Spezifische Immuntherapie

Seit 2009 leiten wir an unserer Klinik die Spezifische Immuntherapie (SIT) mit Wespen- und Bienengift ein.

Was passiert bei dieser Therapie

Mit der Hyposensibilisierung wird dem Körper wiederholt der Allergieauslöser in steigender Dosierung zugeführt, bis die überschießende Immunreaktion nicht mehr eintritt und das Abwehrsystem das Allergen toleriert. Die Antikörperproduktion wird minimiert oder gestoppt. Im Idealfall kann eine Hyposensibilisierung die Symptome einer allergischen Reaktion stark reduzieren oder ganz beseitigen. Darüber hinaus legen Studien nahe, dass es unter der SIT zu deutlich weniger neuen allergischen Reaktionen kommt, als unter der Therapie, die ausschließlich die Symptome der Allergie behandelt.

Ab welchem Alter sinnvoll?

Mittlerweile belegen klinische Untersuchungen die Sicherheit und Effektivität einer SIT auch für Kinder ab dem 3. Lebensjahr. Bei Kindern nach dem vollendeten 2. Lebensjahr kann eine Therapie im Einzelfall erwogen werden, sollte aber ausschließlich von einem erfahrenen Allergologen, der sich auch in der Versorgung von Kleinkindern auskennt, durchgeführt werden.

Dauer der Therapie

Eine Systematische Immuntherapie dauert in der Regel drei bis fünf Jahre. Der Erfolg der Therapie wird daran gemessen, ob eine Besserung der Symptome bzw. der Lungenfunktion eintritt. Sollte nach zwei Jahren kein Effekt festgestellt werden, gibt es verschiedene Möglichkeiten:

  • Überprüfung der Diagnose, möglicherweise erneute Diagnosestellung
  • Eine neue bzw. veränderte Allergenbelastung sollte in Betracht gezogen werden
  • Ist die Diagnose eindeutig bei gleichzeitiger Einhaltung der vereinbarten Therapieziele kann die Therapie abgebrochen werden

Konnte nach drei Jahren ein guter Therapieerfolg erzielt werden, kann nach Aufbrauchen der Packung die Therapie beendet werden.

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