Liebe Patienten, Angehörige & Besucher,

bitte beachten Sie folgende Hinweise:

  • Bei Verdacht auf eine Corona-Infektion rufen Sie bitte vorab den Ärztlichen Bereitschaftsdienst an: ► Wählen Sie 116 117
     
  • In medizinischen Notfällen (Schlaganfall, Herzinfarkt etc.) begeben Sie sich bitte weiterhin unmittelbar in Behandlung! Ein mögliches Corona-Infektionsrisiko wird in unserer Klinik mit allen Mitteln reduziert.
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Ihr Asklepios-Team

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Lungentumor

Jährlich erkranken knapp 50.000 Menschen in Deutschland neu an Lungenkrebs, was ihn zur dritthäufigsten Krebserkrankung bei Männern und Frauen macht. Der wichtigste vermeidbare Risikofaktor für Lungenkrebs ist das Rauchen. Unser Experte stimmt mit Ihnen die Behandlung umfassend ab.

Der erste Schritt: Die richtige Diagnostik

Zeigen sich erste Symptome, die möglicherweise auf Lungenkrebs schließen lassen, so leiten wir eine Reihe von Untersuchungen bei Ihnen ein, um den Verdacht zweifelsfrei zu bestätigen oder auszuräumen. Die Diagnose beginnt üblicherweise mit einem ausführlichen Gespräch zu Ihren derzeitigen Beschwerden und persönlichen Risikofaktoren. Zudemdem werden im ersten Schritt diejenigen Lymphknoten abgetastet, die bei einer Lungenkrebserkrankung typischerweise geschwollen sind. Besteht ein ernstzunehmender Verdacht, erstellen wir gemeinsam mit unseren Team aus der radiologischen Abteilung ein Röntgenbild Ihrer Lunge. Sollte tatsächlich ein Tumor vorliegen, können wir ihn hiermit entdecken und seine ungefähre Lage bestimmen. Außerdem können wir mithilfe Ihres Röntgenbilds weitere Erkrankungen der Lunge feststellen beziehungsweise ausschließen.

Ist der Befund Ihres Röntgenbilds nicht eindeutig oder lässt er einen Lungentumor vermuten, schließt sich eine Computertomografie (CT: computergestützte Röntgenuntersuchung) an. Die hier enstandenen Schnittbilder erlauben es uns, die Ausdehnung und die exakte Lage des Tumors zu bestimmen. Gleichzeitig wird das CT genutzt, nach eventuellen Metastasen, also Tochter-Absiedlungen in anderen Organen, zu suchen. Bei Bedarf setzen wir zur Diagnostik von Metastasen zusätzlich die Magnetresonanztomografie (MRT: Bildgebungsverfahren, das Magnetfelder nutzt) ein. Alle Untersuchungen führen wir direkt hier in der Klinik durch, da unsere radiologische Abteilung über alle erforderlichen Geräte verfügt, welche sich auf dem modernsten technischen Stand befinden.

Zur Diagnose bei einem Verdacht auf Lungenkrebs führen wir in jedem Fall auch eine Spiegelung der Lunge (Bronchoskopie) durch. Mithilfe dieser Untersuchung können wir Ihre Atemwege einsehen und wenn nötig Gewebeproben entnehmen. Auch können wir unter direkter Ultraschallsicht gezielt Lymphknoten von den Bronchien aus punktieren (endobronchialer Ultraschall, EBUS). Die Analyse dieser Gewebeproben gibt uns Aufschluss darüber, ob es sich tatsächlich um ein Karzinom (Krebs) handelt, und, falls ja, um welche Form. Wir unterscheiden kleinzellige und nichtkleinzellige Tumore: Kleinzellige Bronchialkarzinome wachsen schneller und bilden oftmals Metastasen aus, machen jedoch nur ca. 20 % der Lungenkrebserkrankungen aus. Außerdem bestimmen wir das Stadium der Erkrankung, das sogenannte Staging, bei dem Größe, Ausmaß des Lymphknotenbefalls sowie Fernmetastasen beurteilt werden.

Ganz auf Sie abgestimmt: Unser Behandlungsangebot

Meistens gilt, dass kleinzellige Krebsformen bei der Diagnose meist schon weiter fortgeschritten sind, große Teile des Lungengewebes erfasst wurden oder auch bereits Metastasen gebildet haben. Eine komplette Entfernung des Tumors ist dann durch eine Operation nicht mehr möglich, dafür sprechen kleinzellige Tumore häufig gut auf eine Chemotherapie an. Nichtkleinzellige Karzinome in einem früheren Stadium werden aber  meist operiert, da die Operation bei einer vollständigen Entfernung des Tumors eine langfristige Heilung ermöglicht. Hier bietet unsere Thoraxchirurgie zahlreiche operative Verfahren und Techniken, bei denen möglichst viel gesundes Lungengewebe erhalten wird. Wenn nötig kombinieren wir die Operation im Voraus oder im Nachhinein mit einer Chemo- und/oder Strahlentherapie.

Sollte  der Tumor bereits gestreut haben, also Fernmetastasen gebildet hat, sinken die Chancen auf eine Heilung. Unser Ziel bei der Therapie ist es dann, die Erkrankung nicht oder langsamer fortschreiten zu lassen sowie die Lebensqualität  zu verbessern. Hier konzentriert sich die Therapie darauf, Schmerzen zu lindern und weitere Symptome wie allgemeine Schwäche, Atemnot oder Appetitlosigkeit zu bekämpfen.

Zu unserem Therapiekonzept gehört immer auch das Angebot unserer psychoonkologischen Beratung: Jede Krebserkrankung stellt für Betroffene und Angehörige eine enorme Belastung dar – das Gespräch mit speziell ausgebildeten Psychoonkologen kann bei der Verarbeitung helfen. Wir sind in jeder Hinsicht unterstützend an Ihrer Seite.

 

Weiterhin gut versorgt: Ihre Weiterbehandlung / Nachsorge

Nach einer Lungenkrebserkrankung helfen Ihnen Rehabilitationsmaßnahmen dabei, so manche Herausforderung bei der Rückkehr in den Alltag zu bewältigen. Unsere Mitarbeiter des Sozialdienstes unterstützen Sie hierbei gerne.

Gerne erstellen wir gemeinsam mit Ihnen einen individuellen Nachsorgeplan, er dient dazu, den Heilungsfortschritt zu kontrollieren und ein eventuelles neues Auftreten der Krebserkrankung möglichst früh zu entdecken.

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