Rheumatische Halswirbelsäule

Die obere Halswirbelsäule und die hintere Wirbelsäule enthalten eine Vielzahl von Gelenken und sind damit anfällig einer Rheumaerkrankung zu unterliegen. Hierbei kommt es zur Zerstörung von Haltestrukturen der oberen Halswirbelsäule und somit zu einer Instabilität der Halswirbelsäule (atlantodentale Instabilität). Sehr selten gibt es Instabilitäten unterhalb des 2. Halswirbels. Diese sind dann längerstreckig zu versorgen.

Der erste Schritt: Die richtige Diagnostik

Oft verläuft die Erkrankung stumm, also ohne typische Beschwerden. Fortgeschrittene Symptome sind unstillbare Schmerzen am Hinterhaupt, Störung des Gehens, Schluckstörung und sog. drop-attack-Phänomene. Dabei kommt es besonders beim Kopfvorneigen z.B. auf einem Kissen zu plötzlicher Beklemmung, Atemnot usw. durch Störung der Gefäßversorgung im hinteren Gehirnkreislauf.

Beim langjährigen Vorliegen einer Rheumaerkrankung der großen Gelenke sollte jährlich eine Vorneigeaufnahme der Halswirbelsäule durchgeführt werden. Falls dort zwischen dem Zahn des 2. und dem Bogen des 1. Halswirbels ein Abstand von mehr als 7 mm besteht, sollte die Durchführung einer OP geprüft werden.

Folgende Untersuchungen sollten dann vorliegen:

  • HWS Röntgen: Anteflexionsaufnahme einmal jährlich.
  • MRT-Darstellung der HWS mit Kontrastmittel zur Gefäßdarstellung ggf. auch ein  
  • CT des occipitocervicalen Übergangs mit Kontrastmittel (Ausschluss A.-vertebralis-high-riding-version = keine MAGERL´-Schraube möglich)

Ganz auf Sie abgestimmt: Unser Behandlungsangebot

Wir beraten Sie gern in unseren Wirbelsäulensprechstunden über die Notwendigkeit eines operativen Eingriffes. Die Operation wird als weniger invasiver Eingriff durchgeführt. Nur an der Eintrittsstelle der Schrauben in die Wirbelsäule erfolgt ein kurzer Schnitt. Die Schrauben werden durch die Haut mit Zielsystemen über einen Bohrdraht eingebracht. Mit 2 Röntgenbildverstärkern wird die Bohrung überwacht.

Zur Anwendung kommen sowohl die Technik nach MAGERL als auch die nach HARMS.

Die OP wird als primärstabil eingeschätzt.

Weiterhin gut versorgt: Ihre Weiterbehandlung / Nachsorge

Der stationäre Aufenthalt ist kurz (3-5 Tage). Sie bekommen zum Wohlbefinden einen Schaumstoffkragen für 4 Wochen. Eine Kur ist nicht erforderlich. Nach 12 Monaten werden die angelagerten Knochen fest sein.

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