Speiseröhre und Magen

Wir helfen Ihnen bei

In unserer chirurgischen Klinik behandeln wir alle Erkrankungen der Speiseröhre und des Magens wenn immer möglich mit minimalinvasiver Operationstechnik.  Der Chefarzt der Klinik verfügt über langjährige Erfahrung auf dem Gebiet der Speiseröhren-und Magenchirurgie aus einem zertifizierten Magenkrebszentrum und führt diese Eingriffe regelmäßig und mit hoher Expertise durch. Hierzu gehört insbesondere die vollständige und schonende minimalinvasive Entfernung des Magens (laparoskopische Gastrektomie) und der ihn umgebenden Lymphknoten. Hierbei werden keine Kompromisse in Bezug auf Langzeitüberleben und onkologische Radikalität gemacht. Operationen an der Speiseröhre führen wir als so genannten Hybrid-Eingriff mit vollständiger minimalinvasiver Operation im Bauchraum und schonender offener Operation am Brustkorb durch (laparoskopisch-thorakotomische Ösophagusresektion).

Speiseröhrenveränderungen (gutartige und bösartige)

Gutartige Aussackungen der Speiseröhre (Zenker-Divertikel)

Achalasie (gutartige hochgradige Einengung der unteren Speiseröhre)

Magentumore (gutartige und bösartige)

Magengeschwür (Magenulcus) und damit möglicherweise einhergehende Komplikationen

Häufigste Ursache für Tumoren der Speiseröhre ist der so genannte saure Reflux, der zu einer chronischen Entzündung der unteren Speiseröhre führt. Aus der Entzündung entsteht nach langer Entwicklungszeit dann Speiseröhrenkrebs. Weitere Ursachen sind ein langjähriger Konsum von Alkohol und Nikotin in höherem Maße. Für die Entstehung des Magenkarzinoms sind hauptsächlich Autoimmunerkrankungen, Alkoholabusus und das Bakterium Helicobacter pylori, dass im sauren Magensaft überleben kann, verantwortlich. Die Achalasie ist eine sehr seltene Erkrankung, bei der es zu Störungen der Nervenfunktion der unteren Speiseröhre kommt.               
Erkrankungen von Magen und Speiseröhre werden häufig im Fall von gut- und bösartigen Tumoren häufig erst spät bemerkt. Hierdurch ist eine sehr enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen verschiedenen medizinischen Fachrichtungen und dem Patienten notwendig, um die beste Therapie für den Patienten durchführen zu können.

Der erste Schritt: Die richtige Diagnostik

Das persönliche Gespräch mit Ihnen bildet die Grundlage für die weiterführende Diagnostik aller Krankheiten. Ihre Erläuterungen zu Ihrer Krankheitsgeschichte, Ihren Beschwerden sowie Ihren Symptomen sind hierfür sehr wichtig. Eine eindeutige Diagnose lässt sich in vielen Fällen bereits nach der anschließenden körperlichen Untersuchung stellen. Sollte es angezeigt sein, zur Klarstellung des Befunds weitere Untersuchungstechniken einzusetzen, so sind wir hierfür an unserer Klinik sehr gut ausgestattet. Es stehen unter anderem moderne Geräte für folgende Untersuchungsmethoden bereit:

  • Ultraschalluntersuchung (Sonografie, ein bildgebendes, röntgenstrahlenfreies Bildgebungsverfahren)
  • Kontrastmittelultraschall (Sonografie, bessere Darstellbarkeit von unklaren Tumoren z.B. der Leber)
  • Computertomografie (computergestütztes Röntgenverfahren für Schnittbilder)
  • Kernspintomografie (MRT für Magnetresonanztomografie, Bilderzeugung mittels Magnetfeldern)
  • endoskopische Verfahren wie Magen- und Darmspiegelung
  • Refluxdiagnostik mit Impedanz-pH-Metrie und Ösophagusmanometrie

In Absprache mit Ihnen wird die für Sie angezeigte Methode individuell eingesetzt. In der Regel stellen unsere Spezialisten die Diagnose auf Basis einer Speiseröhren- und Magenspiegelung (Ösophago-Gastroskopie), bei der auch eine Probenentnahme möglich ist.

Ganz auf Sie abgestimmt: Unser Behandlungsangebot

Das so genannte Zenker-Divertikel ist eine gutartige Aussackung der Speiseröhre im Halsbereich. Meist wird es heute interventionell durch die Gastroenterologie behandelt. In einigen Fällen ist bei einer gewissen Größe aber eine chirurgische Therapie notwendig. Wir entfernen Ihnen diese Ausstülpungen dann schonend aufgrund unserer jahrelangen Erfahrung.

Die Achalasie ist eine Erkrankung bei der eine Veränderung der Versorgung der unteren Speiseröhre mit autonomen Nervenzellen auf Dauer zu einer deutlichen Erweiterung der gesamten Speiseröhre führt. Hierbei gibt es verschiedene Abstufungen. Die Behandlung besteht in einer Spaltung der dauerhaft zusammengezogenen Muskulatur der unteren Speiseröhre. Dies führen wir schonend mit minimalinvasiver Technik durch.

Die Behandlung einer bösartigen Erkrankung der Speiseröhre (Speiseröhrenkrebs) erfolgt in enger Kooperation von Chirurgen, Gastroenterologen und Onkologen. Im Rahmen der interdisziplinären Behandlung informieren wir Sie zu jedem Zeitpunkt über die notwendigen Untersuchungen und Therapiemaßnahmen. Nach Sicherung der Diagnose durch eine Gewebeprobe kann vor einer Operation die Durchführung einer Chemotherapie sinnvoll sein, um den Tumor zu verkleinern und das Operationsergebnis zu verbessern.

Im Rahmen des Eingriffes erfolgt eines laparoskopische (minimal-invasive) Lösung des Magens von umgebenden Verwachsungen und das Hochführen des Magens in den Brustkorb. Hierbei werden die Lymphknoten im Bauchbereich minimal-invasiv ebenfalls entfernt. Am Brustkorb führen wir eine offene Operation ohne das Durchtrennen der Rippen durch. Der tumorbefallene Teil der Speiseröhre und die umgebenden Lymphknoten werden entfernt.

Die Rekonstruktion der Nahrungspassage erfolgt dann durch eine neue Verbindung der verbliebenen Speiseröhre mit dem Magen.

Gutartige Tumoren der Speiseröhre und die so genannte Achalasie behandeln wir in den meisten Fällen mit minimal-invasiver Technik. Hierbei erfolgt in den meisten Fällen das vorsichtige Spalten von Teilen der Muskulatur.

Unsere internistischen Fachärzte behandeln ein Magengeschwür ohne Komplikationen mithilfe von Medikamenten, die die Säureproduktion des Magens unterdrücken.

Bei rund einem Fünftel aller Geschwürerkrankungen tritt eine akute oder chronische Blutung aus dem Geschwür auf. Akute Geschwürblutungen können lebensbedrohlich werden, so dass unsere erfahrenen Spezialisten in diesen Fällen umgehend eine Notfall-Magenspiegelung vornehmen und die Blutung stillen. Lässt sich die Blutung so nicht stoppen, nehmen unsere Operateure eine operative Blutstillung vor.

Ein Magengeschwür kann einen Durchbruch (Perforation) der Magenwand in die Bauchhöhle verursachen. Unsere Mediziner können dies zumeist mithilfe einer Röntgenaufnahme nachweisen, welche die in den Bauchraum eingedrungene Luft sichtbar macht. Eine diagnostizierte Magenperforation operieren unsere Spezialisten umgehend, um eine lebensgefährliche Bauchfellentzündung zu verhindern. Der Eingriff wird in den meisten Fällen minimal-invasiv durchgeführt.

Gutartige Tumore des Magens wie zum Beispiel der gastrointestinale Stroma-Tumor (GIST) sind seltene Erkrankungen, bei denen zumeist die lokale Ausschneidung des Tumors aus der Magenwand angezeigt ist. Auch in diesen nicht oft auftretenden Fällen sind Sie bei unseren Experten in besten Händen. Die Entfernung erfolgt in praktisch allen Fällen ebenfalls minimal-invasiv.

Die bösartige Erkrankung des Magens, auch Magenkarzinom genannt, tritt immer seltener auf. Eine zentrale Bedeutung in der Diagnostik des Magenkrebses hat die Magenspiegelung (Gastroskopie). Mittels kleiner Gewebeproben aus dem Tumor stellen unsere Fachärzte die Diagnose. Bei im Bereich des Magenausgangs gelegenen Tumoren ist die operative Teilentfernung (Magenresektion nach Billroth) des Magens häufig ausreichend, so dass ein Teil des Magens verbleiben kann. Bei größeren oder zentraler gelegenen Tumoren ist die komplette Entfernung des Magens (Gastrektomie) notwendig. Bei beiden Eingriffen wird die Entfernung der Lymphknoten (Lymphadenektomie) durchgeführt. Die Rekonstruktion der Nahrungspassage erfolgt durch eine neue Verbindung zwischen Speiseröhre und Dünndarm.

Unsere Klinik führt als Zentrum für minimalinvasive Chirurgie die Entfernung des Magens oder von Teilen des Magens standardmäßig laparoskopisch d.h. minimalinvasiv durch. Hierdurch ist der Eingriff deutlich weniger belastend, ohne dass Kompromisse in Bezug auf Langzeitüberleben und onkologische Radikalität gemacht werden.

In Abhängigkeit vom Tumorstadium des Magenkarzinoms kann eine Chemotherapie vor oder nach der Operation notwendig sein. Dies besprechen unsere Experten in unserer fachübergreifenden Interdisziplinären Tumorkonferenz (Asklepios Tumor Centrum) mit allen wichtigen Fachabteilungen. So entwickeln wir für Sie ein optimales und individuelles Therapieschema.

Weiterhin gut versorgt: Ihre Weiterbehandlung / Nachsorge

Die postoperative Versorgung erfolgt auf unseren modernen, vollständig erneuerten Stationen, die einen hohen Patientenkomfort bieten. Gleichzeitig haben die Stationen nie mehr als 24 Betten, so dass eine optimale pflegerische Betreuung möglich ist. Während des Aufenthaltes erfolgt neben der ärztlichen und pflegerischen Betreuung eine engmaschige Begleitung durch unsere Ernährungsberatung.

Hohe Priorität am Tag Ihrer Entlassung nach einem stationären Aufenthalt bei uns hat das persönliche Gespräch mit Ihnen. Welche wichtigen Punkte Sie für die Nachsorge beachten sollten, besprechen Sie gemeinsam mit unseren Experten. Sie erhalten einen Brief, für Ihren weiterbehandelnden Arzt, in dem sowohl die Empfehlungen als auch die Entlassungsmedikation stehen.

Der überwiegenden Mehrzahl unserer operativ behandelten Patienten gelingt der Wiedereinstieg in den Arbeitsalltag nach der Entlassung nach Hause rasch. Erfordert das Krankheitsbild jedoch weiterführende Rehabilitationsmaßnahmen oder häusliche Unterstützung, so organisieren wir diese für Sie bereits während Ihres stationären Aufenthalts bei uns. Sowohl mit Ihnen als auch mit unserem Sozialdienst tauschen wir uns aus, um für Sie die optimale Lösung zu finden.

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