Logopädie
Die logopädischen Maßnahmen umfassen das Erstellen einer Diagnose, Beratung und die Therapie von Störungen des Sprachverständnisses, der gesprochenen und geschriebenen Sprache, der Aussprache, der Atmung, der Stimme, der Mundfunktion und des Schluckens.
Unser Therapieangebot
Zu Beginn einer logopädischen Behandlung erfolgt ein Gespräch über die Krankengeschichte, die Lebenssituation des Patienten sowie eine Befunderhebung. Gemeinsam mit dem Patienten werden die logopädischen Therapieziele festgelegt. Dies geschieht unter besonderer Berücksichtigung der Alltagsrelevanz.
Ziele der logopädischen Behandlung
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Verbesserung der Artikulationsgenauigkeit
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Steigerung der Stimmdynamik (Lautstärke)
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Förderung der natürlichen Sprechmelodie (Prosodie)
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Verbesserung und Erhalt von Kraft, Ausdauer und Koordination der Gesichtsmuskulatur zum Erhalt des mimischen Ausdrucks (und damit der non-verbalen Kommunikation)
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Verbesserung und Erhalt der oralen Nahrungsaufnahme
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Förderung der vier sprachlichen Modalitäten (Sprachproduktion, Sprachverständnis, Lesen und Schreiben)
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Erlernen von Kompensationsstrategien in allen logopädisch beeinträchtigten Bereichen
Therapieangebote
Sprachtherapie (Aphasietherapie)
Die Sprache umfasst die Bereiche Sprechen, Lesen, Schreiben und Verstehen von gesprochener und geschriebener Sprache. Sind diese Fähigkeiten durch eine Erkrankung betroffen, sind die Patienten oft im wahrsten Sinne des Wortes „sprachlos“. Nach gründlicher Diagnostik unterstützen wir Sie mit gezielten Übungen in Einzel- und ggf. Gruppentherapien. Zusätzlich können Eigenübungen und Computertraining die Therapien unterstützen. Wir legen Wert darauf, dass Sie trotz der sprachlichen Beeinträchtigungen am sozialen Leben teilnehmen. Auf Wunsch beziehen wir gerne Ihre Angehörigen in die Therapie mit ein.
Computergestützte Sprachtherapie
Sie haben die Möglichkeit, nach einer Testung und Einweisung, mehrmals wöchentlich an einem computergestützten Training teilzunehmen. Hierfür nutzen wir die myReha-App. Diese ermöglicht eine strukturierte und regelmäßige Durchführung spezifischer, speziell auf Sie abgestimmter Übungen in allen sprachlichen Bereichen. Zusätzlich können auch die Bereiche Konzentration, Merkfähigkeit und Aufmerksamkeit beübt werden. Die Übungen sind abwechslungsreich gestaltet und motivieren zum Üben. Sie können so Ihre Kommunikationsfähigkeit und Eigenaktivität im Alltag verbessern.
Sprechtherapie/Stimmtherapie (Dysarthrophonietherapie)
Wenn in Folge einer neurologischen oder neuromuskulären Erkrankung Ihre Verständlichkeit reduziert ist und Ihre Gesprächspartner Sie nicht mehr gut verstehen können, bieten wir Ihnen Unterstützung. Nach der Diagnostik und gemeinsamen Zielfindung arbeiten wir an den Bereichen, die das verständliche Sprechen beeinträchtigen. Dabei werden die Schwerpunkte individuell gesetzt. Ziele können zum Beispiel in der Veränderung von Lautstärke, Sprechatmung, Stimmqualität, Artikulationsgenauigkeit oder in einer Reduzierung der Sprechanstrengung liegen. Sie bekommen Techniken an die Hand, die Sie im Alltag erfolgreich einsetzen können. Neben den Einzeltherapien finden auch Gruppentherapien statt, in denen Sie gemeinsam mit Mitpatienten Übungen durchführen. So kann mehr Sicherheit in der Kommunikation erlangt werden.
