Belastungsreaktionen und Anpassungsstörungen

Belastungsreaktionen und Anpassungsstörungen führen Menschen häufig in psychiatrische und/ oder psychologische Behandlung.

Bei der akuten Belastungsstörung ruft ein außergewöhnlich belastendes Lebensereignis eine im Allgemeinen innerhalb von Tagen abklingende und somit vorübergehende Störung, im Sinne einer akuten Krisenreaktion oder eines psychischen Schocks, hervor.

Symptome

Eine besondere Form ist die posttraumatische Belastungsstörung. Wenige Wochen bis Monate nach einem psychischem Trauma stellen sich Symptome, wie das wiederholte Erleben des Traumas in sich aufdrängenden Erinnerungen, sogenannten Nachhallerinnerungen (Flashbacks) ein oder treten in Form von Alpträumen auf, aber auch Gefühle des Betäubtseins, der Freudlosigkeit und der Übererregtheit mit Schlafstörungen kommen häufig vor.

Die Anpassungsstörung kennzeichnet einen Zustand subjektiver Bedrängnis wie sie in der Folge von besonderen Lebensereignissen im Sinne von Krisen, Verlusten oder Trennungen auftreten kann. Oftmals treten Symptome in Form depressiver Verstimmungen und von Ängsten auf, zeitweise sind Änderungen des Verhaltens des Betroffenen im Vordergrund.

Unser Behandlungsangebot

Ergotherapie

Zunächst wird Ihnen ein multimodales Therapieprogramm mit Einzel- und Gruppengesprächen, Ergo- und Bewegungstherapien, Hirnleistungs-, Entspannungs- und Sozialtraining geboten. Psychotherapeutischer Schwerpunkt ist die Verhaltenstherapie, auch in der Praxis für ärztliche Psychotherapie (MVZ) und in der Psychiatrischen Institutsambulanz. Soweit es notwendig ist, kann eine medikamentöse Therapie unterstützend hinzukommen.

Seit ca. drei Jahren widmen wir uns ganz besonders der Therapie der Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS). Die hier favorisierte Methode ist EMDR (Eye Movement Desensitization and Reprocessing). Die Psychotherapie ist bei diesem Störungsbild medikamentöser Behandlung überlegen; letztere erfolgt aber oft begleitend. Der eigentlichen Traumatherapie mittels EMDR geht meist eine längere Stabilisierungsphase voraus.

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