Die Lumbale Spinalkanalstenose

Unsere Lendenwirbelsäule wird den ganzen Tag beansprucht – und zwar durch unseren aufrechten Gang. Im Laufe des Lebens kommt es deshalb zu unterschiedlich stark ausgeprägten Verschleißveränderungen. Ein typisches Warnsignal sind Schmerzen im unteren Bereich der Lendenwirbelsäule, die unter Belastung nach wenigen Metern auftreten und in die Beine ausstrahlen können. Gelegentlich kommt es dabei auch zu einem Schwächegefühl der Beine. Typischerweise bestehen diese Beschwerden nur beim freien Gehen, während Bewegungen in vorgebeugter Haltung (z.B. Rad fahren oder das Schieben eines Einkaufswagens) sehr lange ohne relevante Einschränkungen möglich sind.

Der erste Schritt: Die richtige Diagnostik

Die Patientinnen und Patienten werden von unseren Spezialisten ausführlich befragt Bildgebenden Verfahren wie die Magnet Resonanz Tomographie (MRT), ggf. die Computertomographie (CT), konventionelles Röntgen sowie in einigen Fällen die Myelographie (Kontrastdarstellung des Wirbelkanals) geben ihnen zusätzliche Erkenntnisse für die richtige Diagnose.

 

Unsere Behandlungsmöglichkeiten: konservativ/operativ

In unserer Klinik bieten wir – abhängig von Beschwerdedauer, -intensität und klinischem Erscheinungsbild – zunächst einen konservativen Therapieansatz an. Während eines kurzen stationären Aufenthaltes wird ein spezielles Wirbelsäulenschulungsprogramm durchgeführt, unterstützt von einer Injektionstherapie in den Spinalkanal (epidurale Injektion) mit einem Lokalanästhethikum und einem Cortisolpräparat.

 

Ist die konservative Therapie ausgeschöpft, kommt es anhaltend zu starken Schmerzen oder zu neurologischen Ausfällen, so ist eine Operation ratsam. Lähmungen und/oder  Störungen der Kontrolle über Blase und Enddarm bis hin zu Symptomen eines Querschnittssyndroms sind dringliche OP-Indikationen. Ziel einer Operation ist primär die Entlastung der Nervenwurzeln im Spinalkanal. In Bauchlage erfolgt ein Hautschnitt über der Wirbelsäule in Höhe des eingeengten Spinalkanalabschnitts. Nach Darstellung der hinteren Wirbelbögen werden unter dem Mikroskop die Nervenstrukturen sicher dargestellt. Nach Entfernung komprimierender Bänder- und Knochenstrukturen kann sich der Duralsack, der die Nervenwurzeln umschließt, wieder vollständig entfalten.

Die Nachbehandlung

Am Tag nach der Operation wird – unter individuell angepasster Schmerztherapie – mit vorsichtiger Mobilisierung durch unser Physiotherapieteam begonnen. Der stationäre Aufenthalt beträgt etwa fünf bis sieben Tage. Nach Entlassung aus dem Krankenhaus kann mit einer leichten Verzögerung bis zum Abschluss der Wundheilung mit gezielter Physiotherapie das Operationsergebnis optimiert werden.

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