Liebe Angehörige & Besucher,

bitte beachten Sie folgenden Hinweis:

 

Besuchsverbot aus Sicherheitsgründen

Zum Schutz unserer Patienten & Mitarbeiter können wir Angehörigen & Besuchern leider derzeit nicht erlauben, unsere Klinik zu betreten.

Dies ist eine reine Vorsichtsmaßnahme, damit wir unsere Patienten weiterhin bestmöglich versorgen können.

 

Vielen Dank für Ihr Verständnis!

Ihr Asklepios-Team

Mehr erfahren

MetakognitivesTraining

für Patienten mit Erkrankungen aus dem schizophrenen Formenkreis

An wen richtet sich das Gruppenangebot?

Köpfe-Spiegel
© freshidea

Das Angebot richtet sich an Patienten mit der Diagnose „Schizophrenie“. Die Schizophrenie ist ein sehr komplexes Störungsbild, in dessen Mittelpunkt ganz allgemein Beeinträchtigungen des „Erlebens“ zum Beispiel in Form eines Wahns, einer Halluzination und/oder von Ich-Störungen stehen.

Als eine Folge dieser Wahrnehmungsstörung werden die individuellen Denkprozesse beeinträchtigt und gestört. Konkret geht es zum Beispiel um Schwierigkeiten, sich in die Lebenssituation oder in die Mimik anderer Menschen einzufühlen, um getroffene Entscheidungen zu korrigieren oder um unterschiedliche Aspekte für Entscheidungsprozesse ausreichend zu würdigen. Die gerade beschriebenen Denkverzerrungen sind mit Ihrem Krankheitsbild  rückgekoppelt und tragen jeweils zur Entstehung und Aufrechterhaltung der Psychose bei.

Mit dem Metakognitiven Training (MKT) wurde neben der pharmakologischen Therapie mit Neuroleptika ein Instrument entwickelt, mit dessen Hilfe ein Beitrag zur Auflösung der genannten Verzerrungen bei den Patienten geleistet werden kann. Der Begriff „metakognitiv“ setzt sich aus der Vorsilbe „meta“ (griechisch „über“) und der Nachsilbe „kognitiv“ (lat. „denken“) zusammen und bedeutet soviel wie „Denken über das Denken“.

Mit dem Training zielen wir also auf die Reflexion unserer eigenen Denkstile und Problemlösestrategien ab.

Die Module

Im Rahmen des MKT werden die Denkverzerrungen und die dysfunktionalen Problemlösungsstrategien in 8 Trainingseinheiten (Module) thematisiert. Die einzelnen Module umfassen

  • den Zuschreibungsstil
  • voreiliges Schlussfolgern I
  • Korrigierbarkeit eigener Entscheidungen
  • Einfühlung I
  • Gedächtnis
  • Einfühlung II
  • Voreiliges Schlussfolgern II
  • Stimmung (depressive Denkschemata)

Ergänzt wird das Programm durch die Zusatzmodule „elbstwert“und „tigma“ Zur Festigung der erzielten Arbeitsergebnisse stehen weitere 8 Module zur Verfügung.

Anmeldung und Organisatorisches

Jede einzelne Trainingseinheit folgt einem sehr konkreten und systematischen Arbeitsablauf. In einem ersten Schritt werden in Abhängigkeit von dem Thema des Moduls dysfunktionale Denkstile thematisiert. Im Anschluss werden Hinweise über den psychosozialen Hintergrund des jeweiligen Modulthemas gegeben.

Mit Hilfe von Fotographien und/oder kurzen Comic-Geschichten werden konkrete Übungen zur Veränderung des dysfunktionalen Denkstils durchgeführt.

Im Rahmen einer Zusammenfassung wird die Relevanz von Übungen für den Alltag besprochen und Merkblätter zur Verstärkung des Trainingseffektes außerhalb des Gruppentrainings verteilt.

Ort: In den Räumlichkeiten unserer psychiatrischen Institutsambulanz.

Seite teilen: