Skoliose beim Kind und Jugendlichen

Die Wirbelsäule kann im Wachstum durch angeborene und andere Faktoren krumm wachsen. Dabei verdreht sich die Wirbelsäule und erfährt eine Seitauslenkung. Unbehandelt führt diese Deformität zu Entstellung des Rumpfes, kann Schmerzen verursachen und weitere Folgen an Lunge und Herz herbeiführen. Daher ist es wichtig, diese Erkrankung zeitig zu erkennen und einer wachstumslenkenden Behandlung zuzuführen.

Wir helfen Ihnen bei

 

  • idiopathischer Skoliose mit Winkeln zwischen 20 und 50° konservativ
  • idiopathischer Skoliose mit Winkeln über 50° operativ

Der erste Schritt: Früherkennung und Diagnostik der Deformität

Wenn Sie oder Ihr Arzt das Kind nach vorn neigen lässt und von hinten über den Rücken schaut, erkennt man als Zeichen der Skoliose einen Buckel. Ist dieser Buckel noch gering und zeigt das Röntgenbild einen Winkel der Auslenkung (COBB-Winkel) von mehr als 10°, geht man von der Erkrankung aus. Im Wachstumsschub der Pubertät kann es zu einer rapiden Verschlechterung kommen, so dass eine engmaschige Kontrolle, Physiotherapie und ab 20° sogar eine Korsettbehandlung notwendig sind. Unbehandelt kann eine operative Versteifung die Folge sein.

Ganz auf Sie abgestimmt: Unser Behandlungsangebot

konservative Korsettbehandlung

Sollte Ihr Kind einen Skoliosewinkel zwischen 20 und 40° haben, bieten wir Ihnen eine ambulante konservative Behandlung mit Korsett und Physiotherapie an. In einer gemeinsamen Sprechstunde mit einem Orthopädiemechaniker werden wir Ihr Kind untersuchen, spezielle Wirbelsäulenbilder anfertigen und zusammen die richtige Vorgehensweise planen. Wir bringen Korsette zum Einsatz, die den Rücken begradigen und über längere Zeit getragen werden müssen.

Weitere Informationen dazu erhalten Sie auch über unseren Kooperationspartner der Orthopädie- und Rehatechnik Dresden GmbH unter: http://www.skoliosenet.de

operative Skoliosebehandlung

Ist die Erkrankung so fortgeschritten, dass der Winkel nach COBB über 40-50° beträgt, bieten wir moderne Methoden der Skoliosechirurgie an. In Zusammenarbeit aus einem in der Kinderanästhesie erfahren Anästhesisten, Kooperation mit der Kinderklinik eines Nachbarkrankenhauses und einem diesbezüglich seit vielen Jahren erfahrenen Operateur ist es möglich eine Skoliose zu begradigen. Wir beraten Sie gern dazu, ob eine sog. Dorsale Korrekturspondylodese oder die vordere OP, eine VDS in Doppelstabtechnik nach HALM-ZIELKE zum Einsatz kommen.

Wir etablierten dazu eine blutsparende OP-Technik, Sammeln des Blutes und Rückübertragung (Cell-saver), Wärmemanagement und moderne Schmerztherapie mit patientenkontrollierter Schmerzpumpe (über Periduralkatheter), so dass Ihr Kind eine schonende Operation mit sofortiger Mobilisation und kurzem Aufenthalt erwarten kann. Die Operation erfolgt immer so, dass die Wirbelsäule zunächst mobil gemacht wird. Danach werden Implantate an den Wirbeln verschraubt und Korrekturmanöver der Deformität ausgeführt. Zum Erreichen einer jahrzehntelangen Belastbarkeit muss am Ende des Eingriffs Knochen angelagert werden.

Weiterhin gut versorgt: Ihre Weiterbehandlung / Nachsorge

Am ersten Tag wird bereits das Aufstehen trainiert. Durch auflösbare Fäden werden schöne Narben erreicht und Ihr Kind muss das lästige Fäden entfernen nicht ertragen. Sobald das eigene Laufen, Treppensteigen, Körperpflege und Schmerzarmut erreicht werden geht es nach Hause. Das dauert meist nur eine Woche. In der dritten postoperativen Woche kann der Schulbesuch erfolgen. Wir bieten Kontrolltermine nach 12 Wochen, 1 Jahr und 3 Jahren an. Spezielle Krankengymnastik oder Maßnahmen sind nicht mehr erforderlich. Auch operiert kann man ein normales Privat- und Berufsleben führen.

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