Immer mehr Raucher: Appell von Oberarzt und Chefärztin: Nicht rauchen - und man lebt deutlich gesünder!

Die Zahl ist alarmierend: Rund 13 Millionen Deutsche greifen jeden Tag zur Zigarette. Das sind fast ein Viertel aller Erwachsenen in Deutschland. Die Zeit drängt, denn neueste Daten des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit belegen, dass mittlerweile wieder deutlich mehr junge Menschen rauchen: Ihr Anteil stieg von 6,1 Prozent in 2021 auf 9,6 Prozent in 2025 – ein Anstieg um 60 Prozent! Anlässlich des Weltnichtrauchertages am 31. Mai erklärten Mediziner:innen aus verschiedenen Asklepios Kliniken erneut die wichtigsten Gründe für einen Rauchstopp. Auch die Asklepios Harzkliniken sind dabei – sie sind schon lange ein Rauchfreies Krankenhaus.

„Rauchen bleibt weiterhin das bedeutendste vermeidbare Gesundheitsrisiko in Deutschland“, betont Dr. med. Andreas Kroll, Oberarzt der Asklepios Harzkliniken

Dr. med. Andreas Kroll, Oberarzt der Medizinischen Klinik II für Hämatologie, Onkologie und Palliativmedizin sowie Internist und Pneumologe an den Asklepios Harzklinik
Warnt vor dem Rauchen: Oberarzt Dr. med. Andreas Kroll, zugeich Internist und Pneumologe © Asklepios

Mit ihrer Beteiligung am Weltnichtrauchertag möchten die Asklepios Harzkliniken und die Asklepios Klinik Schildautal die regionale Gesundheitsaufklärung stärken und insbesondere junge Menschen für die Risiken von Nikotinprodukten sensibilisieren.  Nicht nur in den Klinikgebäuden ist das Rauchen längst verboten, auch auf dem gesamten Gelände der Standorte (nur in ausgewählten kleinen Raucherpoints ist Rauchen gestattet). Weitere Aspekte: Achtlos weggeworfene Zigarettenkippen verschmutzen die Umwelt und können fahrlässig Brände verursachen Der diesjährige Weltnichtrauchertag hat das Motto der Weltgesundheitsorganisation (WHO):
„Unmask the appeal – countering tobacco and nicotine addiction.“

 

Im Fokus stehen insbesondere der Schutz junger Menschen vor der Abhängigkeit durch klassische Tabakprodukte, E-Zigaretten und neue Nikotinprodukte. „Rauchen bleibt weiterhin das bedeutendste vermeidbare Gesundheitsrisiko in Deutschland“, betont Dr. med. Andreas Kroll, Oberarzt der Medizinischen Klinik II für Hämatologie, Onkologie und Palliativmedizin sowie Internist und Pneumologe an den Asklepios Harzkliniken. „Nach aktuellen Angaben des Robert Koch-Instituts sterben jährlich rund 127.000 bis 130.000 Menschen an den Folgen des Rauchens. Besonders besorgniserregend ist dabei die hohe Zahl schwerer Lungenerkrankungen und Krebserkrankungen, die unmittelbar mit dem Tabakkonsum verbunden sind.“

 

Hier geht’s zum Video mit Dr. med. Kroll:

 

https://youtube.com/shorts/bsUApM6T0GU

 

„Wir verstehen uns als Gesundheitsbegleiter, der für Bürger:innen vor, während und nach dem Klinikaufenthalt helfend zur Verfügung steht, und daher wollen wir als Rauchfreies Krankenhaus auch ein deutliches Zeichen für die Gesundheit setzen“, sagt Dr. med. Larissa Henze, Ärztliche Direktorin der Asklepios Harzkliniken. Sie ist zugleich Chefärztin für Hämatologie, Onkologie und Palliativmedizin der Medizinischen Klinik II. Dort hat sie mit krebserkrankten Menschen zu tun, die bisweilen auch Raucher:innen sind.  Der Appell der Ärzte: „Man sollte entweder gar nicht mit dem Rauchen anfangen oder mit allen Mitteln versuchen, vom Rauchen loszukommen, und zwar am besten sofort.“

 Tabakkonsum gilt als wichtigster Risikofaktor für die Entstehung von Bronchialkarzinomen sowie chronischer Lungenerkrankungen wie der COPD (chronisch obstruktive Lungenerkrankung). COPD zählt inzwischen weltweit und auch in Deutschland zu den führenden Todesursachen. Jährlich erkranken in Deutschland etwa 58.000 Menschen neu an Lungenkrebs, rund 45.000 sterben daran. Häufig wird die Erkrankung erst in fortgeschrittenen Stadien erkannt.

 

Darüber hinaus erhöht Rauchen nachweislich das Risiko zahlreicher weiterer Tumorerkrankungen, darunter Krebs der Mundhöhle, des Kehlkopfes, der Speiseröhre, der Blase, der Nieren, der Bauchspeicheldrüse sowie des Darms. Die Deutsche Krebsgesellschaft weist darauf hin, dass Rauchen mit insgesamt 16 unterschiedlichen Krebsarten in Zusammenhang steht.  Gleichzeitig möchten die Asklepios Kliniken im Harz eine positive Botschaft vermitteln: Ein Rauchstopp lohnt sich in jedem Alter. Bereits wenige Wochen nach dem Aufhören verbessern sich Lungenfunktion und Herz-Kreislauf-System deutlich. Langfristig sinkt das Risiko für COPD, Herzinfarkt und verschiedene Krebserkrankungen erheblich. „Viele Menschen unterschätzen, wie schnell sich der Körper nach einem Rauchstopp erholen kann“, erklärt Dr. Kroll.  „Wichtig ist: Niemand muss diesen Weg allein gehen. Heute stehen wirksame Unterstützungsangebote zur Verfügung – von ärztlicher Beratung über Nikotinersatztherapien bis hin zu strukturierten Entwöhnungsprogrammen.“ Mit dem Rauchen aufzuhören, ist eine echte Herausforderung – aber es lohnt sich und es ist dafür nie zu spät. Denn der Verzicht auf die Zigarette hat unmittelbaren gesundheitlichen Nutzen. Die Regeneration beginnt sofort nach dem Aufhören. Der Weltnichtrauchertag wurde am 31. Mai 1987 von der Weltgesundheitsorganisation WHO ausgerufen und steht seitdem jedes Jahr unter einem anderen Motto.  

 

Asklepios Kliniken unterstützen Weltnichtrauchertag

 

Da Rauchen so schädlich für den gesamten Körper ist, hat die Weltgesundheitsorganisation WHO eine Kampagne unter dem Motto „Commit to quit“ ins Leben gerufen. Diese zielt darauf ab, das „Rauchfreie Leben“ mit sämtlichen Vorteilen in den Fokus der Öffentlichkeit zu bringen und Menschen auf dem Weg zum Nichtrauchen zu unterstützen. Die Asklepios Kliniken unterstützen dieses Vorhaben. Konzernweit bieten viele Kliniken für Patient:innen und Mitarbeiter:innen Unterstützungsangebote. So können sich Mitarbeiter:innen im Rahmen des Employer Assistence Programms professionelle Unterstützung holen. Auch Nicht-Raucher-Kurse werden als Teil des Betrieblichen Gesundheitsmanagement angeboten.  

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