Neue Leitung für die Notaufnahme: Nadine Oppermann verstärkt medizinische Versorgung in Sebnitz und setzt auf Teamarbeit

Wenn jede Minute zählt, ist sie die wichtigste Anlaufstelle im Krankenhaus: die Notaufnahme. Hier treffen unterschiedlichste Situationen aufeinander – akute Schmerzen, Unfälle oder plötzliche Erkrankungen bei Menschen jeden Alters.

Bild: Nadine Oppermann in der Sebnitzer Notaufnahme
© Steffen Unger, Asklepios Klinik Sebnitz

Unter Zeitdruck, hoher Verantwortung und emotionalen Ausnahmezuständen entscheiden eingespielte Abläufe und Teams sowie medizinische Erfahrung darüber, wie schnell und gut Patientinnen und Patienten versorgt werden. In der Asklepios Klinik Sebnitz hat Nadine Oppermann die Leitung der Zentralen Notaufnahme übernommen.

Die Fachärztin für Orthopädie und Unfallchirurgie hat in diesem Jahr erfolgreich die Zusatzqualifikation zur klinischen Akut- und Notfallmedizinerin abgeschlossen und bringt zudem umfangreiche Erfahrung aus der Notfallversorgung mit. Zuletzt war sie mehr als zehn Jahre am Universitätsklinikum Dresden tätig, unter anderem in der Zentralen Notaufnahme.

Notaufnahme als zentrale Schnittstelle der medizinischen Versorgung

„Nach vielen Jahren in der Universitätsmedizin habe ich mich ganz bewusst dafür entschieden, meine Erfahrung in einer Region einzubringen, in der die Notfallversorgung eine besonders wichtige Rolle spielt“, sagt Oppermann. „Als Grund- und Regelversorger bietet mir das Krankenhaus Sebnitz die Möglichkeit, sehr eng mit den einzelnen Fachabteilungen, den ambulanten Kolleginnen und Kollegen sowie dem Rettungsdienst zusammenzuarbeiten und gleichzeitig die notfallmedizinische Versorgung einer ganzen Region mitzugestalten.“

Gerade in ländlich geprägten Gebieten kommt der Notfallambulanz eine besondere Rolle zu. Sie ist nicht nur erste Anlaufstelle bei akuten Erkrankungen oder Verletzungen, sondern auch ein zentraler Knotenpunkt, der interdisziplinär funktionieren muss.

„Die Notaufnahme ist die Eintrittspforte eines Krankenhauses – hier treffen unterschiedlichste medizinische Fachrichtungen aufeinander. Zur Entscheidungsfindung bleiben mitunter lediglich Minuten“, sagt Oppermann. „Genau diese Kombination aus medizinischem Anspruch, Teamwork sowie direkter Patientenversorgung macht die Arbeit für mich so spannend.“

Zusammenarbeit in der Region stärken

Ein besonderer Schwerpunkt wird die enge Abstimmung mit den niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten sowie dem Rettungsdienst sein.

„Mir ist wichtig, dass die Notfallambulanz für die Menschen vor Ort ein stabiler und verlässlicher Anlaufpunkt bleibt“, erklärt Oppermann. „Dafür möchte ich die Kooperation mit den ambulanten Kollegen weiter stärken und gleichzeitig interne Abläufe kontinuierlich weiterentwickeln.“

Dazu gehören unter anderem regelmäßige Fort- und Weiterbildungen für das Team sowie die Weiterentwicklung medizinischer Behandlungsstandards und interner Abläufe.

Teamarbeit als Schlüssel zum Erfolg

„Die Notfallambulanz funktioniert nur, wenn alle an einem Strang ziehen“, sagt die in Wachau beheimatete Ärztin. „Fachliche Kompetenz ist zwar die Grundlage unserer Arbeit, gleichzeitig braucht es jedoch ebenso Einfühlungsvermögen, ineinandergreifende Hände und die Fähigkeit, auch in stressigen Situationen einen kühlen Kopf zu bewahren.“

Dabei orientiert sie sich unter anderem an Prinzipien des sogenannten Crew Resource Managements, das aus der Luftfahrt stammt und heute zunehmend auch in der Notfallmedizin Anwendung findet. Ziel ist eine klare Kommunikation, gegenseitige Unterstützung und damit maximale Patientensicherheit.

Mit ihrer Erfahrung in der universitären Notfallmedizin und ihrer regionalen Verbundenheit möchte Oppermann dazu beitragen, die medizinische Versorgung in Sebnitz und der Sächsischen Schweiz kontinuierlich weiterzuentwickeln. Patientinnen und Patienten sollen sich darauf verlassen können, auch in kritischen Situationen kompetent betreut zu werden – genau dann, wenn jede Minute zählt.

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