Persönlichkeitsstörungen

Persönlichkeitsstörungen sind tief verwurzelte, anhaltende Verhaltensmuster, die sich in starren Reaktionen auf unterschiedliche persönliche und soziale Lebenslagen zeigen. Es bestehen deutliche Abweichungen im Wahrnehmen, Denken, Fühlen und in den Beziehungen zu anderen. Solche Verhaltensmuster sind meistens stabil und beziehen sich auf vielfältige Bereiche des Verhaltens und der psychologischen Funktionen. Häufig gehen sie mit einem unterschiedlichen Ausmaß persönlichen Leidens und gestörter sozialer Funktionsfähigkeit einher. Es handelt sich bei Persönlichkeitsstörungen um Erkrankungen, die nicht direkt auf eine Hirnschädigung oder -krankheit oder auf eine andere psychiatrische Störung zurückzuführen sind. Persönlichkeitsstörungen treten meist in der Kindheit oder in der Adoleszenz in Erscheinung und bestehen während des Erwachsenenalters weiter.

Diagnostik

Die Diagnosestellung erfolgt durch ausführliche Gespräche, Verhaltensbeobachtung und die Hinzuziehung von psychologischen Testuntersuchungen, insbesondere durch Fragebögen für Persönlichkeitsstörungen.

Therapie

ZsfG

Unsere Therapiemethoden orientieren sich an allgemeinen und bewährten Standards und werden individuell an das Krankheitsbild angepasst. So behandeln wir entsprechend der Leitlinien psychotherapeutisch und oft auch medikamentös.

Unser psychotherapeutischer Schwerpunkt ist die Verhaltenstherapie, insbesondere auch neue Weiterentwicklungen der Verhaltenstherapie. Wenn eine Medikation notwendig ist, erfolgt diese im Sinne einer modernen Psychopharmakotherapie.

Sie werden in ein multimodales Therapieprogramm mit Einzel- und Gruppengesprächen, Ergo- und Bewegungstherapien, Hirnleistungs-, Entspannungs- und Sozialtraining integriert.

Die Behandlung von Persönlichkeitsstörungen erfolgt in unserer Tagesklinik als Krisenintervention. Häufig ist eine nachfolgende längerfristige ambulante psychotherapeutische Weiterbehandlung notwendig. Die Behandlungsdauer richtet sich nach dem Stand des Therapieergebnisses, die Entlassung kann dann vorgenommen werden, wenn eine ambulante Weiterbehandlung ausreichend ist.

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