Suchttagesklinik

Wir helfen Ihnen, wenn:

Der Gebäudekomplex im Tonkuhlenweg
  • Sie unter einem Suchtproblem leiden
  • eine ambulante Therapie nicht ausreicht
  • Sie während der Therapie nicht ganz aus Ihrem vertrauten Umfeld herauswollen oder -können
  • Sie abstinenzorientiert sind (bereit sind, auf das Suchtmittel zu verzichten)
  • Sie in einer Substitutionstherapie (Drogenersatztherapie) auf Suchtmittelkonsum verzichten wollen
  • Sie auf eine Rehabilitationsmaßnahme warten und Suchtmittelrückfälle vermeiden wollen

In all diesen Fällen steht Ihnen unsere Sucht-Tagesklinik offen. Wir freuen uns darauf, Sie kennenzulernen und möchten, dass es Ihnen baldmöglichst besser geht. An den Behandlungstagen bietet Ihnen unsere Tagesklinik außerdem therapeutische Hilfe bei der Tagestrukturierung. Abends und am Wochenende können Sie in Ihrem vertrauten sozialen Umfeld verbleiben und sich dort ausprobieren. Auf diese Weise werden Ihre Eigenverantwortlichkeit und Selbstständigkeit bei der Bewältigung des Alltags gefördert.

Wenn Sie zu uns auf die Station kommen, versuchen wir, die suchtspezifische Problematik einzuordnen und machen uns mit Ihnen ein ganzheitliches Bild über Ihre aktuellen Schwierigkeiten, über körperliche Begleiterkrankungen und seelische Störungen, die mit der Suchterkrankung einhergehen können. Nach modernen Standards führen wir neben dem ärztlich-therapeutischen Gespräch eine körperliche Untersuchung und technische Zusatzuntersuchungen durch, etwa Labordiagnostik, EKG (Elektrokardiografie: Untersuchung der Herzfunktion) und andere moderne medizintechnische Verfahren.

Damit Sie Ihre Erkrankung in den Griff bekommen können und es Ihnen baldmöglichst besser geht, suchen wir gemeinsam mit Ihnen einen Weg, der individuell auf Ihre Problematik abgestimmt ist.

Ganz auf Sie abgestimmt: Unser tagesklinisches Therapieangebot

Unsere Behandlungsschwerpunkte im Überblick

  • Stabilisierung der Suchterkrankung nach einer Entgiftungsbehandlung
    • Förderung der kognitiven (intellektuellen) und emotionalen Akzeptanz der Suchterkrankung
    • Erlernen und Verbessern von Fertigkeiten zum Umgang mit Suchtverlangen
    • bei einer Alkoholerkrankung: Einleitung einer Aversionstherapie (Verhaltenstherapie, die auf dem Prinzip der Konditionierung beruht und bei der unerwünschte Verhaltensmuster mit unangenehmen Reizen gekoppelt werden)
    • bei einer Drogenerkrankung: Optimierung der Substitutionsbehandlung, Ein- oder Umstellung auf ein anderes Substitutionsmittel (Ersatzdroge)
  • Diagnostik und Mitbehandlung psychischer Begleiterkrankungen, zum Beispiel:
    • Depressionen
    • Angststörungen
    • ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung)
    • nachlassende Psychosen (psychische Erkrankungen, die mit Realitätsverlust einhergehen)
    • Persönlichkeitsstörungen
  • Erarbeitung und Aufrechterhaltung einer Tagesstruktur:
    • Erlernen von Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit
    • (Wieder-)Aufbau positiver Aktivitäten/Erfahrungen und deren Integration in den Alltag
    • Steigerung von Ausdauer und Leistungsfähigkeit
    • Verbesserung sozialer Fertigkeiten
    • Verbesserung von Fertigkeiten zur Alltagsbewältigung
    • Ressourcenaktivierung

Mit diesen Verfahren helfen wir Ihnen

  • psychotherapeutische Gruppentherapie
    • Psychoedukation (Wissensvermittlung über die Suchterkrankung)
    • Fertigkeiten-Training in Anlehnung an die Dialektisch-Behaviorale Therapie nach Marsha Linehan mit dem Schwerpunkt Sucht
  • psychotherapeutische Einzeltherapie
    • verhaltenstherapeutisch und ressourcenorientiert
  • Angehörigengespräche
  • imaginative Verfahren
  • achtsamkeitsbasierte Verfahren
  • medizinische Sprechstunden und Visiten
  • medikamentöse Behandlung
  • Ergotherapie (Training von Alltagsfunktionen, zum Beispiel bei Seidenmalerei, Arbeiten mit Speckstein oder Ton oder beim Buchbinden)
  • Arbeitstherapie (zum Beispiel in der Nähstube, Buchbinderei, Gärtnerei oder Schlosserei)
  • Sozio- und Milieutherapie
  • Training positiver Aktivitäten
  • Physio- und Sporttherapie
    • Entspannungstechniken
    • Rücken- und Wirbelsäulengymnastik
    • medizinische Trainingstherapie
  • Outdoor-Aktivitäten

Voraussetzungen für die tagesklinische Behandlung

Werke der Tischlerei - Vogelhäuschen

Für die tagesklinische Behandlung müssen Sie abstinenzorientiert sein oder in Substitutionsbehandlung auf Nebenkonsum verzichten wollen. Bei längerer Alkohol- oder Medikamentenrückfälligkeit oder bei ausgeprägtem Nebenkonsum während der Substitution muss eine stationäre Entgiftungsbehandlung vorgeschaltet werden.

Sie müssen fähig sein, regelmäßig in der Tagesklinik zu erscheinen und sich an therapeutische Absprachen zu halten.

Auch im Anschluss gut versorgt: Ihre Weiterbehandlung

Für die langfristige Stabilisierung bei einer Suchterkrankung sind oft Weiterbehandlungen und eine gute Einbindung in das Suchthilfesystem nötig. Wir beraten Sie über ambulante suchtmedizinische oder zusätzliche psychotherapeutische Behandlungsmöglichkeiten und unterstützen Sie bei der Anbahnung derselben. Außerdem helfen wir Ihnen bei der Planung und Organisation von Rehabilitationsmaßnahmen, betreuten Wohnformen oder ambulanter Betreuung.

Darüber hinaus bieten wir Ihnen in unserer Suchtambulanz Möglichkeiten der ambulanten suchtspezifischen Weiterbehandlung.

Seite teilen: