Sodbrennen (Gastroösophagealer Reflux)

Bei der gastroösophagealen Refluxkrankheit (GERD), auch Sodbrennen genannt, gelangt saures Magensekret in die Speiseröhre. Dort kann es entzündliche Veränderungen und in seltenen Fällen auch tumoröse Veränderungen hervorrufen. Verantwortlich hierfür ist ein nicht funktionierender Verschlussmechanismus zwischen Magen (griechisch Gaster) und Speiseröhre (griechisch Ösophagus). Diese Anomalie ist häufig kombiniert mit einer Ausweitung des Zwerchfells an der Durchtrittsstelle der Speiseröhre (Hiatushernie). Die Betroffenen verspüren häufiges Sodbrennen, das eventuell mit Schmerzen hinter dem Brustbein kombiniert ist.

Der erste Schritt: Die richtige Diagnostik

Die Basis für die weiterführende Diagnostik bildet bei allen Krankheitsbildern das persönliche Gespräch zwischen Ihnen und unseren Fachärzten. Hierbei erläutern Sie Ihre Krankheitsgeschichte, Ihre Symptome und Ihre Beschwerden. Anschließend untersuchen unsere Mediziner Sie gründlich, sodass in vielen Fällen bereits eine eindeutige Diagnose möglich ist. Für etwaige zusätzliche Diagnosestellungen sind an unserer Klinik zudem alle modernen Untersuchungstechniken verfügbar. Dazu zählen unter anderem:

  • Ultraschalluntersuchung (Sonografie, ein bildgebendes, röntgenstrahlenfreies Bildgebungsverfahren)
  • Computertomografie (computergestütztes Röntgenverfahren für Schnittbilder)
  • Kernspintomografie (MRT für Magnetresonanztomografie, Bilderzeugung mittels Magnetfeldern)
  • endoskopische Verfahren wie Magen- und Darmspiegelung

Entsprechend Ihres Krankheitsbildes werden diese Untersuchungstechniken vor jeder Operation individuell eingesetzt.

Ganz auf Sie abgestimmt: Unser Behandlungsangebot

Nach der Diagnosestellung durch einen unserer Fachärzte für Innere Medizin beziehungsweise einen Spezialisten für Magen- und Darmerkrankungen (Gastroenterologie) ist zur Behandlung von Sodbrennen bei den meisten Betroffenen eine medikamentöse Therapie ausreichend. Hierbei wird die Säureproduktion im Magen durch Tabletten unterdrückt.

In einigen Fällen führt auch die medikamentöse Therapie nicht zu einer kompletten Beschwerdefreiheit. Dann können unsere Experten eine Operation mit dem Ziel, den Rückfluss von saurem Magensekret in die Speiseröhre zu verhindern, durchführen. Dazu führen wir mit Ihnen vorab ein ausführliches Gespräch. Bei dieser Operation werden Anteile der Magenwand wie eine Manschette um die Speiseröhre gelegt und fixiert (Fundoplikatio). Liegt eine Aufweitung des Zwerchfells an der Durchtrittsstelle der Speiseröhre (Hiatushernie) vor, wird die Bruchpforte im Zwerchfell eingeengt (Hiatoplastik). Dieses Verfahren führen unsere Operateure zumeist über kleine Hautschnitte und unter Sicht einer winzigen Spezialkamera (minimalinvasive Chirurgie, MIC) durch.

Weiterhin gut versorgt: Ihre Weiterbehandlung / Nachsorge

Höchste Priorität am Tag Ihrer Entlassung hat das persönliche Gespräch unserer behandelnden Spezialisten mit Ihnen. Alle wichtigen Empfehlungen sowie die Entlassungsmedikation klären wir. Das Besprochene wird außerdem in einem Brief für Ihren weiterbehandelnden Arzt festgehalten.

In der Regel finden sich die meisten unserer Patienten, die operativ behandelt wurden, nach ihrer Entlassung nach Hause rasch wieder in das Arbeitsleben ein. Einige Erkrankungen machen jedoch zusätzliche Rehabilitationsmaßnahmen oder häusliche Unterstützung erforderlich. Während Sie sich stationär bei uns aufhalten, organisieren wir dies bereits für Sie. Wir stimmen uns sowohl mit unserem Sozialdienst als auch mit Ihnen eng ab – für bestmögliche, individuelle Lösungen.

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