einer vorübergehenden Minderung oder dem Verlust des Realitätsbezugs einhergeht. Die häufige gleichlautende Verwendung mit den schizophrenen Störungen ist nicht korrekt. Psychose als Überbegriff umfasst auch die organischen und die affektiven Psychosen ebenso wie einzelne psychotische Episoden.
Wahnvorstellungen und Halluzinationen (z.B. akustische Halluzinationen in Form von miteinander sprechenden, Befehle erteilenden, schimpfenden oder die Handlungen des Erkrankten kommentierenden Stimmen) sind häufige Symptome.
Weiterhin kann der Betroffene davon überzeugt sein, dass eigene Gedanken laut werden und von anderen gehört werden können. Häufig werden zufällige Ereignisse, bedeutungslose Gesten zufällig getroffener Personen oder normale Radiomeldungen mit einer Bedeutung für die eigene Person versehen. Dazu kommen Symptome wie soziale Isolation, Schlaf- und Konzentrationsprobleme.

Diagnostik

Wald2

Die Diagnosestellung erfolgt durch ausführliche Gespräche, Verhaltensbeobachtung und die Hinzuziehung von psychologischen Testuntersuchungen.

Therapie

Für die Akutbehandlung ist in den allermeisten Fällen ein vollstationärer Aufenthalt notwendig. Nach Stabilisierung des psychischen Zustandes ist durch eine tagesklinische Behandlung ein optimaler Übergang in den Alltag möglich.

Unsere Therapiemethoden orientieren sich an allgemeinen und bewährten Standards und werden individuell an das Krankheitsbild angepasst. So behandeln wir entsprechend der Leitlinien psychotherapeutisch und oft auch medikamentös.

Unser psychotherapeutischer Schwerpunkt ist die Verhaltenstherapie; die Medikation erfolgt im Sinne einer modernen Psychopharmakotherapie.

Sie werden in ein multimodales Therapieprogramm mit Einzel- und Gruppengesprächen, Ergo- und Bewegungstherapien, Hirnleistungs-, Entspannungs- und Sozialtraining integriert.

Die Behandlungsdauer richtet sich nach dem Stand des Therapieergebnisses, die Entlassung kann dann vorgenommen werden, wenn eine ambulante Weiterbehandlung ausreichend ist.

Oftmals erfolgt die weitere Therapie durch den ambulanten Nervenarzt und/ oder Psychotherapeuten; Bei Neueinstieg in die Therapie und vorhandener Platzkapazität kann die Weiterbehandlung auch in unserer Psychiatrischen Institutsambulanz erfolgen.

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