Hilfsmittelberatung und –Erprobung
Bei einigen Erkrankungen können die Sprech- und Sprachfähigkeiten so schwer betroffen sein, dass die Patienten sich verbal nur noch stark eingeschränkt oder gar nicht verständlich mitteilen können. Die Teilnahme an Gesprächen ist oftmals nicht möglich. Sehr häufig tritt dann ein Rückzug von sozialen Situationen und eine Vermeidung von Gesprächen auf. Unser Ziel ist es, Sie wieder in die Lage zu versetzen Wünsche und Gedanken adäquat mitzuteilen und wieder aktiv an Gesprächen teilzunehmen. Dafür arbeiten wir mit einem externen Kommunikationshilfsmittelberater zusammen. Dieser kommt auf Ihren Wunsch in unsere Klinik und stellt Ihnen verschiedene geeignete Geräte vor, die Sie natürlich ausprobieren können. Haben Sie ein Gerät gefunden, helfen wir Ihnen bei der Beantragung des Gerätes bei der Krankenkasse.
Schlucktherapie (Dysphagie)
„Essen und Trinken hält Leib und Seele zusammen“. Doch was, wenn genau diese Fähigkeiten durch eine neurologische oder neuromuskuläre Erkrankung oder das Altern beeinträchtigt sind? Damit eine Schluckstörung nicht zu lebensbedrohlichen Komplikationen führt, unterstützt Sie in unserer Klinik ein erfahrenes Team aus Logopäden, Ärzten und Pflegepersonal dabei, wieder sicher zu Essen und zu Trinken. Eine klinische Schluckuntersuchung
In der Therapie erhalten sie eine gezielte Beratung, an der auch gerne Ihre Angehörigen teilnehmen können. Zudem erfolgen eine Anleitung und Durchführung von Übungen, die auf Ihre Bedürfnisse abgestimmt sind und Sie auf Ihrem Weg zu einer sicheren Nahrungsaufnahme unterstützen. Wir bieten auch eine apparative Schluckuntersuchung (FEES) an, um den Schluckvorgang mittels eines Endoskopes in Echtzeit sichtbar zu machen.
Apparative Schluckdiagnostik (FEES)
Mit der FEES als nicht-invasives, bildgebendes Verfahren haben wir die Möglichkeit den Schluckakt nicht nur klinisch zu beurteilen, sondern auch objektiv und in Echtzeit abzubilden. Diese Methode ermöglicht eine sehr präzise Darstellung und Analyse der am Schlucken beteiligten Strukturen und des Schluckvorganges. Die Untersuchung erfolgt durch ein dünnes, flexibles Endoskop, das durch Fachpersonal über die Nase bis in den Rachen eingeführt wird. Danach werden dem Patienten ausgewählte Speisen und Getränke gereicht, um die Effektivität des Schluckaktes zu testen. Je nach Ergebnis kann eine Kostanpassung notwendig sein oder ein Kostaufbau erfolgen. Oberstes Ziel ist immer eine sichere Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme zu gewährleisten und so den Patienten vor Komplikationen zu schützen. Der gesamte Diagnostikvorgang wird über eine im Endoskop befindliche Kamera aufgezeichnet und kann so nach der Untersuchung genau ausgewertet und dokumentiert werden.
Therapie von Gesichtslähmungen/Sensibilitätsstörungen im Gesicht (Fazialisparesen/Hypomimie/Facies myopathica)
Eine veränderte Gesichtssymmetrie oder eine verminderte mimische Ausdrucksfähigkeit können im Alltag zu Problemen führen. Durch die optische Veränderung haben betroffene Patienten oftmals Hemmungen sich in der Öffentlichkeit zu zeigen und ziehen sich aus dem sozialen Leben zurück. Eine verminderte oder fehlende mimische Ausdrucksfähigkeit führt durchaus zu Missverständnissen in der Kommunikation, da Gesichtsausdrücke vom Gesprächspartner falsch gedeutet werden. Auch das Kauen, Essen, Trinken und die Aussprachedeutlichkeit können beeinträchtigt sein. Wir führen gezielte Übungen zur Kräftigung der betroffenen Muskulatur durch, um Verbesserungen zu erreichen. Dabei verwenden wir neben manueller Therapie auch Vibrations- und Temperaturreize.
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